Die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher zu Besuch im Haus der Senioren

Cloppenburg  - Martin Kessens - August 2018

Von der Leistungsfähigkeit des Hauses der Senioren überzeugte sich die Bundestagsabgeordnete der CDU Silvia Breher bei einem Besuch auf ihrer Sommertour unter dem Motto „Tag der Generationen“.

 Vorstandsmitglieder, ehrenamtlich Tätige und Vertreter der CDU Fraktion im Stadtrat hießen sie herzlich willkommen. Vorsitzende Elsbeth Südbeck, die Leiterin des Hauses Theresia Ostrowski und die pädagogische Leiterin des Bildungswerkes Ilona Heydt stellten die mannigfachen Angebote für die ältere Generation vor. Die Politikerin war sichtlich erstaunt über so viel ehrenamtliches Engagement und sparte nicht mit Lob für die Ehrenamtlichen. Auch die Stadt Cloppenburg wurde in das Lob einbezogen, die die Seniorenarbeit nicht nur ideell sondern auch materiell unterstützt. So ist u.a. eine Erhöhung des Zuschuss für Seniorenveranstaltungen angedacht. Die Internetplattform für Seniorenangebote ist ein weiteres Beispiel für das Engagement der  jüngsten Stadt Deutschlands für die ältere Generation. Breher, die auch dem Ausschuss für Familie, Jugend Senioren und Frauen angehört, ermunterte die Senioren, sie rechtzeitig anzusprechen, wenn es um Projekte und weitere Vorhaben gehe.
Foto: Martin Kessens

CDU Stadtverband Vorsitzender Prof. Dr. Marco Beeken (2. Von rechts), dann Silvia Breher, Theresia Ostrwoski, Ilona Heydt, Elsbeth Südbeck und weitere Ehrenamtliche und CDU-Politiker/innen

 

Sommerfest der Ehrenamtlichen im Haus der Senioren

Cloppenburg - Martin Kessens - August 2018

Dank, Lob u nd Anerkennung für ehrenamtliche Tätigkeit  prägten das diesjährige Sommerfest des Hauses der Senioren im Foyer des Bildungswerkes Cloppenburg. Vorsitzende Elsbeth Südbeck sparte nicht mit Lob bei der Begrüßung der zahlreich erschienen ehrenamtlich Tätigen. Sie begrüßte besonders die pädagogische Leiterin des Hauses Ilona Heydt, den Vorsitzenden der Fördervereins Heinrich Havermann, sowie Vertreterinnen des Seniorenbeirats. Ohne ehrenamtlichen Einsatz, gäbe es das Haus der Senioren in dieser Form nicht, sagte sie. „Ehrenamt ist unbezahlt und unbezahlbar“.

Zum Gelingen des Festes trugen das Seniorenorchester  unter der Leitung von Bernhard Sibum sowie Dr. Joachim Tebel bei, der mit Seemannsliedern zum Rudelsingen animierte.

Einen besonderen musikalischen Leckerbissen präsentierten die Geschwister Franziska und Lena Behrenswert, die mit Geige und Gitarre drei populäre Musikstücke zum Besten gaben.

„Auf dem Gehaltskonto der Ehrenamtlichen stehen Wertschätzung, Respekt und Freude“, sagte die hauptamtliche Büroleiterin Theresia Ostrowski in ihrer Laudatio, diese widmeten Lebenszeit zum Wohle anderer.  „Das Haus der Senioren ist ein Ort, wo Begegnung stattfindet“.

Geehrt wurden für fünf Jahre Ehrenamt: Gaby Hermes-Imsieke (Gruppe Odense), Ishild Hildebrandt (Englisch), Dr. Christian Lüken (Theologischer Gesprächskreis),

Rudolf Lux (Computerclub und Pflege der Homepage), Ludger Prüllage (EDV-Sprechstunde), Martin Rickwärts (Cafe Alzheimer, Odense) und Irmgard Tiedeken (Odense):

Zehn Jahre Ehrenamt: Lidia Dehring-Pustlauk (Freundeskreis der Deutschen aus Russland), Traute Haseborg (Sonntagstreff),

Fünfzehn Jahre Ehrenamt: Elfie Bahlmann (Hausaufgabenhilfe für benachteiligte Kinder und Flüchtlingskinder), Anni Otten (Frühstückstreff), Rita Witte (Pflege alten Liedgut und Seniorenorchester)

Foto:Martin Kessens

 

Besucher aus Groningen im Haus der Senioren

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2018

Regen Kontakt über die Grenze zu den Niederlanden pflegen die Ehrenamtlichen des Seniorenbüros in Cloppenburg zu einer Gruppe von Ehrenamtlichen in Groningen, die unter dem Namen "Groningen Plus" agiert.

