Was war los im Haus der Senioren

"Hochtied I"

Cloppenburg - Peter Maisel - April 2018

"Wer erinnert sich denn noch an seine Hochzeit"?, hatte Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer, die Besucher gefragt und sie aufgefordert, Fotos von dem "schönsten Tag" in ihrem Leben mit zubringen. Unter dem Titel "Hochtied" wurden bei der nächsten Zusammenkunft zahlreiche Fotos zur Ansicht ausgestellt. Dazu erzählten die Gäste ihre "Biographischen Geschichten" von den Vorbereitungen, den Feierlichkeiten und Gebräuchen, mit denen sie ihre Hochzeit erlebten. Die Erzählerinnen und Erzähler konnten sich sehr gut an die Erlebnisse rund um die Hochzeit erinnern und wussten sie der Runde nahe zubringen. Es wurde viel und herzhaft gelacht, wurde doch durch die Erzählungen die Vergangenheit wieder in Erinnerung gerufen. Dabei blieb es nicht aus, dass auch die weniger angenehmen Erinnerungen, wie etwa der Tod des Ehepartners, zur Sprache kamen. Die positive Stimmung überwog jedoch, vor allem, wenn über zum Teil recht kuriose Vorkommnisse und Begebenheiten für die Brautleute an ihrem Ehrentag bzw. beiden Hochzeitsreisen berichtet wurde. Dabei reichte die Palette der Erlebnisse von der mitreisenden Schwiegermutter über von Mäusen zerfressene Ehebetten, die für die Hochzeitsnacht notdürftig repariert werden mussten, bis zur Entführung der Braut und deren Folgen. Aus Ärger über die mangelhafte Versorgung mit warmem Wasser in den angefahrenen Unterkünften brach ein Paar sogar nach drei Tagen die Hochzeitsreise ab und kehrte enttäuscht heim. Gefeiert wurde in den meisten Fällen auf der Diele des Bauernhofes, in den die Brauteinheiratete. Selbst gebrannter Schluck und das geschlachtete Schwein sorgten neben den Musikanten und einer freundlichen und hilfsbereiten Nachbarschaft, für eine ausgelassene und schöne Feier.                                                                                     Foto: Peter Maisel

 

"Hier geht es sehr Lebendig zu"

Seit fünf Jahren läuft der theologische Gesprächskreis mit Dr. Christian Lüken 

Auch nach fünf Jahren und rund 50 Gesprächs- und Diskussionsrunden sind im theologischen Gesprächskreis im Haus der Senioren noch keine Routine, keine Langeweile und keine Abnutzungserscheinungen aufgetreten.

Es gibt keinen großen Vortrag, vielmehr wird nach einer kurzen Einführung in das Thema rege diskutiert. Jeder kann sich und seine Meinung dabei einbringen.
Foto und Text: Martin Kessens

"... dass mein Weg auch anderen Menschen helfen kann"

"Ich bin an meiner Krankheit gesund geworden" 

Aufmerksames Schwiegen herrschte beim Vortrag der Buchautorin und Künstlerin Imke Rosiejka im Haus der Senioren. 2002 von Panikattacken heimgesucht, hat die Autorin ihre Krankheit in zwei Büchern verarbeitet, aus denen sie den Zuhörern vorlas und dabei viel aus ihren Leben erzählte.

Sie habe neben der Schulmedizin alternative Heilme-thoden angewandt und sich so aus der Dunkelheit befreit. Viele Schulmediziner sähen nicht den  Zusam-menhang von Körper, Geist und Seele, sondern ver-schrieben nur Medikamente, ohne die Ursachen von Krankheiten bei den Patienten zu erforschen.

 

Foto und Text: Martin Kessens

Fast jeder dritte Tote wird verbrannt

Josef Drüding sprach beim Frühstückstreff über Bestattungen

 

Einen Appell richtete Josef Drüding von der Friedhofsverwaltung der St.-Andreas-Gemeinde an die Teilnehmer des Frühstückstreffs im Haus der Senioren: Man solle sich frühzeitig Gedanken um die eigene Beerdigung machen. Manchmal seien die Hinterbliebenen überfordert, entsprechende Formalitäten auszuführen, sagte er.

