Was war los im Haus der Senioren

Ehrungen auf dem Sommerfest 2017 für ehrenamtliche Mitarbeiter

Das traditionelle Sommerfest, an dem in diesem Jahr rund hundert Gäste teilnahmen, gehört zu den jährlichen öffentlichen Höhepunkten im Haus der Senioren. Das Vorbereitungsteam hatte sich auch diesmal alle Mühe gegeben, im Foyer des Bildungswerkes ein attraktives Programm zu gestalten, und konnte so durch einen unterhaltsamen Abend führen. Den Höhepunkt bildete die Ehrung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die seit fünf, zehn oder sogar fünfzehn Jahren im Haus der Senioren tätig sind. Zum Dank erhielten sie einen Blumenstrauß und eine Urkunde.

In ihrer Begrüßungsansprache hob die Vorsitzende Elsbeth Südbeck hervor, dass das Haus der Senioren die anfallenden Aufgaben ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht bewältigen könne. Sie engagierten sich in vielfältigen Bereichen und trügen so dazu bei, das Haus der Senioren mit Leben zu füllen. Bereichert wurde der Abend besonders durch vielfältige musikalische Darbietungen. So umrahmte die Senioren-Musikgruppe um Bernhard Sibum mit musikalischen Einlagen das Programm. Professor Joachim Tebel, der ehemalige Leiter von verschiedenen Cloppenburger Chören, dirigierte das gemeinsame Singen von bekanntem volkstümlichem Liedgut. Für eine besondere Abwechslung sorgte Klemens Aufgebauer, der als Bauchredner köstliche kleinere menschliche Schwächen aufs Korn nahm. Hans Karl Jäger, langjähriger 'Chef' im Haus der Senioren, brachte seinen Dank am Ende in den Worten zum Ausdruck: "Das war wieder einmal ein gelungenes Sommerfest!"

Autor: Dr. Hubert Gelhaus, Foto: Derk van Groningen

Kommunikation mit Klangschalen

Cloppenburg - Peter Maisel - August 2017

"Klingende Kommunikation mit Klangschalen" hieß das Thema einer Veranstaltung des  Café Alzheimer im Haus der Senioren. Christiane Priester war die Referentin dieses Nachmittags.

Die Besucher waren voller Erwartung auf neue Musikinstrumente, die sie hofften, zu sehen und zu hören bekommen. "Klangschalen funktionieren auf einer anderen Ebene als Musik und werden deshalb auch selten eingesetzt als bloßes Musikinstrument" erklärte Priester dann den Gästen zu Beginn ihrer Ausführungen. Weiter erläuterte sie Ursprung, Bauart und Herstellung der circa halbkugelförmigen Schalen. "Sie sind ursprünglich traditionelle Küchengeschirre im fernöstlichen Raum, unter anderem in Tibet, Nepal und Indien. In westlichen Ländern sind die aus Bronze getriebenen Schalen ein beliebtes Utensil in der Esoterik- und Meditationsszene", fuhr die Referentin in ihren Erläuterungen fort.

"Je nach Bauart können Klangschalen mit einem hölzernen Klöppel angeschlagen oder angerieben werden und erzeugen so Töne in unterschiedlicher Höhe oder Tiefe und Intensität, deren Wellen der Mensch wahrnehmen kann", erfuhren die Zuhörer.

Neben der Vorstellung verschiedener Geräte erklärte die Benutzerin deren Einsatz am menschlichen Körper zur Meditation, Entspannung und Massage. Danach durfte jeder Besucher mit Hilfe eines Luftballons in den Händen die von einer angeschlagenen Klangschale ausgehenden leisen Töne hören und deren Schallwellen spüren. 

Foto: Peter Maisel 

Wenn ich einmal dement werde

Cloppenburg - Peter Maisel - August 2017

Beim Frühstückstreff im Haus der Senioren stellte Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer, die Krankheit "Demenz" vor. "Demenz ist der Überbegriff für eine erworbene und irreversible Hirnleistungsschwäche", so Gärtner eingangs ihrer Ausführungen.