 Als Kontaktperson fungiert dabei immer Derk van Groningen, gebürtiger Niederländer und Ehrenamtlicher im Haus der Senioren. Bei den regelmäßigen Besuchen und Kontakten werden Erfahrungen in der Seniorenarbeit ausgetauscht und Projekte vorgestellt.

 Elsbeth Südbeck, Vorsitzende des Hauses der Senioren, und Theresia Ostrowski, Leiterin des Seniorenbüros, begrüßten die Gäste und einige Büromitarbeiter. Sie gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, dass seit einigen Jahren der gute Kontakt besteht und so gegenseitig Anregungen für eine effektive Seniorenarbeit vermittelt werden können.

 Beim jetzigen Besuch wurde ein niederländisches Projekt vorgestellt, das unter dem Namen "Samen kunst verkennen" (Zusammen Kunst erkunden) stand und am 16. April der Öffentlichkeit in Groningen vorgestellt wurde. Harm Jansen hatte mit seinem Team die Vorarbeiten für das Projekt geleistet und stellte es an diesem Nachmittag in Cloppenburg vor.

 Ziel dieses Projektes war es, dass ältere Menschen, die nicht mehr gerne etwas unternehmen, durch selbst gewählte Themen mit "Gleichgesinnten" in Gruppen zusammenzuarbeiten sollten. Durch das gemeinsame Handeln und die gegenseitige Vorstellung der Arbeitsergebnisse sollten sie motiviert werden, wieder unternehmensfreudiger zu werden.

 40 Interessenten, die durch Flyer oder gezielte Ansprache geworben wurden, mussten sich nach Eingangsgesprächen in Gruppen zusammenfinden und über einen längeren Zeitraum am selben Thema arbeiten.

 So bildeten sich folgende Arbeitsgruppen: Zeichen, Malen, Kreative Keramik, Fotografieren, Theater/Kabarett, ein Kastanien- und Matthäusprojekt. An Hand einer Präsentation stellte Jansen den Besuchern die Themen und die Arbeitsweise der Gruppen vor. 

 Während der Arbeitszeit trafen sich die Gruppen mehrmals zu "Vollversammlungen", in denen Ideen ausgetauscht wurden; aber auch Gruppenmitglieder hatten die Möglichkeit, in eine andere Gruppe zu wechseln. Am Ende des Projektes stellten die jeweiligen Gruppen ihre Arbeitsergebnisse vor.

 In einem abschließenden Interview zeigte sich als Fazit: Die Teilnehmer waren froh, etwas gemacht zu haben, was sie selber wollten; sie durften kreativ arbeiten; nicht die Vorstellung ihrer Präsentation vor den anderen war für sie wichtig, sondern der Weg zum Abschluss und die Freude, zusammen etwas gemacht zu haben.
Eine Fortsetzung soll es geben unter dem Titel "Das Heft in die eigene Hand nehmen".

 Für die aufschlussreiche Darstellung des Projektes erhielten die Gäste aus den Niederlanden viele Dankensworte und verdienten Beifall.

 Von den Gastgebern erfuhren die Groninger Besucher, dass auch das Haus der Senioren mit einigen Projekten aufwarten konnte bzw. kann. Zu ihnen gehörten und gehören die Projekte Senioren als Zeitzeugen im Geschichtsunterricht an Gymnasien, das leider nicht mehr gefragt ist, Jung und Alt mit dem Waldkindergarten, Praktika von Gymnasiasten im Haus der Senioren bzw. mit interessierten Senioren und als neues Projekt "Ahnenforschung". 

Kirche und Kapelle im Museumsdorf besucht

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 201 

Zur ersten kleinen "Reise in die Vergangenheit" in diesem Jahr konnte Ursula Wichmann vom Café Alzheimer zwanzig Besucher am alten Eingang des Museumsdorfes willkommen heißen.

 Die Gruppe wurde von Gästeführerin Ursula Moormann zu einem kleinen Rundgang durch das "Dorf" begrüßt. Die erste Station war die kleine Kapelle aus Ankum, an der die meisten Besucher etwas achtlos vorübergehen.

 Die Besucher erfuhren etwas über die Herkunft des kleinen Heiligenhäuschens, das im Jahre 1735 in Ankum errichtet wurde und als Andachts- und Erinnerungsort diente. Es ist mit einem Ölbild der Hl. Margarethe und des Hl. Nikolaus, den Namenspatronen des Besitzerpaares, ausgestattet.

 In den Besitz des Museumsdorfes kam die Kapelle 1962 und beherbergt seit- dem auch eine Pieta.