Auf den beiden Friedhöfen St. Andreas und St. Josef gibt es 4150 Grabstellen und jährlich finden etwa 200 Beerdigungen statt.

"Die Bestattungskultur hat sich geändert", fuhr er fort. Die Urnenbestattungen seien in den vergangenen Jahren von sieben auf 30 Prozent angewachsen. Anonyme Bestattungen seien nicht erwünscht, ebenso die Abdeckung des Grabes mit einer Platte. "Wir wollen auf den Friedhöfen keine Steinwüste", so Drüding.

Für 30 Jahre könne man eine Grabstelle erwerben, die Ruhezeit beträgt 25 Jahre, bevor eine Grabstelle neu belegt würde, sagt Drüding.    

 

                                                        Foto und Text: Martin Kessens

 


Frau Gerda Maisel 80 Jahre

Zu Ihrem 80. Geburtstag erhielt Gerda Maisel die herzlichsten Glückwünsche aus dem Haus der Senioren.

Hier gratuliert Elsbeth Südbeck, Vorsitzende des Hauses, der Jubilarin. Gerda Maisel ist aktiv in der Gruppe "Top im Kopf" (Gedächtnistraining mit Martin Kessens) tätig. Elsbeth Südbeck bedankt sich auch für die ehrenamtliche Pflege des Gartens

 

 

 

 

Foto: Martin Kessens

Eine kleine Reise in die Vergangenheit - 3 Veranstaltungen

Cloppenburg - Peter Maisel - März 2018

Unter dem Titel „Eine kleine Reise in die Vergangenheit“ bietet das Café Alzheimer im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15 seit 5 Jahren jahreszeitlich orientierte Veranstaltungen für "Menschen mit Demenz“ im Cloppenburger Museumsdorf an. Unterstützung gibt es dabei vom Haus der Senioren, dem Bildungswerk und dem Museumsdorf.

Erreichen wollen die Veranstalter mit dieser Maßnahme, dass die betroffenen Personen und ihre Betreuer/Innen für einige Stunden ihren „Alltagstrott“ vergessen. Bei diesen Begegnungen ergibt sich die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und sich über Gesundheits- bzw. Betreuungsprobleme von an Demenz erkrankten Menschen zu unterhalten und auszutauschen.

An drei Terminen werden die Besucher in Gruppen durch das Museumsdorf geführt und zu den entsprechenden Themen von Museumspädagoginnen mit Hintergrundwissen versorgt.

Für dieses Jahr sind die folgenden Termine, jeweils nachmittags um 15 Uhr, vorgesehen: Am Dienstag, 29. Mai, 15 Uhr, heißt das Thema "Maienspaziergang". Die Gäste werden das "Dorf" in seiner Frühlingspracht erleben.

Den jährlichen "Kirmestrubel" gibt es am Samstag, 7. Juli, 15 Uhr. Dem Mutigen stehen dann die Raupenbahn, das Pferdekarussell und das Riesenrad zur Belustigung zur Verfügung. Auch an das leibliche Wohl der Besucher ist gedacht.

Zur "Erntezeit" wird dann am Dienstag, dem 9. Oktober, 15 Uhr, eingeladen. Neben dem hauseigenen Garten mit seinen Früchten sind die arbeitsreiche und an-strengende Landarbeit in der damaligen Zeit Themen des Nachmittags.

Mit einem gemütlichen Kaffeetrinken endet der jeweilige interessante Nachmittag.

Ein Flyer mit den genannten Terminen und Themen liegt im Seniorenbüro des Hauses aus und ist dort während der Bürozeiten montags bis freitags von 9-12 Uhr erhältlich. Auch telefonisch können die Daten während der Bürozeiten erfragt werden und die Anmeldungen erfolgen unter der Telefonnummer: 04471/87688. Im Internet sind die Daten zu erfragen unter www.senioren-clp.de.

