Haus der Senioren freut sich über neuen Beamer

Münsterländische Tageszeitung, Samstag 05. Oktober 2019

Antiquitäten werden lebendig

Münsterländische Tageszeitung, Samstag 05. Oktober 2019

Ilona Heydt referiert über Erwachsenbildung

Münsterländische Tageszeitung, Samstag 05. Oktober 2019

Fridays for Future - Alles fürs Klima

Cloppenburg - Rudolf Lux - September 2019

Wir waren dabei! Dem Aufruf "Alles fürs Klima" am Freitag, den 20. September 2019, folgten nicht nur die Schüler und jugendliche Klimaaktivisten, sowie  Eltern und Rentner nahmen an dieser Aktion teil. Auch das "Haus der Senioren" nahm mit dem wohl größten Transparent an der Demo teil.

Chorgesang im Gartencenter

Cloppenburg - Peter Maisel 

 Nicht immer nur in den vier Wänden des Hauses der Senioren wollten die Sängerinnen und Sänger der Gruppe "Pflege alten Liedguts", unter der Leitung von Anneliese Pleyter, ihre Gesangstunde absolvieren. So besuchten sie vor einiger Zeit die ehemalige Leiterin der Gruppe im Seniorenzentrum Molbergen. Zusammen mit den Bewohnern des Hauses und einigem Personal verging beim gemeinsamen Singen die Zeit wie im Fluge.

 In der vorigen Woche ging es ins Gartencenter Aumann in Varrelbusch. Der Nachmittag begann mit einer gemütlichen Kaffeezeit, während der sich alle viel zu erzählen hatten; danach wurde gesungen. Anschließend gab es unter fachkundiger Leitung eine kleine Führung, bei der die Sängerinnen und Sänger interessante Erkenntnissen unter anderem über die Pflege von Garten- und Zimmerpflanzen vermittelt bekamen. Wann und wer das nächste Mal besucht wird, steht noch in den Sternen.

Foto: Peter Maisel

Die neue WG des St. Pius-Stiftes

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - August 2019

 Das gab es in Cloppenburg noch nicht: eine WG nur für Senioren! Aloys Freese, Pflegedienstleiter im St. Pius-Stift in Cloppenburg, stellte im Haus der Senioren dieses neue Projekt des St. Pius-Stifts vor.

 Zunächst sind vier Wohngemeinschaften im neuerbauten Haus „Am Alten Gaswerk“ geplant: zentrumsnah, d.h. kurze Wege zu Ärzten, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten sowie zu Bahnhof und Bussen – so der Referent. Der Initiator, das St. Pius-Stift, will dieses Projekt ergänzend zu seinem derzeitigen Angebot in die Wege leiten. Es soll eine Alternative zum „betreuten Wohnen“ sein.

 Das z. B. in Vechta schon bewährte Konzept beinhaltet, dass jeweils sechs Senioren „ab Pflegegrad 2“ eine Wohngemeinschaft bilden. „Sie werden zusammen in einer großen Wohnung leben mit einem gemeinsamen offenen Küchen- und Wohnraum. Die zwei Wohnungen im Erdgeschoss haben eine Terrasse mit dem Zugang zu einem speziell angelegten Demenzgarten, der von außen nicht betreten und von innen nicht nach draußen verlassen werden kann.

 Die zwei Wohnungen im Obergeschoss haben einen Balkon. Für jede/n gibt es – als Rückzugsort – zudem ein eigenes, 26 m2 großes, barrierefreies Apartment mit Nasszelle, das mit eigenen Möbeln eingerichtet werden darf“, erklärte Herr Freese.

 Somit wird es „Am Alten Gaswerk“ im Erdgeschoss zwei Wohnge-meinschaften für an Demenz Erkrankte und im 1. Stock zwei für Menschen mit körperlicher Behinderung geben. In den WGs soll der ganz normale Alltag gelebt werden.

 Jede/r kann und soll sich nach ihren/seinen Möglichkeiten bei den täg-lichen Verrichtungen im Haushalt einbringen und beteiligen. Alle Mahl-zeiten sollen gemeinsam zubereitet werden; es wird eine gemeinsame Haushaltskasse geben. „Selbstbestimmend und aktiv mit Lebensfreude am Leben teilnehmen können, aber rund um die Uhr unterstützend begleitet von geschulten MitarbeiterInnen der Caritas Sozialstation“, das ist die Devise.

 Vermieter der Wohnungen ist das St. Pius-Stift, das den Bewohnern vertraglich ein Bleiberecht bis zum Tode einräumt! Mitbestimmung ist wichtig: So sollen sich die Mitglieder einer WG nicht nur ihr tägliches Leben selbst organisieren, sondern sie entscheiden z. B. auch über die Aufnahme eines neuen Mitglieds in ihre Wohngemeinschaft.

 Wer Interesse an diesem neuen Projekt hat, kann sich im Internet unter www.senioren-wg-cloppenburg.de oder telefonisch bei Herrn Freese unter 04471/183-0 informieren.

Lach-Yoga im Café Alzheimer

Cloppenburg - Peter Maisel - August 2019

 Vor zwei großen Smileys an der Wand, das eine lachend und das andere griesgrämig, und bekleidet mit einem gelben T-Shirt, ein lachendes Gesicht zeigend, agierte eine "quirlige" Petra Langhorst lachend vor annähernd 30 Besuchern im Café Alzheimer im Haus der Senioren.

 "Wollt ihr mehr Lebensfreude, wollt ihr mehr Gesundheit, wollt ihr mehr Zufriedenheit"? fragte sie an diesem Nachmittag immer wieder lautstark die Anwesenden und erfuhr ebenso kräftig jedes Mal die Antwort "Ja!" gefolgt von einem fröhlichen Lachen.

 Die Lach-Yoga-Trainerin aus Löningen fand auf diese Art und Weise schnell Zugang zu den Besuchern, die sie zum Thema "Lach-Yoga" informieren und für eine andere Art des Lachens sensibilisieren wollte, was ihr am Ende der Veranstaltung auch geglückt war.

