Einsatz für mehr Pflegepersonal

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juni 2018

Frau Petra Lübbers informierte im Haus der Senioren über den „Verein Perspektive: Pflege! e.V.“ und über ihre Tätigkeit für diesen Verein, der 2016 durch einen Fördermittelantrag der Gesundheitsregion Vechta, in enger Kooperation mit der Gesundheitsregion Cloppenburg, gegründet wurde. Dadurch entstand in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg eine bis heute nie dagewesene Kooperation der Institutionen und Einrichtungen, die sich speziell um pflegebedürftige Menschen kümmern. Petra Lübbers wurde als Projektkoordinatorin für den Landkreis Cloppenburg eingestellt. Sie kommt gebürtig aus Löningen, ist also in der Region „Oldenburger Münsterland“ verwurzelt. Frau Lübbers berichtete, dass bei der Gründung des Vereins im Landkreis Cloppenburg 17 Einrichtungen beteiligt gewesen seien und „heute sind es bereits 37: Altenheime, Krankenhäuser, Krankenkassen, ambulante Pflegedienste, berufsbildende Einrichtungen und Schulen – ein Pool von Institutionen aus dem Landkreis Cloppenburg“. Diese Vernetzung der verschiedenen Akteure sei einzigartig und zeige deutlich, dass die Einrichtungen etwas gegen den Fachkräftemangel hier in der Region unternehmen wollen. Der Vorstand des „Vereins Perspektive: Pflege! e.V. Cloppenburg“ arbeite ehrenamtlich. Vorstandsmitglieder seien Simone Klemme, Manfred Bockhorst, Maria Witte sowie seit seiner Pensionierung Martin Kessens als Schatzmeister. Frau Lübbers organisiert Projekttage, Workshops etc., um das Image der pflegenden Berufe aufzuwerten und mehr Fachkräfte einzuwerben! So haben z. B. an den Projekttagen im November 2017 viele „Schüler mitgewirkt, die mit professioneller Unterstützung Videos gedreht, Plakate entworfen und Beiträge für die sozialen Medien gestaltet haben, die als Werbematerial genutzt werden sollen“. Das Ziel sei es, das Image der Berufe in der Pflege zu verbessern und den Menschen im Landkreis aufzuzeigen, wieso es sich lohne, die Ausbildung hier im Landkreis zu machen und danach auch in den Einrichtungen des Landkreises zu arbeiten. An den sehr informativen und mit großer Begeisterung für das Thema dargebotenen Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an über die Situation besonders in Cloppenburg vor Ort. „Betreutes Wohnen“, „Wohnen im Alter“, „Wo gibt es Hilfe“ waren nur einige Themen, die angesprochen wurden. Frau Lübbers hat ihr Büro im Haus der Senioren und ist unter der Tel.-Nr. 04471/ 8503703 zu erreichen.

Besucher staunten über die "Drei Birken in der Bratpfanne"

Cloppenburg - Peter Maisel - Juni 201

Die Besucher des Café Alzheimer trafen sich bei sommerlichem Wetter im Privat-Atelier Rainer Blum. Sie suchten vergeblich nach einer herkömmlichen Klinke am Gartentor. Wer jedoch den Schiebemechanismus mit der Bambusstange entdeckte und beherrschte, bekam Einlass.

Als erstes fiel der große gelbe Frosch ins Auge, der zum Empfang der Post sein Maul weit öffnet. "Die Postzusteller haben ihn als Briefkasten sehr gut angenommen", so der Hausherr. Frösche in allen Größen, Farben und Positionen sind seine bevorzugten Skulpturen in vielen Winkeln des Gartens.

Aber auch anderes Getier wie schnatternde Gänse, grimmig aussehende Eulen, schlanke Reiher am Gartenteich, ein Salamander und ein Chamäleon im Bambusgarten zählen zu seinen Holzskulpturen. Angst einflößend sind überdimensional große Tiere wie Hornisse, Spinne und Käfer, die den sehenswerten Garten des Ehepaares Blum bevölkern.

Hohe Rhododendren spendeten ebenso wie die Clematis den Besuchern aus dem Haus der Senioren Schatten für eine angeregte, fachkundige und erklärende Unterhaltung mit den Gastgebern.

Daneben ist die Welt der kleinen Bäume eine Liebhaberei Rainer Blums. Mit viel Liebe und Geduld kümmert er sich um seine zahlreichen Bonsais. Eine Originalität bilden die "drei Birken in der Bratpfanne".

Neben unzähligen Kulturpflanzen sind Nutzpflanzen im Garten zu finden, die Hausherrin Lilli Blum den interessierten Besuchern stolz vorführte. Unter Brombeerranken hindurch gelangt der Besucher in einen Bereich mit Gemüsepflanzen. Stangenbohnen ranken sich an Bambusrohren in eine beträchtliche Höhe. Buschbohnen und Kartoffeln tragen zu einer gesunden Ernährung des Paares bei.

Einige skurrile Möbelstücke wie Tischplatten, in Form einer Weintraube oder von Äpfeln und ein Lehnstuhl aus einer Birne und Äpfeln bestehend, zogen das Augenmerk der Besucher auf sich. Auch hier bewies der Hausherr Humor, als er den Namen "Obstler-Eck" für die Gruppe hörte.

Als weiteres Kuriosum kann der hölzerne Maulwurfshügel angesehen werden, der, schichtweise geöffnet, sowohl den Maulwurf als auch den Regenwurm in der Erde dem Besucher preisgibt.