Hausaufgaben ja, aber es gibt keine Noten

Das "Haus der Senioren" bietet Sprachkurse in Englisch, Französisch und Spanisch an/Mit viel Spaß dabei

Montagmorgen im Haus der Senioren. Neben dem vielfach zu hörenden "Moin" ist auch ein "Bonjour, cava?". (Guten Morgen, wie geht's?) zu hören.
Das sind die "Franzosen", wie sie im Haus genannt werden. Deren Kurs beginnt um 10 Uhr für die fortgeschrittenen Anfänger/innen und für die Fortgeschrittenen um 11 Uhr.

 So macht Lernen Spaß: Die "Franzosen" mit Maria Franßen (rechts) lernen

nicht nur die Sprache, sondern auch etwas über "Land und Leute"

Gemeinsames Lernen: Englisch-Kurse mit Elsbeth Südbeck (stehend Zweite von rechts) laufen seit 2001 mit durchschnittlich 15 Teilnehmern.

Englisch I:   Do 1.und 3. Woche 10:00 Uhr

Englisch II:  Do 2.und 4. Woche 10:00 Uhr
           beide Kurse mit Frau Elsbeth Südbeck

Englisch III: jeden Montag 11:00Uhr, für                       Anfänger mit Frau Ishild Hildebrandt

Englisch IV: jeden Do 10:00 Uhr für Teilnehmer

        ohne Vorkenntnisse mit Frau Sigrid Meyer

 

Der Spanischkurs für Anfänger und Fortgeschrittene mit Frau Jenny Lemmermöhle findet 14-täglich mittwochs um 11:00 Uhr statt.

 

Fotos: Martin Kessens

Textauszüge aus der MT-Seniorenseite vom 24.02.2018

Die neue Büroleitung

Seit Sommer 2017 neue Leitung im Seniorenbüro

Frau Theresia Ostrowski ist die neue Büroleiterin, ihr zur Seite stehen die ehrenamtlichen Helfer/innen des allgemeine Bürodienstes.

Im Bild Frau Ostrowski mit dem Vorstandsmitglied des Hauses der Senioren, Gerhard Mastall, beim Zusammenstellen der Artikel für die monatliche Seniorenseite in der Münsterländischen Tageszeitung.
Foto: Martin Kessens

 

Viel Spaß bei der "Politiker-Gymnastik"

Bei der Gruppe "Frühstückstreff" ging es um "Karneval zwischen Klamauk und Tradition".

Ob die Kölner wohl wissen, was ihr Karnevalsruf "Alaaf" bedeutet. Die Teilnehmer des Frühstückstreff im Haus der Senioren wissen nun Bescheid. Alaaf bedeutet "Nichts geht über", also "Kölle Alaaf": "Nichts geht über Köln".

Viel Freude bereitete den Karnevalisten die so genannte,  Politiker-Gymnastik, bei der sie entsprechend Bewegungen simulierten, die vielleicht unseren Politikern zugeschrieben werden (Sie klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, sie kleben nicht am Sessel, sie treten nicht zurück, kommen ins Schwimmen). Erschwert wurde diese Gymnastik durch den 

Einsatz des "Finger-Spinners".

Foto: Martin Kessens, Textauszug MT vom 24.02.2018

Das neue "Hospiz Wanderlicht" im Bau

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Januar 2018

Unter dem Titel <„Wanderlicht-Hospiz“ – ein Lichtblick für die Region> stellte Dr. Aloys Klaus im Haus der Senioren die voranschreitenden Arbeiten zum Aufbau eines stationären Hospizes in Cloppenburg vor. Mitgebracht hatte er Heike Büssing, die sich als Geschäftsführerin der gemeinnützigen Stiftung vorstellte.