 "Als Erfinder des Lach-Yoga gilt der indische Arzt Dr. Madan Kutaria", so Langhorst, "der 1995 nach einer Methode suchte, die Menschen mehr zum Lachen zu bringen, denn Lachen macht und hält gesund, unabhängig vom Grund."

 In mehreren Schritten führte sie dann mit der Gruppe Lachübungen durch, die eine Kombination aus Klatsch-, Dehn- und Atemübungen in Verbindung mit pantomimischen Übungen waren, die mit einem Lachen endeten.

 Im ersten Schritt wurde rhythmisch geklatscht, mit gespreizten Fingern, wie es Kinder machen. Dazu wurden verschiedene Körperbewegungen ausgeführt und der Blickkontakt zu den anderen Teilnehmern intensiviert sowie die Klatschgeschwindigkeit langsam gesteigert.

 In der anschließenden Übung kam zum Klatschen das rhythmische Sprechen der Lachsilben "ho" und "ha" hinzu, wobei auch das "Grimassenschneiden" angesagt war.

 Als sehr wichtig im Lach-Yoga bezeichnete Langhorst das richtige Atmen. Auf ein tiefes Einatmen aus der Rumpfbeuge heraus zum gestreckten Oberkörper mit gespreizten Armen folgte ein kurzes Innehalten bis zum befreienden Ausatmen.

 In einer weiteren Übung, genannt kindliche Verspieltheit, kitzelten die Besucher gegenseitig die Handinnenflächen, wie es Kinder tun, was zum Lachen führte und mit einem freudigen Füßetrampeln endete. 

 Mit einer verdienten Entspannungsphase während einer Meditation beendete die Trainerin die Aktivitäten der Gruppe, deren Gesichtszüge sich gelöst und lächelnd zeigten.

 Die Bemühungen Petra Langhorsts, die Anwesenden ohne Witze, Anekdoten oder einen bestimmten Grund zum Lachen zu bringen, zeigten vollen Erfolg. Nach der Veranstaltung wurde noch viel gelacht und über das Erlebte lachend geredet.

Fotos: Peter Maisel

Münsterländische Tageszeitung, Mittwoch, 14. August 2019

Münsterländische Tageszeitung, Mittwoch, 07. August 2019

Wer will mitspielen?

Cloppenburg - Peter Maisel - August 2019

 

Wer will mitspielen? Mit dieser Frage wollen die Mitglieder der Gruppe "Brett-, Würfel- und Kartenspiele" auf sich aufmerksam machen.

 Gesellschaftsspiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Sie fördern das soziale Miteinander, regen zu Gesprächen und zum Lachen an und halten das Gedächtnis auf Trapp.

 Die Gruppe unter der Leitung von Marianne Trischkat trifft sich alle 14 Tage freitags um 14 Uhr im Haus der Senioren und möchte spielfreudige Frauen und Männer zum Mitspielen einladen.

Das erste Treffen nach der Sommerpause findet am Freitag, 16. August in der Geschwister-Scholl-Straße 15 statt.  

In Erinnerungen geschwelgt

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2019

"Man ist so alt, wie man sich fühlt" sagen sich die Besucher des Café Alzheimer, wenn sie jedes Jahr wieder die Historische Kirmes auf dem Dorfplatz (Brink) im Museumsdorf besuchen.

 Sie genießen Jubel, Trubel und Heiterkeit, die dort herrschen und lassen sich von allem schnell anstecken und zum Mitmachen animieren. Dabei sind der Geruch von gebrannten Mandeln, Pfefferkuchenherzen mit einer Liebeserklärung, Zuckerwatte und diverse andere Süßigkeiten besonders geeignet, für die richtige Einstimmung auf das Treiben zu sorgen und zu einem Rundgang einzuladen.

 Der Besuch begann mit einer gemeinsamen Kaffeetafel, die von den Museumspädagoginnen Maria Thien und Monika Malinowski, die auch die Begleiterinnen beim Rundgang waren, vorbereitet wurde.

 Wer jedoch glaubt, dass die Vielfalt der historischen Geschäfte wie Schießbude, Riesenrad (Russische Schaukel) und das Alt-Ammerländer Pferdekarussell den Besuchern die Entscheidung für den Beginn zu einem Rundgang nicht gerade leicht machten, der irrt. Auch ein Gewitterschauer tat dem Tatendrang der Besucher/innen keinen Abbruch.

 Zielgerichtet schlenderte die Gruppe zum Karussell, das als "Hingucker" gilt. Einige ritten auf den edlen Rössern oder machten es sich in einer Gondel oder Kutsche bequem. Das Herzstück des Karussells, die Orgel, verbreitete die dazugehörige Musik; und so drehte sich das Karussell zum Lied "Steig in die Gondel, Luise!“, und die Fahrgäste schwelgten in alten Erinnerungen.

 Ein weiteres Ziel war die Raupenbahn, eine Variante der früheren Berg- und Talbahn. Nach einer flotten Fahrt, teilweise mit viel Juchée unter dem Verdeck, äußerte sich eine "Mutige" beim Verlassen des Fahrgeschäftes zufrieden und stolz: "Dass ich mit 84 Jahren noch einmal in der Raupenbahn fahren würde, hätte ich nicht zu träumen gewagt – na ja, je öller, je döller!"

 Für die Organisatorin Ursula Wichmann und die Museumspädagoginnen gab es am Ende der Veranstaltung viele Worte des Dankes und das Versprechen, im nächsten Jahr wieder die "Historische Kirmes" besuchen zu wollen.

 

Fotos: Peter Maisel

Ausflug ans "MEER"

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juli 2019

 Das Organisationsteam des „Café Alzheimer“ hatte einen Ausflug ans Zwischenahner Meer, der „Perle des Ammerlandes“, organisiert, und etwa 30 Personen folgten der Einladung.

 Mit dem Bus ging es direkt zum Fährkroog nach Dreibergen, wo eine reich gedeckte Kaffeetafel schon auf die Gäste wartete. Bei angenehmen Temperaturen – und etwas Nieselregen – konnte sich die Gruppe danach ein wenig die „Füße vertreten“ und die „Lampenputzer“ und Seerosen am Uferrand bewundern, bevor es mit dem Fahrgastschiff „MS Bad Zwischenahn“ zu einer Rundreise auf dem „Meer“ ging.