Sie nannte einige Demenzformen, unter anderem die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die Parkinson-Demenz und die Alzheimer-Demenz. Bei den weiteren Ausführungen beschränkte sie sich auf die letztere, da diese mit 70% die am häufigsten vorkommende Demenzform ist.

"Wichtig ist die genaue Diagnose, um demenzähnliche Symptome anderer Krankheiten zuzuordnen und ggf. behandeln zu können", erklärte die Referentin, bevor sie einige Symptome näher erläuterte.

Vorrangig betroffen ist das Kurzzeitgedächtnis bei den Erkrankten, während das Langzeitgedächtnis, die "Festplatte" des Gehirns, noch einige Zeit seinen Dienst absolviert. Erst beim fortgeschrittenen Krankheitsbild ist unter Umständen auch das Langzeitgedächtnis betroffen. Mit gezielten Therapieansätzen und einem biografischen Hintergrund können Erinnerungen "wiederbelebt und erhalten werden", so Gärtner.

Als weitere Symptome nannte sie unter anderem auch noch Sprach- und Wortfindungsschwierigkeiten, Desorientiertheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Angstzustände. Die einzelnen Auffälligkeiten und Auswirkungen auf den Betroffenen erklärte die Referentin an praktischen Beispielen.

Hilfreich im Umgang mit der Krankheit und dem Patienten ist die Änderung des Lebensstils, wobei viel Bewegung angestrebt werden sollte mit täglichen Spaziergängen  und evtl. Gartenarbeit; besonders aber ist auch die Musik ein empfehlenswertes Instrument im Umgang mit den Patienten, so Gärtner.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erhielten die Besucher den Brief einer an Demenz erkrankten Person. Er ist ein Appell an die Gesunden, die Probleme früh genug zu erkennen und sich auf die betroffene Person in entsprechender Art und Weise einzustellen, oder anders ausgedrückt: „In den Schuhen des anderen zu gehen“. So kann für die Betroffenen das Leben noch länger lebenswert bleiben.

Cloppenburger Senioren im niederländischen Groningen

Etwa zwanzig Senioren aus dem Haus der Senioren weilten zu Gast bei einer befreundeten Partnerorganisation im niederländischen Groningen. Der Besuch diente vor allem der Kontaktpflege und einem informativen Gedankenaustausch über moderne Wohnformen im Alter Höhepunkt war eine speziell für die Cloppenburger abgestimmte Stadtführung. Nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt, sondern auch eher unbekannte, verborgene architektonische Schätze, die großes Staunen und Bewunderung hervorriefen.

 

Text: Elsbeth Südbeck, Foto: Derk van Groningen

 

Änderungen im Programm des Frühstückstreffs

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2017

Aufgrund einiger Änderungen im Programm des Frühstückstreffs veröffentlicht das Seniorenbüro noch einmal die Themen für die kommenden 6 Monate:

Martin Kessens, Leiter des Cloppenburger Bildungswerkes, wird den Besuchern am 1. August erneut zeigen, zu welchen Leistungen unser Gehirn fähig ist, wenn es entsprechend gefordert wird.

Am 15. August heißt das Thema "Wenn ich mal dement bin". Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer im Haus der Senioren, wird Ausführungen zur Thematik "Demenz" und den richtigen Umgang mit der Krankheit machen.

Am 5. September berichtet Maria Albers darüber, wie man zum "Stehaufmännchen" wird, indem sie erklären wird, was uns stark macht.

Vor "ungeliebten Gästen", die sich an unserem Eigentum zu schaffen machen wollen, will Andreas Bonk am 19. September die Zuhörer warnen und ihnen Sicherungsmaßnahmen für ihre Häuser aufzeigen. Der Beauftragte für Kriminalitätsprävention innerhalb der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta ermittelte jahrelang im Bereich Einbruch, Raub und Erpressung.

"Der Weg zum Wunder des Lichts" heißt eine Veranstaltung am 17. Oktober, in der Klaus Deux über Vezelay berichtet. Die kleine französische Gemeinde ist ein bekannter Wallfahrtsort mit Benediktinerabtei und vielen Sehenswürdigkeiten.