 Die alte Fachwerkkirche, datiert in das Jahr 1699, war die zweite Station für die Besucher. Sie stammt aus Klein-Escherde im Landkreis Hildesheim und war als Gotteshaus zu klein geworden. 1977 gelangte sie in den Besitz des Museumsdorfes.

 Die Kirche ist komplett ausgestattet mit Gestühl, Uhren, Beichtstuhl, Harmonium und 14 Stationsbildern. "Da die Gemeinde Klein-Escherde für ihre neue Kirche den Altar, die große Glocke und die Skulpturen behielt, musste für Ersatz gesorgt werden," berichtete Ursula Moormann.

 So wurde der Altar aus der Kirche in Listernohl im Sauerland, die durch den Bau der Biggetalsperre abgerissen wurde, übernommen. Aus dem großen Skulpturen-Fundus des Museumsdorfes wurden verschiedene Figuren in der Kirche aufgestellt.   

 Mit einem Marienlied und dem anschließenden gemütlichen Kaffeetrinken im Quatmannshof wurde die kleine Reise in die Vergangenheit zur Zufriedenheit aller Beteiligten beendet.

Der Frühstückstreff besuchte den "Lokschuppen"

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juli 2018

 Nein, der Lokschuppen in Cloppenburg ist kein Lockschuppen! In diesen Wohnpark werden nicht die Alten und Pflegebedürftigen gelockt, sondern es handelt sich hier um eine attraktive Wohnanlage mit einem Angebot für Service-Wohnen, Pflege-Wohnen und Tagespflege, in die ein alter, unter Denkmalschutz stehender Lokschuppen integriert wurde!

 30 Interessierte folgten der Einladung an das Haus der Senioren zu einem Frühstück mit anschließender Führung durch die Anlage auf dem einstigen Gelände der Fa. „Landmaschinenhandel Bruns GmbH & Co KG“. Auf diesem 24.500 m² großen Grundstück entsteht die Pflegeeinrichtung „Wohnpark Lokschuppen“ mit insgesamt 6.900 m² Wohn- und Nutzfläche.

 Die erste Bauphase wurde im September 2017 abgeschlossen. Im Frühjahr 2018 kam ein weiteres Wohngebäude dazu. An der Gestaltung der Außenanlagen wird noch fleißig gearbeitet. Ziel des Wohnparks ist es, dass jeder Einzelne in diesem Wohn-park so selbstständig wie möglich leben, aber so viel Hilfe wie nötig erhalten soll; alles nach dem Motto: „Altersgerecht wohnen. Selbstbestimmt leben!“

 In drei Gruppen wurden die BesucherInnen durch die Gebäude geführt. Alle Fragen wurden beantwortet. Die Führung begann im denkmalgeschützten Lokschuppen, in den sogar alte Eisenbahnschienen integriert wurden: Er beherbergt heute ein Café, 20 Zimmer für die Tagespflege und ist auch eine Begegnungsstätte für Selbsthilfe-gruppen. Einige noch leerstehende Pflegezimmer wurden gezeigt, alle mit behindertengerechter Nasszelle und Pflegebett.

 Im Haus für die Langzeit-Pflegebedürftigen stehen 162 Pflegeplätze zur Verfügung, die als Einzelzimmer (20 qm), aber auch als Doppelzimmer (45 qm), z.B. für Ehepaare, bereitstehen. Hier wurden den Besuchern zwei beispielhafte Zimmer gezeigt, die von den Bewohnern mit eigenen Möbeln ausgestattet werden dürfen. Es gibt auch einen separaten Demenzbereich mit 22 Einzelzimmern, der aber nicht gezeigt wurde.

 Interessant war ein Gang in das erst jüngst fertiggestellte Wohngebäude mit 66 Wohnungen in einer Größe von 48 bis 65 qm, die komplett ausgestattet sind mit Bad und Küche. Hier können die Menschen in ihren persönlichen Räumen leben, die sie mieten und auch privat möblieren; hier können sie selbst bestimmt wohnen, jedoch bei Bedarf Hilfeleistungen abrufen, bekannt unter dem Schlagwort „betreutes Wohnen“.

 Die BesucherInnen waren erstaunt über die Vielfalt der Angebote. Diskutiert wurde viel über die Wohnqualität, die Pflege, die Ernährung und natürlich auch über die Kosten in den verschiedenen Bereichen. Gerne hätte man ein Gespräch mit dem einen oder anderen Bewohner der Anlage geführt, was aber in der Kürze der Zeit nicht möglich war. Alle BesucherInnen waren dankbar für die gebotenen Einblicke. Viele gingen nachdenklich fort. Es überwog jedoch der Grundtenor: „Zu Hause ist es am schönsten!“ und „Ich möchte so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben!“

Tagesfahrt der Senioren-Wanderer und - Radwanderer

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2018

 Die Teilnehmer der Wander- und Radwandergruppe aus dem Haus der Senioren trafen sich zum gemeinsamen Tagesausflug.