 Das drittgrößte Binnengewässer in Niedersachsen hat eine Wasserfläche von 526 ha, befindet sich über einem Salzstock und ist im Durchschnitt nur 3,30 m tief. Bestaunt wurden die vielen Segelboote, die hier ihren Heimathafen haben oder auch die zahlreichen hübschen Grundstücke mit zum Teil reetgedeckten Häusern direkt am See. Der riesige Wels, der der Legende nach 3,50 m lang sein soll, wurde allerdings nicht gesichtet.

 Nach einer einstündigen Rundfahrt verließ die Gruppe – einige bestückt mit einem „Zwischenahner Aal“ – wieder das Schiff und begab sich mit dem Bus auf die Reise durch das schöne Ammerland mit seinen vielen Baumschulen zurück ins Oldenburger Münsterland. Alle waren dankbar für einen erholsamen Nachmittag!

 

Fotos: Mechtild Ottenjann 

Münsterländische Tageszeitung, Freitag, 26. Juli 2019

Zu Besuch beim Respekt einflößenden Tyrannosaurus Rex

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2019 

Auf den Spuren von Lebewesen, die vor vielen Millionen Jahren unser Land bewohnten, bewegten sich die Wanderer und Radwanderer aus dem Haus der Senioren. Ihr diesjähriger gemeinsamer Sommerausflug führte sie in den Dinosaurier Park in Münchehagen, Europas größtes privat betriebenes Dinosaurier-Freilichtmuseum.

 "Herzlich willkommen zu einer Zeitreise durch Jahrmillionen der Erdgeschichte auf einem 2,5 km langen Rundweg durch das Freilichtmuseum ", so der Museumsführer in seiner Begrüßung.

 Die Gäste machten in verschiedenen geologischen Abschnitten die Bekannt-schaft mit lebensechten Rekonstruktionen von charakteristischen und besonders imposanten ausgestorbenen Tieren des entsprechenden Zeitalters aus verschiedenen Teilen der Erde, die in Originalgröße ausgestellt sind.

 Sie hörten von Flugsauriern, pflanzenfressenden Sauriern und den Raubsauriern, von denen wohl der berühmteste der "Tyrannosaurus Rex" ist und als König der fleischfressenden  Dinosaurier bezeichnet wird. Bei der Begegnung mit dieser gewaltigen "Fressmaschine" flößten deren Ausmaße dem einen oder anderen Besucher Respekt ein.  

 Beeindruckt vernahmen sie die Daten des Riesen, der in seinem Lebensraum wohl der bekannteste war. Sie wurden mit ca. 4 m Schulterhöhe und 13 m Länge angegeben. "Während man Länge und Höhe anhand von Skelettfunden ziemlich genau bestimmen kann, kann das Gewicht zwischen 4,5 und 9,5 Tonnen nur geschätzt werden", so der Museumsführer.

 Da der Gigant wegen seiner Größe nicht auf dem Landweg ins Museum gebracht werden konnte, musste er mit dem Hubschrauber transportiert und schließlich über dem jetzigen Standort aus einer bestimmten Höhe abgeworfen werden. Das diente gleichzeitig einer Material-Qualitätsprüfung und Standfestigkeitskontrolle, damit die Figur aufgestellt werden kann, wie zu erfahren war.

 Unter den Beinen des "Giganten" hindurch gelangte die Gruppe schließlich in die verglaste Halle mit den Saurierfährten. Sie ist das Zentrum des Naturdenkmals "Saurierfährten" mit über 300 versteinerten Dinosaurierspuren. "Diese wurden in den 1980er Jahren in einem Steinbruch in Münchehagen entdeckt und sind der Ausgangspunkt für die Entstehung des "Dino-Parks"", erfuhren die Cloppenburger Gäste.

 Im Steinbruch des Geländes, in dem Besucher sich auch als Archäologen betätigen können, werden ständig neue Funde entdeckt, die die Erkenntnis über die Urzeit ergänzen und so die "Faszination Dinosaurier" bei kleinen und großen Besuchern aufrecht erhalten und immer wieder neu beleben.

Fotos: Peter Maisel 

Friesland und Ostfriesland im Fokus von Eckhard Albrecht

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juli 201 

Zum 16. Mal weilte Eckhard Albrecht im Haus der Senioren, um die interessierten BesucherInnen über „Kleinode in der Landschaft“ zu informieren. In viele erwartungsfrohe Gesichter konnte der Referent schauen, als er im voll besetz-ten Vortragsraum seine Gäste mit einem Power-Point-Vortrag mitnahm auf eine Reise nach Friesland und Ostfriesland.

 Mit einfühlsamen Fotos zeigte er die Weite der Landschaft im Norden mit den „Schwarz-Bunten“ in der ostfriesischen Marsch, vielen Mühlen als Zeugen der Ver-gangenheit und ebenso vielen Windkrafträdern als Zeugen der Neuzeit, die den fri-schen Wind der Nordsee in Energie umwandeln.

 Er zeigte die Schönheit der Burgen, Schlösser, Kirchen und Klöster (Jever, Gödens, Kniphausen, Evenburg, Lütetsburg, Wirdum, Suurhusen, Ihlowerfehn …), „wan-derte“ mit seinem Publikum durch Schlossgärten und Parkanlagen. „Ein uraltes Schloss am Meeresstrand, ein herrlicher Park im baumlosen Land …“, zu diesen Zeilen ließ sich Fontane 1882 (im Park der Lütetsburg) inspirieren – und so ergeht es auch Eckhard Albrecht, wenn er mit seiner Kamera die Landschaft bereist.

 Der Schwerpunkt seiner Fotos lag/liegt immer in der Beobachtung der Natur und ihrer vielfältigen Schönheit. So wurden die ZuschauerInnen auch nicht mit Informa-tionen überfrachtet; wohltuend war es zuweilen, die Bilder einfach auf sich wirken lassen zu können.