Das Thema „Sterben“ werde immer noch vielfach ausgeblendet, so der Referent zu Beginn seiner Ausführungen. Und obwohl eine geschäftsmäßige Sterbehilfe in Deutschand gesetzlich verboten sei, bejahten 66% aller Deutschen eine aktive Sterbehilfe und sogar 72% eine Beihilfe zum Suizid. Dagegen setze „wanderlicht“ darauf, „die Beschwerden schwerstkranker und sterbender Menschen, die unheilbar erkrankt sind, zu lindern!“ Das Wort „wanderlicht“ setze sich zusammen aus einerseits „wander“, d.h. wandern, auch in der Phase des Abschiednehmens und Sterbens, und andererseits aus „licht“, d.h. Wärme, Geborgenheit und Orientierung.

Zur Geschichte der stationären Hospize führte Dr. Klaus zunächst aus, dass es in London 1967 das 1. Hospiz weltweit gegeben habe, gegründet von Cicely Saunders. Von dort habe die Hospizbewegung ihren Anfang genommen. Heute gebe es allein in Deutschland 236 stationäre Hospize und 1500 ambulante Hospizdienste. Schnell fiel auf, dass es im Oldenburger Land schon einige Hospize gab, aber noch keines im Landkreis Cloppenburg. So gründete sich die Vereinigung „wanderlicht“, mit dem Ziel, endlich auch vor Ort eine Herberge (Hospiz) für die Schwersterkrankten zu schaffen, die nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben.

Derzeit entstehe nun, so erklärte Dr. Klaus auch anhand von architektonischen Plänen, an der Resthauser Straße, auf einem ca. 6.020 qm großen Grundstück, ein Hospiz, das ab dem Herbst 2018 bis zu zehn Schwersterkrankte aufnehmen könne. Man rechne mit etwa 120 Patienten pro Jahr. Diese benötigten eine umfassende medizinische und pflegerische, aber auch psychosoziale und spirituelle Betreuung. Dazu bietet „wanderlicht“ rund um die Uhr ein professionelles Team aus 18 festangestellten Mitarbeitern und bis zu 50 ehrenamtlichen, besonders geschulten Kräften. Eine Aufnahme in das Hospiz sei kostenlos, ebenso für begleitende Familienangehörige! Die Finanzierung übernähmen zu einem Teil die Kranken- und Pflegekassen sowie die Gesellschafter der wanderlicht GmbH, die Kleebaumstiftung und die Hospizstiftung für den Landkreis Cloppenburg; der Rest müsse durch Spenden hereingeholt werden.  

Das Hospizhaus in Cloppenburg soll ein Haus der Geborgenheit werden, in dem „die sterbenden Menschen bis zuletzt in familiärer Atmosphäre lachen und weinen, leben und sterben können!“ 