 In diesem Jahr ging es nach Emsbüren ins "Emsflower", Europas größte Beet-Pflanzengärtnerei. Die Besucher erfuhren während einer Führung zunächst die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens, das 1954 als kleine Gärtnerei von Jan Kuipers gegründet wurde.

 Weiter ging es zu einer Produktionsbesichtigung. Hier wurden von einer Besucherplattform aus Einblicke vermittelt in die derzeitige Produktion von Topf- und Beetpflanzen. Interessant war die Beobachtung der Stecklingsroboter, deren Arbeit die Produktionsmitarbeiter ergänzten bzw. korrigierten. Fast lautlos und darum so gespenstisch bewegten sich über eine Induktionsschleife Roboter, die Wagen aus der Produktionshalle zogen.

 Zusätzlich klärte Videomaterial über wichtige und interessante Produktionsschritte auf. "Dadurch", so der Gästeführer, "ist die Produktionsbesichtigung auch außerhalb der Saison interessant".

 Wer das Gelesene besser behalten kann als das Gehörte, wurde gut informiert durch Tafeln, die unter dem Slogan "Gut zu wissen!" Hintergrundwissen vermittelten: Im eigenen Naturholzkraftwerk werden jährlich 30.000 Tonnen Holz aus der Landschaftspflege verbrannt zum Heizen der Gewächshäuser und 400 Millionen Liter Regenwasser aus den Wasserbassins an die Pflanzen abgegeben zur Bewässerung.

 Beachtlich war zu erfahren, dass in einem Jahr in 520.000 Schubkarren Blumenerde aus 500 Millionen Pflanzensamen mehr als 500 schöne Pflanzensorten im Emsflower wachsen.

 Im Schaugewächshaus gedeihen verschiedene Sorten von Schnittblumen und Gemüse, in deren Produktionsweise die Besucher einen Einblick erhielten und für ihre Geduld beim Zuhören unter hochsommerlichen Temperaturen von Tomaten naschen durften .

 Über eintausend freifliegende Schmetterlinge gab es im Schmetterlingsgarten zu bestaunen und deren Lebenszyklus zu verfolgen.

 Nach dem Besuch des Tropengartens, in dem außergewöhnliche Pflanzen und Tiere zu Hause sind, wurde im Restaurant die Mittagspause eingelegt.

 Im angeschlossenen Gartencenter warteten neben diversen Gerätschaften zur Erleichterung der Gartenarbeit auch ein verlockend großes Angebot an Zierrat (Kitsch und Kunst) zur Verschönerung des Gartens auf Käufer. Animiert durch Sonderangebote und Rabatt-Aktionen wechselte so mancher Geldschein den Besitzer.

 Am Ende einer gelungenen Veranstaltung wurden die Organisatoren Gerd Wagner und Egon Druhmann mit viel Lob und Dankesworten bedacht.

Einsatz für mehr Pflegepersonal

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juni 2018

Frau Petra Lübbers informierte im Haus der Senioren über den „Verein Perspektive: Pflege! e.V.“ und über ihre Tätigkeit für diesen Verein, der 2016 durch einen Fördermittelantrag der Gesundheitsregion Vechta, in enger Kooperation mit der Gesundheitsregion Cloppenburg, gegründet wurde. Dadurch entstand in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg eine bis heute nie dagewesene Kooperation der Institutionen und Einrichtungen, die sich speziell um pflegebedürftige Menschen kümmern. Petra Lübbers wurde als Projektkoordinatorin für den Landkreis Cloppenburg eingestellt. Sie kommt gebürtig aus Löningen, ist also in der Region „Oldenburger Münsterland“ verwurzelt. Frau Lübbers berichtete, dass bei der Gründung des Vereins im Landkreis Cloppenburg 17 Einrichtungen beteiligt gewesen seien und „heute sind es bereits 37: Altenheime, Krankenhäuser, Krankenkassen, ambulante Pflegedienste, berufsbildende Einrichtungen und Schulen – ein Pool von Institutionen aus dem Landkreis Cloppenburg“. Diese Vernetzung der verschiedenen Akteure sei einzigartig und zeige deutlich, dass die Einrichtungen etwas gegen den Fachkräftemangel hier in der Region unternehmen wollen. Der Vorstand des „Vereins Perspektive: Pflege! e.V. Cloppenburg“ arbeite ehrenamtlich. Vorstandsmitglieder seien Simone Klemme, Manfred Bockhorst, Maria Witte sowie seit seiner Pensionierung Martin Kessens als Schatzmeister. Frau Lübbers organisiert Projekttage, Workshops etc., um das Image der pflegenden Berufe aufzuwerten und mehr Fachkräfte einzuwerben! So haben z. B. an den Projekttagen im November 2017 viele „Schüler mitgewirkt, die mit professioneller Unterstützung Videos gedreht, Plakate entworfen und Beiträge für die sozialen Medien gestaltet haben, die als Werbematerial genutzt werden sollen“. Das Ziel sei es, das Image der Berufe in der Pflege zu verbessern und den Menschen im Landkreis aufzuzeigen, wieso es sich lohne, die Ausbildung hier im Landkreis zu machen und danach auch in den Einrichtungen des Landkreises zu arbeiten. An den sehr informativen und mit großer Begeisterung für das Thema dargebotenen Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an über die Situation besonders in Cloppenburg vor Ort. „Betreutes Wohnen“, „Wohnen im Alter“, „Wo gibt es Hilfe“ waren nur einige Themen, die angesprochen wurden. Frau Lübbers hat ihr Büro im Haus der Senioren und ist unter der Tel.-Nr. 04471/ 8503703 zu erreichen.