 Beeindruckend waren vor allem die Makroaufnahmen des Referenten z.B. Baumver-wachsungen im Neuenburger Urwald oder einzelne Blüten z.B. im Rosarium in Wilhelmshaven. Wie viel Mühe und Zeit sowie Liebe zur Natur die gelungenen foto-grafischen Schnappschüsse kosten, konnten die Besucher oft nur erahnen.

 Vielfach unbekannt waren auch die Künstler-Kleinode in der Landschaft; so die fantasievolle Schrottkunst von Diedel Klöver in Varel oder der Skulpturenpark von Leo Wübbena in Funnix.  

 Überaus dankbar verabschiedeten die BesucherInnen Eckhard Albrecht mit langanhaltendem Beifall!

Foto: Eckhard Albrecht - Zu Besuch im „Rosarium“ in Wilhelmshaven 

Im Haus der Senioren wurde gewählt.

Im Haus der Senioren standen Neuwahlen an. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hauses der Senioren wählten einen neuen Vorstand.  Elsbeth Südbeck und Martha Gelhaus traten für eine Neuwahl nicht mehr an. Neu als Vorsitzende wurde Elisabeth Schlömer und als stellv. Vorsitzender Jürgen Gierenstein (auch Kassenführung) gewählt. Gerhard Mastall stellv. Vorsitzender, Mechthild Veerenkamp  Schriftführerin und Ilona Heydt vom Bildungswerk wurden in ihren Ämtern bestätigt. 

Pflegehilfsmittel und Sturzprophylaxe im Alter

Cloppenburg -  Mechtild Ottenjann - Juni 2019

Bernhard Moorkamp, seit 20 Jahren bei der AOK in Cloppenburg tätig, informierte im Café Alzheimer im Haus der Senioren über „Pflegehilfsmittel und Sturzprophylaxe im Alter“.

 „Es gibt eine Unmenge von Hilfsmitteln; doch wie sinnvoll, wie pflegerisch notwendig und wie wirtschaftlich sind sie?“ so begann der Referent und zeigte mehrere Hilfsmittel auf vom Rollator über den Rollstuhl bis zum Pflegebett.

 Die medizinische Notwendigkeit bestimme zunächst immer der Arzt, der dann ein Rezept ausstelle, mit dem man dann zum Sanitätshaus gehen könne … „Aber bitte immer vorher die Krankenkasse fragen!“

 Viele Hilfsmittel gäbe es auch kostengünstig im Internet zu kaufen, aber der Hinweis des Referenten: „Die Sanitätshäuser haften für ihre Produkte!“

 Zur Sturzprophylaxe führte Herr Moorkamp anhand von Statistiken aus, dass erschreckend viele ältere Menschen pro Jahr stürzen und „davon bleiben 30% bis 50% dauerhaft hilfsbedürftig!“ Ursache seien oft im Alter nachlassende motorische Fähigkeiten und auch oft nur ein mangelndes Vertrauen in diese Fähigkeiten.

 Es wäre gut, sein Seh- und Hörvermögen regelmäßig überprüfen zu lassen und sein häusliches Umfeld nach Stolperfallen zu überprüfen.

 Zum Abschluss empfahl Herr Moorkamp ein „altersbedingtes gezieltes Bewegungstraining“; denn „Ein rollender Stein setzt kein Mass an!“ 

Foto: Peter Maisel

10 Jahre Freundeskreis der Deutschen aus Russland

Cloppenburg - Peter Maisel - Juni 2019

Es war im Jahre 2009, als sich eine Reihe von Deutschen aus Russland im Haus der Senioren trafen und zum "Freundeskreis der Deutschen aus Russland" zusammenfanden.

 Der erste Leiter der großen Gruppe war Viktor Lehmann. Seit Oktober 2011 ist Lidia Dering-Pustlauk die Leiterin.

 Seit 10 Jahren ist nun in den Räumen in der Geschwister-Scholl-Straße 15 jeden Montagnachmittag ab 15 Uhr neben der deutschen Sprache auch die russische zu hören. Besucher des Hauses, die die Gruppe nicht kennen, sind ganz überrascht über die fremde Sprache im Haus und hören vor allem den russischen Liedern gerne zu.

 Viele Teilnehmer/Innen finden sich ein, um bei Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und Gebäck ein paar gemütliche Stunden mit einander zu verbringen.

 Beim Erzählen von Familiengeschichten und Begebenheiten werden nicht selten Erinnerungen an die Kindheit wach, so dass die alte Heimat nicht vergessen wird.

 Neben familiären Neuigkeiten kommt auch das Neueste aus der Stadt zur Sprache. Dabei werden Meinungen und Kritik dazu geäußert und über Planungen für die Zukunft gesprochen. Aufmerksam blickt man dabei auch auf die Weltpolitik und kommentiert diese kritisch.

 Weitere Themen sind die vielfältigen Veranstaltungsangebote der Stadt und die Erfahrungen bei deren Besuch.

 In gemütlicher Atmosphäre wird der Nachmittag fortgesetzt und dabei sehr viel gelacht und gesungen.

 Große Bedeutung wird den Geburtstagen der Besucher/Innen und besonderen Feiertagen beigemessen. Dann werden auch schon mal die Stühle und Tische zur Seite geschoben, damit das Tanzbein geschwungen werden kann.

 Seit etwa einem Jahr gibt es die Gesanggruppe "Iwuschka" im Haus der Senioren. Sie besteht aus sangesfreudigen Besucherinnen des Freundeskreises und aus Teilnehmern der Cloppenburger Bevölkerung. Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage zu den Gesangstunden und möchte ihr Können gerne einem interessierten Publikum vortragen. 