Am 7. November gibt Josef Drüding von der Friedhofsverwaltung die Neuerungen im Friedhofswesen bekannt.

"Die Zeit wartet nicht auf dich" heißt es dann am 21. November mit Alexander Rolfes, Diplomtheologe und Sprechwissenschaftler von der Katholischen Akademie Stapelfeld, der den Besuchern des Hauses bereits bekannt ist.

Ein Wiedersehen mit Ökotrophologin Irene Oehl gibt es am 5. Dezember, und wir dürfengespannt sein, was sie uns "Schmackhaftes" zu bieten hat.

Die "singende" Schwester Ursula Lammerding aus dem Marienhain Vechta wird am 19. Dezember in bekannter Weise die Besucher auf die Weihnachtszeit einstimmen.

Essen und Trinken hält Leib und  Seele gesund

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2017

Zu einem Grillnachmittag hatte das Café Alzheimer die Besucher eingeladen. Organisiert hatte den Nachmittag Ursula Wichmann, die vom Party-Service Möller Unterstützung erhielt.

Mit diesem Nachmittag begann die Reihe der monatlichen Veranstaltungen, die das Programm für das zweite Halbjahr vorsieht.

Gisela Gärtner konnte wieder eine große Zahl Angehöriger von an Demenz erkrankter Patienten und einige Betroffene begrüßen, die der Einladung gefolgt waren. Schnell hatte man interessante Themen für eine Unterhaltung gefunden, so dass beim Warten auf das Essen keine Langeweile aufkam. 

In gemütlicher Runde genoss man dann nach einem Willkommenstrunk erfrischende Getränke, würzige Grillspezialitäten, schmackhafte Bratkartoffeln, Salate und ein Dessert. Lieder und Gedichte zum Thema Grillen, humorvoll vorgetragen, bereicherten den Nachmittag.

Schmunzeln entlockte den Gästen ein Scherzlied, bei dem nach der Melodie "Geh aus mein Herz und suche Freud" von anderen Liedern jeweils nur die erste Zeile gesungen wurde.

Aus gegebenem Anlass gab die Leiterin noch einige notwendige Programmänderungen bekannt. Die Gäste wurden informiert, dass das kleine Treffen im Juli ausfällt, beim zweiten Treffen im August Christiane Priester zum Thema "Klingende Kommunikation durch Klangschalen" ihre Ausführungen machen wird und für das große Treffen im November Ursula Willenborg als Referentin gewonnen werden konnte.  

Entspannung für Körper und Seele - Besinnungstage auf Wangerooge

Cloppenburg - Martha Gelhaus - Juli 2017

Besinnungstage auf Wangerooge für Frauen zum Auftanken und Entspannen werden einmal im Jahr vom Haus der Senioren angeboten. Die Tage im Haus Meeresstern stehen unter der Leitung von Martha Gelhaus.

Durch unterschiedliche Impulse, mit Einzelnen oder in der Gruppe ins Gespräch zu kommen, ein neues Körperbewusstsein durch Eutonie zu wecken, und Wolken, Wind, Sonne, Sand und Wasser mit allen zu genießen, bringen den Teilnehmern die versprochene Entspannung.

"Kursteilnehmer bestätigen immer wieder, dass es ein einmaliges Angebot für Körper, Geist und Seele ist", so die Leiterin, die für das kommende Jahr in der Zeit vom 14. bis 17. Mai zur Teilnahme einlädt: "Gönnen Sie sich Zeit, die nur Ihnen gehört"!  

Im Kirmestrubel auf der Dorfkirmes im Museumsdorf

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2017

In Erinnerung an die eigene Kinder- und Jugendzeit schwelgten die Besucher einer "Kleinen Reise in die Vergangenheit" beim Besuch der "Historischen Dorfkirmes" im Museumsdorf. Gästeführerin Maria Thien begrüßte die Gruppe, und dann hieß es: "Ab in den Kirmestrubel".

Schnell ließen sich die Gäste von Jubel, Trubel und Heiterkeit anstecken. Der Geruch von gebrannten Mandeln, Pfefferkuchenherzen mit einer Liebeserklärung, Zuckerwatte und diverse Süßigkeiten sorgten für die richtige Einstimmung auf einem Rundgang.