Besucher staunten über die "Drei Birken in der Bratpfanne"

Cloppenburg - Peter Maisel - Juni 201

Die Besucher des Café Alzheimer trafen sich bei sommerlichem Wetter im Privat-Atelier Rainer Blum. Sie suchten vergeblich nach einer herkömmlichen Klinke am Gartentor. Wer jedoch den Schiebemechanismus mit der Bambusstange entdeckte und beherrschte, bekam Einlass.

Als erstes fiel der große gelbe Frosch ins Auge, der zum Empfang der Post sein Maul weit öffnet. "Die Postzusteller haben ihn als Briefkasten sehr gut angenommen", so der Hausherr. Frösche in allen Größen, Farben und Positionen sind seine bevorzugten Skulpturen in vielen Winkeln des Gartens.

Aber auch anderes Getier wie schnatternde Gänse, grimmig aussehende Eulen, schlanke Reiher am Gartenteich, ein Salamander und ein Chamäleon im Bambusgarten zählen zu seinen Holzskulpturen. Angst einflößend sind überdimensional große Tiere wie Hornisse, Spinne und Käfer, die den sehenswerten Garten des Ehepaares Blum bevölkern.

Hohe Rhododendren spendeten ebenso wie die Clematis den Besuchern aus dem Haus der Senioren Schatten für eine angeregte, fachkundige und erklärende Unterhaltung mit den Gastgebern.

Daneben ist die Welt der kleinen Bäume eine Liebhaberei Rainer Blums. Mit viel Liebe und Geduld kümmert er sich um seine zahlreichen Bonsais. Eine Originalität bilden die "drei Birken in der Bratpfanne".

Neben unzähligen Kulturpflanzen sind Nutzpflanzen im Garten zu finden, die Hausherrin Lilli Blum den interessierten Besuchern stolz vorführte. Unter Brombeerranken hindurch gelangt der Besucher in einen Bereich mit Gemüsepflanzen. Stangenbohnen ranken sich an Bambusrohren in eine beträchtliche Höhe. Buschbohnen und Kartoffeln tragen zu einer gesunden Ernährung des Paares bei.

Einige skurrile Möbelstücke wie Tischplatten, in Form einer Weintraube oder von Äpfeln und ein Lehnstuhl aus einer Birne und Äpfeln bestehend, zogen das Augenmerk der Besucher auf sich. Auch hier bewies der Hausherr Humor, als er den Namen "Obstler-Eck" für die Gruppe hörte.

Als weiteres Kuriosum kann der hölzerne Maulwurfshügel angesehen werden, der, schichtweise geöffnet, sowohl den Maulwurf als auch den Regenwurm in der Erde dem Besucher preisgibt.

"Sogar die Bremer Stadtmusikanten sind da", staunte eine Besucherin. Bei genauerem Hinsehen waren es aber Schwein, Puter, Ente und Hahn, die einen Turm bilden. Blum, zum Scherzen aufgelegt: "Wenn sie die "Bremer" wollen, setze ich mich einfach dazu!" Die Umstehenden quittierten sein Handeln mit viel Gelächter.

Beim Abschied wurde das Versprechen gegeben, einmal wieder zu kommen. Es wurde augenzwinkernd kommentiert vom Künstler: "Das ist gut, denn der eine oder andere wird bis dahin sicherlich vergessen haben, wie schön es bei uns ist". 