Jahresschluss bei Wanderern und Radwanderern

Cloppenburg - Peter Maisel - Januar 2018 Die Schlussveranstaltung 2017 der Wanderer und Radwanderer aus dem Haus der Senioren fand traditionell unter großer Beteiligung in Restaurant "Elch" in Garrel statt. Teilnehmer trafen sich am Amerika-Stein in Garrel. Hier erhielten sie von Günter Buschenlange, Vorsitzender des Garreler Heimatvereins, und von Maria Blömer interessante Informationen über die Hintergründe, die zur Aufstellung des Findlings und der Informationstafeln führten. "Der Weg von Garrel nach Cloppenburg führte einst durch sumpfiges und mooriges Gelände und war so beschwerlich, dass man bequemer mit dem Schiff oder Flugzeug hätte nach Amerika reisen können", wusste Maria Blömer zu berichten. Daher gab der Volksmund diesem Ortsteil den Namen "Amerika". "Unser Heimatverein hat ein Zertifikat erstellt, dass dem Besucher des Ortsteils bescheinigt "Ohne ein Schiff oder Flugzeug" Amerika besucht zu haben" so Buschenlange humorvoll. Dieses Zertifikat erhielten alle Wanderer, bevor sie zum Elch wanderten. Es gab viel zu erzählen von den gemeinsamen Erlebnisse in den vergangenen 12 Monaten, und man genoss das Zusammensein. Eine kurze Bilanz zog Egon Druhmann: "Die Radwanderer starteten an 10 Tagen mit insgesamt 244 Teilnehmern, und bei den Wanderfreunden lag die Beteiligung an 23 Tagen bei 924 Teilnehmern". 3 Veranstaltungen mussten wegen schlechter Witterung ausfallen. Gerd Wagner sagte im Namen des Organisationsteams Danke für die gute Beteiligung und sprach die Hoffnung aus, im nächsten Jahr alle wieder gesund und munter zu den Fahrten und Wanderungen begrüßen zu können. "Neue Wanderfreunde sind jeder Zeit herzlich willkommen". Kritik übte er allerdings an den Wanderfreunden, die ohne Abmeldung den Veranstaltungen fernbleiben und somit unnötige Kosten verursachen. Nach dem festlichen Essen, bei dem die Gäste von Günter Ellmann musikalisch unterhalten wurden, gemeinsam gesungenen Liedern, kleinen Geschenken für die Organisatoren und vielen guten Wünschen für das neue Jahr, erhielten alle Besucher den obligatorischen Weihnachtsstern. Foto: Eckhard Albrecht

Münsterländische Tageszeitung vom 24.01.2018

Münsterländische Tageszeitung vom 05.01.2018

Programm des Café Alzheimer für das 1. Halbjahr 2018

Cloppenburg - Peter Maisel - Januar 2018

Das Programm des Café Alzheimer für die Monate Januar bis Juni 2018 ist fertig gestellt und liegt als Flyer im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15 aus.

Jeweils am ersten Dienstag im Monat werden verschiedene Veranstaltungen angeboten.

Den Beginn machte am 2. Januar das traditionelle Kohlessen.

Am 6. Februar stellt Theresia Ostrowski, Leiterin des Seniorenbüros, sich und ihre Arbeit im Haus der Senioren den Besuchern vor. Ebenso wird Petra Lübbers, die Mitarbeiterin des Landkreises Cloppenburg ist und zur Zeit ihr Büro im Haus der Senioren hat, über ihre Tätigkeit die Besucher unterrichten.

Das Thema "Biographie-Arbeit" wird am 6.März und am 3. April betrieben, wenn es heißt "Hochtied". Bei den gezeigten Fotos von Hochzeitsbräuchen in früheren Jahren werden sicherlich bei manchen Besuchern Erinnerungen an die eigene Hochzeit wachgerufen.

Über "Basale Stimulation" informiert Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer, am 15. Mai. Sie wird aufzeigen, wie wichtig es ist, dass unsere Sinne, über die wir unsere Umgebung und Informationen wahrnehmen, ständig neue Reize erfahren müssen, damit sie nicht verarmen. Dabei wird sie besonders Besuchern, die dementiell erkrankte Personen betreuen, wertvolle Tipps geben können.

Am 15. Juni wird dann ein "besonderer" Garten in der Stadt besucht.

Daneben finden kleine Treffen jeweils am dritten Dienstag im Monat statt. Sie dienen unter anderem dem Erfahrungsaustausch über anstehende Probleme und dem Klönschnack in gemütlicher Atmosphäre.

Interessierte Besucher können weitere Informationen telefonisch im Seniorenbüro während der Bürozeiten Mo.-Fr. von 9-12 Uhr erfahren unter der Nummer: 04471/87688. Auch im Internet wird der Flyer veröffentlicht. Zugang gibt es über die Adresse: www.senioren-clp.de. 

Der Mann für das "Netz"

Cloppenburg -Hans-Karl Jäger - Dezember 2017

Rudolf Lux gestaltet die Webseite der Senioren.

Seit 27 Jahren gibt es in Cloppenburg das "Haus der Senioren", in dem Männer und Frauen in ihrer nachberuflichen Phase in Gruppen körperlich wie auch geistigen Aktivitäten nachgehen. Wer sich informieren möchte, der sollte die Webseite (Homepage) des Hauses "www.senioren-clp.de" an klicken.