Die Vielfalt der historischen Geschäfte wie Schießbude, Riesenrad (Russische Schaukel), Kinder-Schiffschaukel und "Hau den Lukas" machten den Besuchern die Entscheidung für den Beginn zu einem Rundgang nicht gerade leicht.

Luftballonverkäufer und Clown, der kleine Flohzirkus und die Schaubude riefen Erinnerungen an die eigene Kindheit wach.

Ein "Hingucker" war das Alt-Ammerländer Pferdekarussell. Auf dem Fahrgeschäft, Baujahr 1898 und seit 1979 im Besitz des Museumsdorfes, befinden sich neben 20 hölzernen Pferden auch ein Schwein, ein Löwe und ein See-pferdchen. Wer es gemütlicher mochte, konnte die Fahrt auch in einer der zwei Kutschen oder Gondeln genießen. Das Herzstück des Karussells war jedoch die Orgel, die die dazugehörige Musik verbreitete.

Einige mutige Seniorinnen und Senioren wagten eine Fahrt in der Raupenbahn. Sie ist eine Variante der früheren Berg- und Talbahn, die es bereits um 1900 auf den Märkten gab.

Bei einer anschließenden Kaffeetafel, die in der Zinngießer-Werkstatt stattfand, erfuhren die Besucher noch Interessantes über das Zinngießen und die Herstellung von täglichen Gebrauchsgegenständen wie Löffeln, Kerzenständern oder Bierbechern aus dem Material. Organisatorin Ursula Wichmann und die Besucher waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

Fotos: Peter Maisel

Jahreshauptversammlung der Ehrenamtlichen

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juni2017
Am 12. Juni 2017 fand die jährliche Jahreshauptversammlung der Ehrenamtlichen im Haus der Senioren statt. Die Vorsitzende, Frau ElsbethSüdbeck, führte liebenswert und freundlich durch das Programm. Rückblick und Ausblick bestimmten ihr Kurzreferat, in dem sie von den Highlights des vergangenen Jahres im Haus der Senioren berichtete und besonders das gute Klima im Hause betonte, das offen sei für alle! Trotz einiger „neuer“ Aktivitäten, wie das „Glaubensgespräch“ mit Dr. Christian Lüken oder die „Schatzkiste“ mit Prof. Joachim Tebel, die sich beide inzwischen einen Fankreis erobert hätten, und trotz eines besonderen Lobes der Arbeit im Haus der Senioren in einem Gutachten, das die Stadt Cloppenburg hatte erstellen lassen, beklagte Frau Südbeck einen gewissen Nachwuchsmangel bei den „jungen Alten“, dem mit neuen Ideen und Angeboten begegnet werden müsse. Sie begrüßte Frau Maria Freytäger und Herrn Jürgen Gierenstein, die als neue ehrenamtliche Bürokräfte hatten gewonnen werden können. Nachdem ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden konnte, wurden Frau Südbeck erneut zur Vorsitzenden und Frau Martha Gelhaus als ihre Stellvertreterin gewählt. Danach gab es zahlreiche Verabschiedungen und Neuzugänge: So wird bereits zum 1.7.2017 Frau Karin Rolwers, die 2,5 Jahre als Büroleiterin tätig war, das Haus der Senioren verlassen. Frau Theresia Ostrowski aus Lindern konnte jedoch bereits als ihre Nachfolgerin vorgestellt werden. Sie ist die einzige fest angestellte Mitarbeiterin im Haus der Senioren! Aus dem Vorstand verabschiedeten sich Dieter und Ulla Thomée sowie Herr Martin Kessens, der als Leiter des Katholischen Bildungswerkes zum Jahresende in den Ruhestand gehen wird. Für das Ehepaar Thomée wurden Herr Gerhard Mastall als 2. stellvertretender Vorsitzender und Frau Mechtild Veerkamp als Schriftführerin neu in den Vorstand gewählt sowie Frau Ilona Heydt als Vertreterin des Katholischen Bildungswerks vorgestellt. Auch die Kassenprüferinnen Frau Anneliese Pleyter und Frau Traute Haseborg wurden mit Dank verabschiedet. Frau Maria Freyträger und Frau Mechtild Ottenjann wurden zu neuen Kassenprüferinnen bestellt. Für ihre besonderen ehrenamtlichen Verdienste wurden Frau Maria Kieselhorst (sie leitete über 20 Jahre den Malkurs „Pinselquäler“) und Frau Gerda Maisel (sie war ebenso lange die „gute Seele“ in Haus und Garten) mit einem Blumenstrauß geehrt. Übrigens: Über die vielen Aktivitäten, die im Haus der Senioren stattfinden, informiert regelmäßig die Homepage unter www.senioren-clp.de.Es lohnt sich einmal hineinzuschauen.