 Foto: Derk van Groningen

Mit Martin Kessens den Mai begrüßt

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juni 2019

 Unter dem Motto „Der Mai ist gekommen“ bescherte Martin Kessens den Anwesenden des Frühstückstreffs im Haus der Senioren einen heiteren Tagesbeginn. Von Anbeginn animierte er seine Zuhörer/innen seinen Gedankengängen aufmerksam zu folgen: „Was verbinden Sie mit dem Monat Mai?“

 Da wurde dann u.a. der Wonnemonat Mai genannt; doch „Woher kommt der Begriff Wonnemonat?“ „Die Wurzeln liegen im Althochdeutschen. Schon Karl der Große kannte den „Winnemoand“ = Weidemonat. Im Mai war es an der Zeit, das Vieh wieder auf die Weiden zu treiben.“ so der Referent.

 Es wurden sowohl Sprichwörter oder Redensarten zum Monat Mai gesucht als auch Wortver-bindungen mit dem Wort Mai: z.B. Mai-bowle, Mai-glöckchen, Mai-käfer oder – als großer Lacher – Mai-schberger. Ja, und „Wie ist das mit dem Brauch des Maibaum-Aufstellens?“ und „Warum ist der Maibaum oft ein Pfingstbaum?“

 Lehrreiches und Belehrendes durfte natürlich nicht fehlen, so z.B. zum Thema der Maifei-ertage. So erklärte der Vortragende, dass der 1. Mai als „Tag der Arbeit“ der Arbeiterbewegung in Amerika (am 1. Mai 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zu einem Generalstreik zur Durchsetzung des 8-Stunden-Tages auf) und der Muttertag der amerikanischen Frauenbewegung zu verdanken seien. Er erinnerte zudem an wichtige historische Daten wie den „Tag der Befreiung“ am 8. Mai 1945 oder den „Tag des Grundgesetzes“ am 23. Mai.

 Mit einigen Wortspielereien ging Herr Kessens auf die Mailieder ein u.a. indem er die zweite Zeile eines Liedes zitierte und die Zuhörer/innen nach dem Beginn suchen ließ. Na klar, auch Wilhelm Busch und seine „bösen Buben“ Max und Moritz durften nicht fehlen. Mit ein wenig Buchstabensalat wurden die Zeilen um Onkel Fritz und seine aufregenden Maikäferer-fahrungen mit viel Vergnügen wiederbelebt. Zum Abschluss wurde der Mai noch einmal stimmkräftig begrüßt: „Der Mai ist gekommen …“

 Text und Foto: Mechtild Ottenjann

Kleine Reise in die Vergangenheit - Die Entwicklung der Bauerngärten

Cloppenburg - Peter Maisel - Juni 2019

 Auf der ersten kleinen Reise in die Vergangenheit, angeboten vom Café Alzheimer, wurde das Herrenhaus Arkenstede besucht. Hier gibt es zur Zeit eine Ausstellung zu den Gärten in Nordwestdeutschland „Vom Nützlichen zum Schönen“.

 Gästeführerin Ursula Moormann führte sachkundig durch die Ausstellung und stellte an Hand von Fotos und Texten diverse Gärten vor, die die Entwicklung in den letzten 150 Jahren zeigen.

 „Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gab es keine Bauerngärten, wie wir sie heute gerne nennen“, so die Gästeführerin, „die Gärten auf den Bauernhöfen dienten fast ausschließlich der Anpflanzung von Obst und Gemüse“.

 Als Vorreiterin für einen „anders“ gestalteten Garten mit Blumen und Gehölzen gilt Anna Kaper aus Varel-Tange. Sie war eine an Pflanzen und Gartenkunst interessierte Bäuerin, die auf ihrem Hof zahllose Blumen und Gehölze anpflanzte und diese gemäß ihrem Wahlspruch „Flott in den Garten“ bearbeitete.

 Eine ausgeprägte Leidenschaft für Pläne und Verzeichnisse der Pflanzenarten in seinem Garten zeichneten Gerhard Haake aus Cappeln aus. Als Rosenliebhaber sind in seinem akkurat geführten Gartengestaltungs- und Pflanzenbuch neben Apfel-, Kirsch- und Birnbäumen und einem Gemüsegarten auch über 170 Rosensorten verzeichnet.

 Ein handschriftlich geführtes Notizbuch von Heinrich Kathmann aus Wehdel zu seinen Obstbäumen weckte das besondere Interesse der Besucher.

 Gegen seine Eltern und Lehrer musste Josef Hempelmann aus Lohne seinen Berufswunsch des Gärtners durchsetzen. Der spätere Gartenbauinspektor sah den Schwerpunkt seiner Arbeit in Friedhofsgestaltungen und gab dazu mit seinem 1927 erschienenen Fachbuch „Die Praxis der Friedhofsgärtnerei“ Anregungen und Hilfen.

 Ein ausgefallenes Interesse für Pflanzenneuheiten aus aller Welt bewog Hermann Albrecht Hesse Ende des 19 Jahrhunderts dazu, in Weener eine Baumschule zu gründen. Weltweite Kontakte zu Botanischen Gärten und Pflanzensammlern versorgten ihn regelmäßig mit Neuheiten. Diese waren weltweit gefragt, und er ließ sie in alle Herren Länder versenden.

 Von Jan ten Doornkaat Koolman wusste Ursula Moormann zu berichten, dass er, der 1846 die väterliche Kornbrennerei in Norden übernahm, einen pomologischen Versuchsgarten anlegte, aber auch das erste „Wörterbuch der ostfriesischen Sprache“ herausgab.

 Staunend und fragend standen die Gäste vor drei großen Glasglocken, unter denen Salat wuchs. "Das waren quasi die ersten Gewächshäuser", liftete schmunzelnd Ursula Moor-mann das Geheimnis der Ausstellungsstücke.

 Nach der Führung stärkten sich die Besucher mit Kaffee und Kuchen aus der Museumsbäckerei. Dabei wurden sie unterhalten von Udo Rolf, der gekonnt Humorvolles u.a. von Heinz Erhardt vortrug.

 Die Zufriedenheit mit der Veranstaltung unterstrich eine Besucherin mit ihrer Aussage: „Seit ich zu den Veranstaltungen des Café Alzheimer komme, habe ich immer viel zu lachen“.