Diese Seite wird seit dreieinhalb Jahren von Rudolf Lux in ehrenamtlicher Arbeit gestaltet und laufend aktualisiert. Das bedeutet, dass Lux ständig Augen und Ohren offenhalten und Kontakt zum Seniorenbüro halten muss. Zudem arbeitet er aktiv in der Seniorenredaktion des Hauses mit, die einmal im Monat tagt, um Veröffentlichungen durch Wort und Bild in der Münsterländischen Tageszeitung vorzubereiten.

Die Webseite für das Haus der Senioren informiert darüber - übersichtlich gegliedert und umfassend erläutert - was, wann, wo und wie an welchen Tagen angeboten wird. Man erfährt auch, welche Personen zu welchen Zeiten zu Auskünften bereitstehen. Ein Blick auf die Webseite lohnt sich also, ein Besuch im Haus der Senioren an der Geschwister-Scholl-Strasse 15 aber auch.

Foto: Derk van Groningen

Schüler-Praktikanten im Haus der Senioren

Cloppenburg- Mechtild Ottenjann - Dezember 2017

Sorab Nuri und Beriwan Berisik, beide Schüler der 7. Klasse der Marienschule in Cloppenburg, absolvierten ein 20-stündiges Sozialpraktikum im Haus der Senioren. Beide stellten sich einem Interview und berichteten von ihren Erfahrungen.

Hallo, ihr seid beide 12 Jahre alt. Wie seid ihr ausgerechnet darauf gekommen, euer Sozialpraktikum im Haus der Senioren zu machen – mit Menschen, die 60 oder mehr Jahre älter sind als ihr?

Sorab: Es war meine Idee. Meine Mama kannte das Haus der Senioren und hat gesagt, das sich da mal hingehen solle.

Beriwan: Ich kannte es nicht, aber von der Schule gab es verschiedene Adressen, bei denen wir uns bewerben konnten. Und gute Bekannte haben mir gesagt, dass ich zum Haus der Senioren gehen solle.
Wie war dann der erste Tag für euch? Hattet ihr ein wenig Angst?

Beriwan: Am ersten Tag mussten wir zum Bildungswerk.
Sorab: Es war schon ein bisschen komisch. Wir wussten gar nicht, was wir denn machen sollten. Wir kannten die Leute ja alle nicht. Und was habt ihr dann gemacht?

Beriwan: Ich war jeden Freitag für zwei Stunden in der Spielegruppe.

Sorab: Ich habe zweimal am Computer-Kurs teilgenommen (findet nur alle 14 Tage statt).Dann durfte ich auch beim Bürodienst dabei sein und ein wenig helfen. Und bei „Mobil im Alter“ habe ich mitgemacht. Auch einen Zauberkurs bei Prof. Tebel habe ich besucht. Das war sehr lustig.

Wie waren denn die Menschen, denen ihr begegnet seid?

Beriwan: Alle Leute waren sehr nett zu mir. Sie haben mich gefragt, woher ich komme. Und ich fand es lustig mit ihnen zu spielen. Meistens haben wir Kartenspiele gemacht.

Sorab: Auch zu mir waren alle nett. Ich habe viel gelernt. Aber die Leute haben mich auch um Hilfe gebeten. Wir haben zu Hause auch einen Computer. Ich möchte noch Power Point lernen.

Versteht ihr immer, was die Leute zu euch sagen?

Beide: Nein. Sie sprechen manchmal auch Plattdeutsch untereinander. Dann verstehen wir nichts.

Hat euch das Sozialpraktikum Spaß gemacht?

Beide begeistert: Jaaaaaaaa!

Was für einSozialpraktikum haben denn die anderen Kinder gemacht?

Beriwan: Manche sind z.B. im Kindergarten.

Sorab: Einer ist beim Fußballverein.