Jahreshauptversammlung der Ehrenamtlichen im Haus der Senioren

Münsterländische Tageszeitung vom13.06.2018

Gute Einstellung - Nachahmer gesucht!

Selbstheilungskräfte für den Körper

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Mai 2018

„Ich bin dann mal „ent-spannt“ – Schnell gesagt in einer schnellen Zeit …“ Zu diesem im Haus der Senioren angebotenen „Frühstücks-Thema“ konnte Frau Martina Vornhagen zahlreiche Interessierte begrüßen.

„Im Lebensalltag merken wir gar nicht mehr, wie wir nur noch funktionieren … die Zeit fliegt uns weg“, erklärte die Referentin. Deshalb begann sie ihren Vortrag auch zunächst mit einer Entspannungsübung; die Zuhörer(innen) sollten spüren, dass sie gelassener werden können, dass es möglich ist, durch bestimmte Übungen wieder mehr Kraft und Gelassenheit zu erlangen.

Die Selbstheilungskräfte des Körpers sollten aktiviert werden, „um nicht immer im Strom der getriebenen Zeit“ zu schwimmen! Dazu gehören z.B. gefühlte Phantasiereisen oder kleine Übungen, um positive Energie aufzutanken.

Frau Vornhagen hatte auch Klangschalen mitgebracht, deren „Schwingungen im Körper die letzte Zelle erreichen“. Als „Klangmassage“ legte sie auf die Handinnenfläche eines jeden Anwesenden eine kleine Klangschale und schlug diese dann an. Das führte natürlich zu angeregten Diskussionen ob ihrer Wirkung. Manche empfanden ein unmittelbares Wohlgefühl; andere bemerkten spontan keine entspannende Wirkung. Jeder sollte für sich die richtige Methode entwickeln, um im „Jetzt“ zu leben, um sich nicht mehr getrieben zu fühlen vom „Du musst“.

„Laden Sie Ihren Akku immer wieder auf, um neue Kraft, Gelassenheit und Lebensfreude zurück zu gewinnen“ lautete das Fazit der Referentin. 

Unterwegs rund um Cloppenburg mit den Radwanderen

Cloppenburg - Peter Maisel - Mai 2018

Das Fahrrad geputzt, die Kette geölt, die Bremsen nachgezogen, Beleuchtung, Bereifung und die Glocke überprüft - so gerüstet für eine Radfahrt traten die Radwanderer aus dem Haus der Senioren wieder in die Pedalen zu ihrer ersten Ausfahrt in die Radfahrsaison 2018.

Bei frühlingshaften Temperaturen, jedoch begleitet von starkem Gegenwind, setzten sich etwa 30 Radfahrer vom Wendehammer am Cappelner Damm aus in die Gemeinde Cappeln in Bewegung.

Während die überwiegende Zahl der Teilnehmer inzwischen mit einem Pedelec unterwegs ist, fahren einige Unentwegte immer noch ohne "Hilfsmotor"und trotzen so tapfer der Natur und ihren Unbillen. Am Ende der Fahrt waren sie diejenigen, die die größten körperlichen Anstrengungen des Nachmittags er-bracht hatten.

Nach der Pause von November bis März, freuten sich alle, wieder die Natur zu erleben. Oft lernen sie dabei auch kleine Sehenswürdigkeiten der Region kennen, die an der Fahrtroute liegen.

Besonders gern wird die traditionelle Bonbonpause angenommen, die für die strapazierten Gelenke eine kleine Entspannung bedeutet.

Die Organisatoren waren mit dem Verlauf der ersten Fahrt zufrieden und würden sich freuen, wenn sich weitere Interessenten zu den jeweils am 2. und 4. Donnerstag um 15 Uhr stattfindenden Fahrten einfänden, um sich mit auf die maximal 25 km lange Strecke zu begeben.

Die verschiedenen Treffpunkte für den gemeinsamen Start sind der Hof Scharpekant (Bether Straße), der Wendehammer am Cappelner Damm und der neue Andreas Friedhof (Kirchhofstraße). Sie sind mit den jeweiligen Terminen in einem Flyer verzeichnet, der im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15 ausliegt.

Auch telefonisch können sich Interessenten unter der Nummer 04471/87688 während der Bürozeiten im Haus der Senioren Mo.-Fr. von 9-12 Uhr informieren. Auch im Internet gibt es Auskunft unter www.senioren-clp.de.