Gruppenleiter - Treffen

Cloppenburg - Karin Rolwers - Juni 2017  

Annähernd 70 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das Haus der Senioren, die im Bürodienst, Vorstand, Förderverein und in Gruppen und Arbeitskreisen tätig sind.

Da sich nicht alle kennen, laden der Vorstand und die Büroleiterin einmal jährlich zu einem Treffen ins Haus der Senioren ein. Während einer gemütlichen Kaffeestunde haben die Ehrenamtlichen Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen und etwas über die einzelnen Gruppen in Erfahrung zu bringen.

Elsbeth Südbeck, Vorsitzende des Vorstandes für das Haus der Senioren, konnte in diesem Jahr wieder eine große Zahl Besucherinnen und Besucher begrüßen. „Im Namen des Vorstandes und unserer Büroleiterin, die seit Februar 2015 das Büro leitet, heiße ich Sie hier und heute herzlich willkommen. Ohne Ihr Engagement in den einzelnen Gruppen, Gesprächs- und Arbeitskreisen wäre es nicht möglich, so vielen Menschen interessante Angebote zu machen und sie zum Mitmachen zu bewegen“, so die Vorsitzende, „und ich bin zuversichtlich, dass wir uns und unsere Arbeit durch einen regen Gedankenaustausch besser kennen lernen.“

Wichtig war es ihr zu erwähnen, dass in Zusammenarbeit mit den Montagsfrauen aus dem Bildungswerk und Ehrenamtlichen aus dem Haus der Senioren seit 2 Jahren einmal im Monat Flüchtlinge mit ihren Kindern im Haus betreut und auch Deutschkurse für sie durch des Bildungswerk angeboten werden.

Büroleiterin Karin Rolwers gab anhand einer Fotopräsentation einen Überblick über die große Auswahl an Beschäftigungsangeboten im Haus. Neben den Sprachkursen, den Angeboten für pflegende Angehörige und der Möglichkeit, sich auf musischem und sportlichem Gebiet zu betätigen, hob sie noch den Glaubensgesprächs- und Literaturkreis sowie das Gedächtnistraining hervor. Besonderen Wert legte sie auf die Feststellung, dass auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Waldkindergarten und Cloppenburger Schulen durch das Ableisten von Schulpraktika gegeben ist.

Die Besucher konnten ihre Gruppe und die Arbeit in ihr vorstellen, erläutern und Fragen aus dem Forum beantworten. So kam es zu einem regen Meinungs- und Erfahrungsaustausch bei dem auch Wünsche vorgetragen und Vorschläge gemacht wurden.

Sommerausflug des Café Alzheimer

Cloppenburg - Peter Maisel - Juni 2017

Die Besucher des Café Alzheimer machten den diesjährigen Sommerausflug ins Industriemuseum Lohne. Das im Jahre 2000 eröffnete Museum erzählt den Besuchern von der industriellen Entwicklung der Stadt bzw. der Region.

Während einer gemütlichen Kaffeestunde konnten sich die Gäste aus Cloppenburg für eine einstündige, interessante Führung durch das Museum stärken.

Dann erfuhren sie Details über die Industrialisierung, die arbeitenden Menschen und deren Lebensbedingungen.

Lehrreich war die Entdeckungsreise in die Vergangenheit anhand faszinierender Exponate.

Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen des Museums wurde unter anderem die Fabrikation von Schreibfedern aus Gänsekielen erklärt. Für die Tabakverarbeitung zu Zigarren lagen die Utensilien ebenso vor Ort wie die der Pinsel- und Bürstenherstellung. Die jeweiligen Arbeitsplätze sahen aus, als ob die Arbeiter gerade Mittagspause machten.

„Die Rinde der Korkeiche wird zur Herstellung von Korken genutzt“, so die Gästeführerin. „Der immergrüne Baum wächst im westlichen Mittelmeerraum und ist nicht winterhart“. Charakteristisch für die Korkeiche sind die dicken, längsrissigen Korkschichten, die die Besucher befühlen durften. Neben der Verarbeitung zu Flaschenkorken wird das Material auch zur Schall- und Wärme-Isolierung genutzt, erfuhren die Cloppenburger Gäste.

Faszinierend wirkte auf die Anwesenden die funktionstüchtige Dampfmaschine, die bei jedem Rundgang immer wieder in Betrieb gesetzt wird und vor Kraft strotzt.

Das Beste am Museum ist jedoch, dass die Exponate nicht nur hinter Glasscheiben oder Absperrungen betrachtet werden müssen, sondern Ausstellungsstücke auch angefasst und vor Ort ausprobiert werden können, war die einhellige Meinung der Gäste.

Fotos: Benno Siemer

           1. In der Abteilung Korkverarbeitung, 2. In der Bürstenabteilung

Höchste Eisenbahn - Eine kleine Reise in die Vergangenheit

Cloppenburg- Peter Maisel - Mai 2017
Unter dem Titel "Höchste Eisenbahn" startete eine Gruppe von Senioren zu einer kleinen "Reise in die Vergangenheit" im Museumsdorf. Ihr Ziel war die Ausstellung '150 Jahre Eisenbahn in Oldenburg'. Die Gäste bekamen einen interessanten Einblick in die Gründung der "Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn" (GOE) und die Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke auf Oldenburger Boden im Jahre 1867."DasHerzogtum Oldenburg war bis dahin verkehrstechnisch schlecht erschlossen. Durch den Bau der Eisenbahn und die Anbindung an die Schienenstränge der Nachbarländer, konnten zum Beispiel Düngemittel und Viehfutter importiert und Oldenburger Erzeugnisse wie Fleisch- und Milchprodukte vor allem ins Ruhrgebiet exportiert werden", erläuterte die Gästeführerin. Doch nicht nur die Landwirtschaft nutzte diese Möglichkeit, sondern auch andere Oldenburgische Produzenten sahen im Export unter anderem von Torf, Ziegelsteinen, Fisch, Möbeln und diversen anderen Dingen eine Steigerung des Absatzes ihrer Produkte." Große Bedeutung hatte auch die Entwicklung des Tourismus", so die Gästeführerin, "Die Badegäste reisten mit der Bahn an die Küste und weiter auf die Inseln, so dass sich die Oldenburgische Insel Wangerooge zu einem attraktiven Seebadentwickeln konnte." Im Landesinnern nutzten die Sommerfrischler am Wochenende die Bahn für eine Fahrt ins Grüne. Das Ende des Ersten Weltkrieges brachte auch das Ende der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn. Der Siegeszug des Automobils nach dem zweiten Weltkrieg bedeutete für manche Bahnlinien und -bauten sogar das "Aus". Auf besonderes Interesse stießen bei den Besuchern die Ausführungen über den"Pingel Anton". Die Kleinbahn verkehrte zwischen Cloppenburg und Landesgrenze und ist vielen Cloppenburgern gut bekannt. Schmunzeln rief dabei auch die Tatsache hervor, dass die Lok immer wieder aus der schmalen Spur sprang und mühselig wieder aufgesetzt werden musste. Der Anblick von altem Reisegepäck, emaillierten Fahrplänen, Hinweistafeln und ein Foto vom Pingel Anton bei der Einfahrt in den Cloppenburger Kleinbahnhof boten Eisenbahnromantik pur. Eine gemütliche Kaffeetafel rundete den Besuch ab.                                                                       Fotos: Peter Maisel (5), Archiv Rudolf Lux (2)