Und? Wäre das nicht viel lustiger für Dich?

Sorab (spontan und mit Nachdruck): Nein! Ich finde es hier viel besser!

Eine Frage zum Abschluss: Alle Kinder freuen sich auf Weihnachten. Wie ist das bei euch?

Sorab: Ich komme aus Afghanistan und bin Moslem. Wir haben das Zuckerfest. Aber ich war schon zweimal bei der Nikolausfeier im Dorfkrug (des Museumsdorfes). Das war ganz toll.

Beriwan: Ich bin Kurdin. Wir sind Jesiden und feiern auch nicht Weihnachten.

Beide: Aber wenn alle hier Weihnachten feiern, werden wir wohl auch ein wenig feiern!

Exotische Früchte im Frühstückstreff

Cloppenburg- Peter Maisel - Dezember 2017

Um exotische Früchte, ihr Herkunftsland und die Zubereitung für den Genuss, ging es im Frühstückstreff im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15. Ernährungsberaterin Irene Oehl hatte für ihre Demonstrationen einen prallgefüllten Korb mitgebracht. In humorvoller Weise stellte sie dann die Früchte vor und brachte mit Bezeichnungen wie "Speise der Götter" für den Granatapfel und "Drachenfrucht" für die Pitaya die Besucher zum Schmunzeln. Ebenso nannte sie Begriffe wie "Götterpflaume" für die Kaki-Frucht und "Butter des Waldes" für die Avokado. Diese soll nach Internetberichten als "Cocktail-Avokado" steinlos sein, damit es beim Aufschneiden keine Verletzungen mehr gibt.
                          Weintrauben vor dem Verzehr stets heiß abwaschen.

Dazwischen gab Oehl auch gesundheitliche Hinweise zum Verzehr. So solle unter anderem die Litschi nicht vor dem Frühstück gegessen werden, da sie den Blutzucker stark senkt. Trockenfrüchte sollten von Diabetikern gemieden und Weintrauben immer vor dem Genuss heiß abgewaschen werden. Die unterschiedlichen Geschmäcker der Gäste zeigten sich deutlich bei der Reaktion auf die angebotenen Proben. "Exotische Früchte gibt es bei uns nur im Winter, da es in deren Heimatländern dann Sommer ist und sie reifen können", eröffnete die Referentin ihre interessanten Ausführungen. Den Reigen der vorgestellten Früchte eröffnete die "Litschi", eine ganz edle Frucht aus China, die in früheren Jahrhunderten von wohlhabenden Bürgern für die Bezahlung von Steuern verwendet wurde. Da die "Feige" in Deutschland ökologisch angebaut wird, ist sie die einzige Frucht, die ganzjährig zum Verkauf angeboten werden kann. Die Avokado besteht zu 20% aus Fett und dient als Brotaufstrich, erfuhren die Besucher. Die "Mango", ein Import aus Brasilien, muss wegen der Empfindlichkeit von Hand gepflückt werden und reift während des Transportes nach.

                               Die Papaya wurde von Seefahrern in Europa eingeführt.

In Zentralamerika wächst der Melonenbaum, dessen Frucht die "Papaya" ist. Über Seefahrer wurde sie in Europa eingeführt. Stoßsicher verpackt in einem weichen Netz präsentierte die Referentin die "Nashi"-Birne, auch Japan- oder China-Birne genannt. Bis zu 2 kg schwer kann die "Pomelo" werden, eine Züchtung aus Pampelmuse und Grapefruit. Ihre Bitterstoffe sind gut für die Galle und damit für die Verdauung, hörten die Besucher. "Physalis" auch Kapstachelbeere genannt, wird auch bei uns angebaut und als Obst- und Gemüsepflanze oder zu Dekorationszwecken verwendet. "Wir kaufen die "Exoten", weil wir meinen, dass sie viele Vitamine und Mineralien enthalten. Sie sind jedoch keine Konkurrenz für unsere heimischen Früchte", so Irene Oehl in ihrem Schlusswort.