Basale Stimulation - Elementare Anregung

Cloppenburg- Peter Maisel - Mai 2018

Zum Thema „Basale Stimulation“ machte Gisela Gärtner, Leiterin der Selbsthilfegruppe „Cafe‘ Alzheimer“ im Haus der Senioren, ihre Ausführungen. Übersetzt bedeutet: basal = grundlegend, elementar; Stimulation = Anregung. "Der Mensch nimmt seine Umgebung über seine fünf Sinne: Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen wahr," so die Referentin. Bei gesunden Personen werden diese durch die Umwelt und die ständige Kommunikation mit anderen Mitmenschen im Gleichklang stimuliert; so entsteht Wohlbefinden. Eine besondere Rolle nimmt hier die Berührung ein. Über die Haut werden Empfindungen wie Kälte, Wärme, Druck, Schmerz und eine Vielfalt von Emotionen registriert. Berührung ist eine biologische Notwendigkeit. Schon der Embryo und das Neugeborene braucht diese positive Berührung für seine weitere körperliche und seelische Entwicklung." Bei Schwerkranken, pflegebedürftigen Menschen kommt es oft zu einer Reizverarmung. Dies kann im Allgemeinen und insbesondere in Bezug auf die Selbstwahrnehmung zu Orientierungsverlusten führen" erläuterte Gärtner weiter. Hier führt „Basale Stimulation“, richtig angewandt, zu verbesserter Wahrnehmung, größerer Zufriedenheit und mehr Lebensqualität. Dies gilt sowohl für die betroffene Person, als auch für Pflegende und Betreuende. Basale Stimulation kann in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. In der Pflege z.B. durch Waschungen, Lagerungstechniken und Einreibungen. Dadurch werden Reize auf der Haut erzeugt, die Wahrnehmung und Atmung unterstützen oder eine anregende bzw. beruhigende Wirkung erzielen. Ein Beispiel durften die Besucher am eigenen Leib erfahren, in dem sie sich gegenseitig eine „Rückenmassage“ verabreichten. Weiter hinkönnen die verschiedenen Sinne bei schwerkranken Patienten durch eine Vielzahl an Angeboten und Materialien direkt „am Bett“ angeregt werden. Für den Bereich des Gehörsinns sind dies zum Beispiel die Musik und gesprochene Texte. Das Sehen kann durch die Vielfalt und Farbenpracht der Pflanzen- und Tierweltangeregt werden. Durch verschiedene Düfte wird der Geruchssinn aktiviert. Zur Stimulierung des Geschmackssinnes kann die reizvolle und angenehme Nahrungsaufnahme beitragen. Der Tastsinn schließlich wird beispielsweise durch Anfassen/Ertasten von Gegenständen und unterschiedlichen Materialien gestärkt. Dies konnten die Besucher spielerisch testen." Insgesamt", so die Referentin, "bietet Basale Stimulation die Möglichkeit, Menschen, die in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt sind, besser begleiten und fördern zu können". Wenn die Sprache versagt, wird insbesondere die Berührung als Mittel zur Kommunikation eingesetzt. Eine Therapie orientiert sich an den Ressourcen (den noch vorhandenen Fähigkeiten) der betroffenen Person.

"Fit im Auto"

Fahrtraining mit Fahrlehrer für Senioren ab 65 Jahre

Unter diesem Titel wurde im Haus der Senioren für die Aktion durch Aushang geworben. Die Veranstaltung wird nicht vom Haus angeboten, sondern von der Kreisverkehrswacht. Peter Maisel, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Haus, testete das Angebot und berichtet hier davon:

"Bei der Aktion war allerdings neu, dass nach einem theoretischen Teil durch die Polizei neben dem Fahrtraining im eigenen Wagen auf dem Übungsplatz des Veranstalters auch Fahrten mit Fahrschulwagen im öffentlichen Straßenverkehr stattfinden sollten.

"Aha", war mein erster Gedanke, "jetzt will man also doch uns "Alten" an den Führerschein". Diese Befürchtung teilte ich für einen Moment mit vielen älteren Autofahrern.  Als "Ersatzmann" fuhr ich dann jedoch zum angesagten Termin auf das Übungsgelände.

Im ersten Teil der Veranstaltung hatte die Polizei das Wort. Ihr Vertreter, Achim Wach, sah die fragenden Blicke einiger Teilnehmer und beruhigte sie: "Wir wollen auf keinen Fall ihren Führerschein, sondern ihnen helfen, sich im stetig wachsenden Straßenverkehr sicherer zu fühlen!" Das klang beruhigend in den Ohren der Anwesenden.

Danach gab es wichtige Informationen zu gesetzlichen Änderungen in der Straßenverkehrsordnung unter anderem zum Überholverbot von haltenden Bussen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften, zum Kreisverkehr und zum Befahren von Radfahrwege. Hierzu gab es eifrige Diskussionsbeiträge, die oft in einem humorvollen Lacher endeten.  