 Foto: Peter Maisel 

25 Jahre Sonntagstreff

Cloppenburg - Ottenjann/Maisel - Mai 2019

 Seit 25 Jahren gibt es im Haus der Senioren den „Sonntagstreff“. Jeden letzten Sonntag im Monat treffen sich Seniorinnen und Senioren zum gemütlichen Beisammensein. Angefangen hat alles im Jahre 1994, als sich erstmals vier Frauen im Haus der Senioren zu einem gemütlichen Klönschnack bei Kaffee und Kuchen trafen. 

 Da es ihnen gefiel, beschlossen sie, dieses Treffen immer am letzten Sonntag im Monat um 15 Uhr zu wiederholen und auch andere dazu einzuladen. Der „Sonntagstreff“ war geboren. Allmählich gesellten sich immer mehr erzählfreudige Frauen und Männer zu der kleinen Schar, so dass diese immer weiter anwuchs.

 Renate Wüstefeld war die erste Leiterin des Sonntagstreffs und hat bis heute der Gruppe die Treue gehalten. Sie hatte in Agnes Engraf und Berta Deines viele Jahre fleißige Helferinnen bei der Vorbereitung und Organisation der Zusammenkünfte. Seit 2015 ist Traute Haseborg der Motor des Treffs. Sie erhält Unterstützung von Renate Ostermann.

 Bei den monatlichen Treffen bieten die Jahreszeiten Anlass zur Gestaltung und Feier des Sonntagstreffs. So wird z.B. zur Karnevalszeit auch schon mal das Tanzbein geschwungen oder die Advents- und Weihnachtszeit mit besinnlichen Inhalten gefüllt. Beim letzten Treffen Ende April stand die Zusammenkunft unter dem Motto „Wir begrüßen den Frühling mit Gesang und Gitarrenbegleitung!“ (siehe Foto)

 Die Besucher lieben die monatlichen Zusammenkünfte, wie zu erfahren war, „… denn es gibt immer etwas zu erzählen.“ Es wird viel gelacht und gesungen. „Wir erfahren bei den Zusammenkünften ein Gefühl der  Zusammengehörigkeit und Geborgenheit“, formuliert es eine andere Besucherin.

 Gern erinnert man sich auch an die Besucher/innen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nach 25 Jahren nicht mehr an den Veranstaltungen teilnehmen können.

Fahrradfahren nach Lust und Laune

Cloppenburg (sb) - Mai 2019

Unter dem Motto „Fahrradfahren nach Lust und Laune“ machte POK Achim Wach als Verkehrssicherheitsberater wieder einmal Lust auf „Mobil sein im Alter“.

 Im Haus der Senioren führte er anhand von Statistiken auf, dass es auch im Jahre 2018 erstaunlich viele Unfälle mit Fahrrädern gab, darunter sogar Schwerverletzte und Tote. Darum „Sichtbarkeit ist das A und O im Straßenverkehr“, so der Referent. Und das gilt sowohl für Fahrradfahrer als auch für Fußgänger.

 „Graue Mäuse“ würden von den Autofahrern nur schlecht und oft zu spät wahr-genommen. Zudem unterschätzten die Autofahrer oft die Geschwindigkeit der E-Biker, die immer mehr werden. Natürlich gab es auch ein Plädoyer für den Fahrradhelm, der im Ernstfall wirklich Leben retten könne.

 Die Maxime „Der Fahrradfahrer ist im Straßenverkehr gleichberechtigt!“ trug der Referent mit Elan vor: „Fahren Sie selbstbewusst! Lassen Sie sich nicht von den Autofahrern bedrängen!“ Das und verschiedene im Foto dargestellte kritische Situationen zum Fahrradwegenetz in Cloppenburg lösten z.T. lebhafte Diskussionen aus.

 „Wenn es innerorts einen ausgewiesenen Radweg gibt, dann MUSS er auch benutzt werden – aber immer in Fahrtrichtung!“ „Der Bürgersteig ist tabu für Erwachsene! Nur Kinder bis zu acht Jahren MÜSSEN ihn benutzen – evtl. allerdings in Begleitung Erwachsener!“ so der Referent zur Auffrischung des Gedächtnisses.

 Die These „Fahrräder sind allergisch gegen Alkohol!“ rief zunächst Erstaunen hervor, da ja viele oft das Auto stehen lassen, um Alkohol trinken zu können. Aber „ab 1,6 Promille begehen auch Radfahrer eine Straftat, ihnen kann sogar der Führerschein entzogen werden.“

 Weitere Themen waren die „Blindenwege“, der „tote Winkel“ oder die in Planung befindliche „Fahrradstraße“. Ein Fazit der Veranstaltung: „Lassen Sie sich auch als Radfahrer Zeit! Eile kann tödlich sein!“ 

Der Rettungsdienst des DRK im Landkreis Cloppenburg

Cloppenburg - Peter Maisel - April 2019

 Über die Funktionsweise des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes in Cloppenburg informierte Walter Rempe an Hand einer Präsentation die Besucher des Frühstückstreffs im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15.

 Die Besucher erfuhren, dass das Rote Kreuz vom Landkreis Cloppenburg, der Träger des Rettungsdienstes ist, den Auftrag hat, den Rettungsdienst sicherzustellen. Die Grundlagen dafür ergeben sich aus dem Rettungsdienstbedarfsplan des Landkreises.

 "Bereits seit 1968 führt das DRK im Landkreis den Rettungsdienst durch, damals allerdings unter dem Namen "Unfallrettungsdienst". Während im Jahre 1975 der Fuhrpark der Rettungswache aus drei Fahrzeugen bestand, verfügt die Wache derzeit über ein Vielfaches an Fahrzeugen, so der Referent.

 In den 4 Rettungswachen Barßel, Cloppenburg, Friesoythe und Löningen kommen Notarztfahrzeuge, Rettungswagen und Mehrzweckfahrzeuge zum Einsatz, wobei diese für Patienten eingesetzt werden, die während des Transports keine medizinische Versorgung benötigen; jedoch bei akuter vitaler Bedrohung auch behandelt werden können. Im Nordkreis ist darüber hinaus die DRK Wasserwacht einsatzbereit.