Im zweiten Teil der Veranstaltung absolvierte eine Gruppe auf dem Trainingsgelände diverse Übungen, während zwei andere Gruppen sich mit Fahrschulwagen durch den öffentlichen Straßenverkehr bewegten.

Für mich ging es auf dem Trainingsgelände weiter. Slalomfahren mit verschiedenen Geschwindigkeiten und das abrupte Bremsen auf nasser Fahrbahn waren für mich nicht ganz neu. Allerdings war die Reaktion des Fahrzeugs bei der Vollbremsung und das Quietschen der Reifen auf der nassen Fahrbahn etwas gewöhnungsbedürftig. Hierbei half auch nicht die Stimme des Fahrlehrers, die über Funk Anweisungen gab: "Beschleunigen sie, schön geradeaus blicken, Spur halten und lächeln". Wie sollte ich bei der Konzentration auch noch lächeln? Der Mut, das Bremspedal mit voller Kraft durchzutreten, wurde bei jeder Runde größer. Damit wuchs die Verlässlichkeit auf mein Reaktionsvermögen und mein Auto.

Als Beifahrer erlebte ich die erste Fahrt durch die Stadt. Etwas beklommen wurde mir jedoch bei dem Gedanken, Fehler zu machen. Dazu kam, dass es meine zweite Fahrt in einem Automatik-Fahrzeug sein würde.

Zum Weiterdenken blieb keine Zeit, denn die freundliche Stimme des Fahrlehrers sagte: "Jetzt sind sie dran. Sitzen sie richtig? Dann gurten sie sich an, stellen den linken Fuß zur Seite, treten die Bremse, drücken auf den Startknopf, schalten den Hebel auf "D" und geben etwas Gas!"

Alles klappte, und es wurde eine problemlose Fahrt. Alle vorherigen Bedenken waren verschwunden. Auf eventuelle Fehler hätte mich der Fahrlehrer aufmerksam gemacht.

Froh, entgegen aller Bedenken mitgemacht zu haben, kann ich nur jedem empfehlen, die Gelegenheit zur Teilnahme an einer Veranstaltung "Fit im Auto" zu nutzen. Sie bestätigt einem, noch genügend gewappnet zu sein für den Straßenverkehr."                    Foto: Hubert Kulgemeyer, MT

Dank für Engagement - Kursleiter waren ins "Haus der Senioren" eingeladen

Cloppenburg  - Peter Maisel - April 2018

Leiterinnen und Leiter von Kursen im Haus der Senioren waren von Elsbeth Südbeck, Vorsitzende des Vorstandes für das Haus der Senioren, und Theresia Ostrowski, Leiterin des Seniorenbüros, zu einem Treffen eingeladen worden.

Eine große Zahl der über 20 Angesprochenen war der Einladung gefolgt. Die Vorsitzende begrüßte die Gäste und mit ihnen auch eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürodienstes.

Sie brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass das Interesse an einer solchen Zusammenkunft so große Resonanz fand. Bei einer gemütlichen Kaffeetafel gab es Gelegenheit, die einzelnen Leiter/innen kennenzulernen, zumal in den letzten Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen ein zum Teil starker Wechsel in der Leitung der Kurse erfolgte.

Darüber hinaus hatten diejenigen, deren Tätigkeit überwiegend außerhalb des Hauses stattfindet, die Möglichkeit, das Haus bzw. Neuerungen in ihm kennen zu lernen.

Die Vorsitzende gab einen Überblick über die Neuerungen und vor allem über die Vielzahl der Kurse, die im Haus stattfinden. In dem Zusammenhang dankte sie allen, die sich in der Leitung eines Kurses engagieren.

Theresia Ostrowski, seit nunmehr fast einem Jahr Leiterin des Seniorenbüros, stellte sich und ihre Arbeit vor. Sie dankte ebenfalls allen Anwesenden für ihren ehrenamtlichen, engagierten Einsatz. Dabei lud sie zum Sommerfest für alle Ehrenamtlichen des Hauses ein, das am 14. August um 16 Uhr im Bildungswerk gefeiert wird, zu dem aber noch eine persönliche Einladung des Hauses erfolgt.

Auch auf den "Tag der Offenen Tür" im Haus der Senioren am 21. Oktober und auf eine Ausstellung der Malgruppe "Die Pinselquäler" im Bildungswerk, die zu gegebener Zeit in der Presse angekündigt werden, wies Theresia Ostrowski hin.

Nach dem offiziellen Teil gab es Gelegenheit, miteinander zu sprechen bzw. mit der Vorsitzenden und der Büroleiterin interne Angelegenheiten zu erörtern.