 "Bei Großschadensereignissen kann eine "Schnelleinsatzgruppe Rettungsdienst" (SEG-Rettung) -im Landkreis gibt es 3 davon- zur Unterstützung und Erweiterung des hauptamtlichen Rettungsdienstes eingesetzt werden", so Rempe. Die Gruppe agiert mit Ehrenamtlichen, ist rund um die Uhr einsatzbereit und wird ab 10 Verletzten parallel mit dem Rettungsdienst alarmiert.

 Die Frage nach der Wartezeit auf ein Einsatzfahrzeug konnte Rempe zufriedenstellend beantworten: "In 95 % der Einsätze sind unsere Fahrzeuge innerhalb von 15 Minuten am benötigten Einsatzort."

 Erläuterungen machte Rempe unter anderem noch zur Krisenintervention und Notfallseelsorge: "Sie ist ein Element in der sogenannten "Rettungskette" und somit eine ergänzende Hilfe für die vor Ort tätigen Einsatzkräfte". Der Einsatz des Kriseninterventionsteams kann dazu beitragen, das Erlebte bei einem Unfallopfer, den Angehörigen und auch bei den Rettungskräften schneller zu verarbeiten und damit das Risiko einer langfristigen seelischen Erkrankung zu verringern.

 Zufrieden hörten die Besucher, dass auch die ältere Generation beim Roten Kreuz gut aufgehoben ist. Ein Flyer weist viele Dienste aus, die sich die Senioren zunutze machen können wie zum Beispiel den Hausnotruf, den Fahrdienst, den Menü-Service, die Pflegeversicherung, Betreutes Reisen und die monatlichen Tagesfahrten. Diese werden auch von den Besuchern des Hauses der Senioren gut angenommen. 

Wechselwirkung von Medikamenten

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - April 2019

 Wieder einmal hatte das Haus der Senioren zum Frühstückstreff einen interessanten Vortrag im Programm: Der Apotheker Dr. Hans Joachim Rüve referierte über Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten.

 Zu den Wechselwirkungen von Medikamenten erläuterte Dr. Rüve, dass diese immer dann zustande kommen können, wenn mehrere Arzneimittel nebeneinander genommen würden. „Dann können sich die einzelnen Medikamente beeinflussen, so dass die Wirksamkeit entweder stärker, geringer oder sogar aufgehoben werden kann“, so der Referent.

 Somit sei es immer wichtig, dass der jeweils behandelnde Arzt von den Medikamenten Kenntnis habe, die der Patient schon von anderen Ärzten verordnet bekam. Zudem sei es wichtig bei der sogenannten Selbstmedikation mit freiverkäuflichen Arzneimitteln vorsichtig zu sein: „Wenden Sie sich immer vertrauensvoll an den Apotheker, um eventuellen Problemen vorzubeugen!“

 Um über die Nebenwirkungen von Medikamenten informiert zu sein, gäbe es natürlich die Beipackzettel, die zu lesen aber für viele Pateinten zu langwierig sei. So bewirkten z.B. viele Antibiotika die erfolgreiche Bekämpfung des Erregers, könnten aber ganz nebenbei Darmprobleme verursachen.

 Im Alter entwickelten sich die Menschen oft zu Risikopatienten für Arzneimittelwechselwirkungen, da die Organe weniger gut durchblutet seien und die Leber- und Nierentätigkeit eingeschränkt sein kann. Bei Rauchern und Alkoholikern ist der Stoffwechsel aktiver, d.h. Arzneimittel würden schneller abgebaut, aber niemand im Zuhörerkreis bekannte sich dazu, zu dieser Gruppe zu gehören.

 Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Mineralstoffe, Kalzium sollten nur in einem größeren zeitlichen Abstand zur Einnahme von Medikamenten zu sich genommen werden. Viele Zuhörer(innen) hörten zum ersten Mal von der Problematik mit dem Grapefruitsaft, der auch häufig in Multivitaminsäften enthalten ist. Grapefruit verhindert den Abbau von bestimmten Arzneistoffen, so dass deren Wirkung und auch Nebenwirkungen verstärkt werden können. Grundsätzlich sollten Medikamente nur mit Leitungswasser (mind. 200ml) eingenommen werden.

 Der Referent lobte das Medikament ASS, da es das mit am besten erforschte Medikament überhaupt sei. Aber „Vorsicht mit der gleichzeitigen Einnahme von Ibuprofen!“ Bei zeitgleicher Einnahme von Ibuprofen und ASS wird die blutverdünnende Wirkung von ASS vermindert. Deshalb sollten Patienten, die regelmäßig ASS einnehmen, hier auf Einnahmeabstände achten oder bei Schmerzen lieber Diclofenac oder Paracetamol einnehmen, so der Rat des Apothekers.

 Und dann noch ein paar Ratschläge am Rande: „Antibiotika und Milch oder Milchprodukte bitte möglichst nicht zeitgleich, wenn dann besser in einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden zu sich nehmen!“ Interessant auch für Liebhaber von Lakritz: „Lakritz wirkt krampflösend für den Mangen, erhöht aber den Blutdruck!“ Für viele Zuhörer(innen) war dies ein sehr informativer und interessanter Beitrag zu ihrer Gesundheit. Dr. Hans Joachim Rüve sei herzlich gedankt für manch neuen Hinweis – und im Zweifelsfall: Fragen Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker!

Tipps zur persönlichen Sicherheit

Cloppenburg - Peter Maisel - April 2019

 Bei seinem Besuch im Café Alzheimer im Haus der Senioren sprach Andreas Bonk, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta vor einer großen Zahl älterer Frauen und Männer über das Thema "Sicherheit für Seniorinnen und Senioren".

 Nach der Erläuterung einiger Zahlen aus der Kriminalstatistik wandte er sich dem eigentlichen Thema zu, das er in die drei Kategorien Gefahren an der Haustür, Gefahren am Telefon und Gefahren unterwegs gliederte.

 "Vorsicht, wenn Fremde an der Haustür klingeln!" sagte der Experte, "seien sie immer skeptisch und wachsam und lassen sie niemanden ins Haus." Die Betrüger versuchen unter einem Vorwand ins Haus zu gelangen.

 Von den vielen einfallsreichen Tricks, mit denen sie arbeiten, nannte er nur einige, wie zum Beispiel die Bitte um ein Glas Wasser, der Gang zur Toilette, der Besuch des Handwerkers oder einer Amtsperson. "Lassen sie auf keinen Fall einen Fremden in ihr Haus und sorgen sie für eine technische Nachrüstung ihres Eingangsbereiches", ermahnte Bonk.

 "Rate mal, wer hier spricht" oder andere ähnliche Formulierungen sind die Masche der Betrüger beim Enkeltrick. Zwar hat dieser nachgelassen, jedoch fallen immer noch gutgläubige Opfer darauf herein, so Bonk. Wer die Stimme des Anrufers nicht kennt, sollte sofort das Gespräch beenden, auf keinen Fall das Geld besorgen und ausliefern und die Polizei benachrichtigen.

 Zu den Gefahren unterwegs zählen unter anderem der Besuch von Großveranstaltungen und Einkaufszentren. Hier hat der Täter durch das Gedränge leichtes Spiel beim Stehlen.  

 "Nach dem Besuch der heutigen Veranstaltung sollen sie keine Angst haben, jedoch Vorsicht und Aufmerksamkeit walten lassen gegenüber fremden Menschen, die an ihrer Haustür klingeln bzw. sich telefonisch bei ihnen melden," war das Resumee von Andreas Bonk.

25 Jahre Redaktionsteam für die MT-Seite "Von Senioren für Senioren"

Münsterländische Tageszeitung vom 03. April 2019

Nette Atmosphäre und besondere Referenten - Ein Interview mit dem Café Alzheimer-Team

          Cloppenburg

- Mechtild Ottenjann -                 März 2019  

 

Die Selbsthilfegruppe „Café Alzheimer“ trifft sich jeden ersten und dritten Dienstag im Monat um 15.00 Uhr im Haus der Senioren. Mechtild Ottenjann sprach mit Vertreterinnen des Teams, das alle 14 Tage diese Treffen vorbereitet.

 

 

 

Seit wann gibt es das Café Alzheimer im Haus der Senioren?

Gisela Gärtner: Im Oktober 2005 sind wir zum ersten Mal zusammengekommen.

Sind Sie alle schon immer dabei?

Anni Siemer: Ja, allerdings war am Anfang noch Renate Engelmann dabei. Nachdem sie sich verabschiedet hat, hilft uns nun Gerda Elberfeld. Als Team setzen wir uns hin und wieder zusammen und überlegen das zukünftige Programm. Unterstützt werden wir immer ganz besonders von Peter Maisel, dem wir für seine Hilfe und Ideen sehr dankbar sind!

Wer hatte die Idee, ein Café Alzheimer zu gründen?

Anni Siemer: Herr Jäger, der damalige Vorsitzende des Seniorenbüros, und der Leiter des Seniorenbüros in Bremen-Lilienthal, bei denen es eine derartige Gruppe schon gab, fragten mich, ob ich nicht auch eine derartige Gruppe im Haus der Senioren gründen wolle. Daraufhin habe ich mir ein Team gesucht: Ulla Wichmann erklärte sich sofort dazu bereit, Gisela Gärtner traf ich in Stapelfeld auf einer Weiterbildung und Renate Engelmann war auch gleich begeistert.

Gisela Gärtner: Ulla Wichmann ist als Hauswirtschaftsmeisterin für uns unentbehrlich. Sie macht den Tischschmuck; Anni Siemer ist für die Spruchkarten zuständig und Gerda Elberfeld sorgt immer für Kaffee und Tee. Martin Rickwärtz ist unser Kassenwart.

Gerda Elberfeld: Gisela Gärtner leitet seit 2009 unsere Gruppe, also schon seit 10 Jahren!

Was ist die Idee des Café Alzheimer?

Anni Siemer: Wir laden zu unseren Treffen an Demenz erkrankte Personen zusammen mit ihren pflegenden Angehörigen und/oder betreuenden Personen ein. Es gibt Kaffee und Kuchen in netter gemütlicher Atmosphäre. Alle vier Wochen sind besondere Referenten zu Gast, und manchmal machen wir auch einen Ausflug z.B. ins Museumsdorf, nach Molbergen ins Demenzzentrum oder nach Garrel zum Kompetenzzentrum. Wir wollen den Kranken und den Betreuenden neben ihren schweren Alltagsaufgaben etwas Ablenkung und Freude vermitteln.

Gerda Elberfeld: Ich sorge zwar für Kaffee und Tee. Den Kuchen bekommen wir vom Haus Don Bosco. Dafür sind wir sehr dankbar.

Gisela Gärtner: Ulla Wichmann sorgt jedes Jahr für ein gemeinsames Kohlessen und einen Grillabend hier im Haus der Senioren. – Es gab auch schon zweimal einen Tanzabend, der allen viel Spaß gemacht hat. – Geburtstage werden auch nicht vergessen.

Welche Themen werden bei den Zusammenkünften behandelt?

Gisela Gärtner: Wichtig ist, dass die Krankheiten Alzheimer oder Demenz nicht erwähnt werden. Unsere Themen sind vielfältig wie z.B. Erinnerungs- oder Biographiearbeit oder auch Weiterbildung. Es soll immer gute Laune vermittelt werden. Es wird gesungen, es werden einfache Rätsel gelöst, es wird viel gelacht.

Wie viele Gäste können Sie im Allgemeinen begrüßen?

Ulla Wichmann: Es sind immer zwischen 20 bis 30 Personen, und da wir ja jetzt schon seit fast 15 Jahren zusammenkommen, sind wir wie eine kleine Familie. Man muss sich zu den Treffen nicht anmelden; wir freuen uns über jeden neuen Gast, der kommt und bleibt.

Anni Siemer: Und im nächsten Jahr werden wir unser Jubiläum gebührend feiern!

Vielen Dank für die Einladung und das nette Gespräch! Ich habe den Eindruck, diese Gruppe tut allen gut!


Münsterländische Tageszeitung vom 03. April 2019