"Sogar die Bremer Stadtmusikanten sind da", staunte eine Besucherin. Bei genauerem Hinsehen waren es aber Schwein, Puter, Ente und Hahn, die einen Turm bilden. Blum, zum Scherzen aufgelegt: "Wenn sie die "Bremer" wollen, setze ich mich einfach dazu!" Die Umstehenden quittierten sein Handeln mit viel Gelächter.

Beim Abschied wurde das Versprechen gegeben, einmal wieder zu kommen. Es wurde augenzwinkernd kommentiert vom Künstler: "Das ist gut, denn der eine oder andere wird bis dahin sicherlich vergessen haben, wie schön es bei uns ist". 

Jahreshauptversammlung der Ehrenamtlichen im Haus der Senioren

Münsterländische Tageszeitung vom13.06.2018

Gute Einstellung - Nachahmer gesucht!

Selbstheilungskräfte für den Körper

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Mai 2018

„Ich bin dann mal „ent-spannt“ – Schnell gesagt in einer schnellen Zeit …“ Zu diesem im Haus der Senioren angebotenen „Frühstücks-Thema“ konnte Frau Martina Vornhagen zahlreiche Interessierte begrüßen.

„Im Lebensalltag merken wir gar nicht mehr, wie wir nur noch funktionieren … die Zeit fliegt uns weg“, erklärte die Referentin. Deshalb begann sie ihren Vortrag auch zunächst mit einer Entspannungsübung; die Zuhörer(innen) sollten spüren, dass sie gelassener werden können, dass es möglich ist, durch bestimmte Übungen wieder mehr Kraft und Gelassenheit zu erlangen.

Die Selbstheilungskräfte des Körpers sollten aktiviert werden, „um nicht immer im Strom der getriebenen Zeit“ zu schwimmen! Dazu gehören z.B. gefühlte Phantasiereisen oder kleine Übungen, um positive Energie aufzutanken.

Frau Vornhagen hatte auch Klangschalen mitgebracht, deren „Schwingungen im Körper die letzte Zelle erreichen“. Als „Klangmassage“ legte sie auf die Handinnenfläche eines jeden Anwesenden eine kleine Klangschale und schlug diese dann an. Das führte natürlich zu angeregten Diskussionen ob ihrer Wirkung. Manche empfanden ein unmittelbares Wohlgefühl; andere bemerkten spontan keine entspannende Wirkung. Jeder sollte für sich die richtige Methode entwickeln, um im „Jetzt“ zu leben, um sich nicht mehr getrieben zu fühlen vom „Du musst“.

„Laden Sie Ihren Akku immer wieder auf, um neue Kraft, Gelassenheit und Lebensfreude zurück zu gewinnen“ lautete das Fazit der Referentin. 

Unterwegs rund um Cloppenburg mit den Radwanderen

Cloppenburg - Peter Maisel - Mai 2018

Das Fahrrad geputzt, die Kette geölt, die Bremsen nachgezogen, Beleuchtung, Bereifung und die Glocke überprüft - so gerüstet für eine Radfahrt traten die Radwanderer aus dem Haus der Senioren wieder in die Pedalen zu ihrer ersten Ausfahrt in die Radfahrsaison 2018.

Bei frühlingshaften Temperaturen, jedoch begleitet von starkem Gegenwind, setzten sich etwa 30 Radfahrer vom Wendehammer am Cappelner Damm aus in die Gemeinde Cappeln in Bewegung.

Während die überwiegende Zahl der Teilnehmer inzwischen mit einem Pedelec unterwegs ist, fahren einige Unentwegte immer noch ohne "Hilfsmotor"und trotzen so tapfer der Natur und ihren Unbillen. Am Ende der Fahrt waren sie diejenigen, die die größten körperlichen Anstrengungen des Nachmittags er-bracht hatten.

Nach der Pause von November bis März, freuten sich alle, wieder die Natur zu erleben. Oft lernen sie dabei auch kleine Sehenswürdigkeiten der Region kennen, die an der Fahrtroute liegen.

Besonders gern wird die traditionelle Bonbonpause angenommen, die für die strapazierten Gelenke eine kleine Entspannung bedeutet.

Die Organisatoren waren mit dem Verlauf der ersten Fahrt zufrieden und würden sich freuen, wenn sich weitere Interessenten zu den jeweils am 2. und 4. Donnerstag um 15 Uhr stattfindenden Fahrten einfänden, um sich mit auf die maximal 25 km lange Strecke zu begeben.

Die verschiedenen Treffpunkte für den gemeinsamen Start sind der Hof Scharpekant (Bether Straße), der Wendehammer am Cappelner Damm und der neue Andreas Friedhof (Kirchhofstraße). Sie sind mit den jeweiligen Terminen in einem Flyer verzeichnet, der im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15 ausliegt.

Auch telefonisch können sich Interessenten unter der Nummer 04471/87688 während der Bürozeiten im Haus der Senioren Mo.-Fr. von 9-12 Uhr informieren. Auch im Internet gibt es Auskunft unter www.senioren-clp.de.

Basale Stimulation - Elementare Anregung

Cloppenburg- Peter Maisel - Mai 2018

Zum Thema „Basale Stimulation“ machte Gisela Gärtner, Leiterin der Selbsthilfegruppe „Cafe‘ Alzheimer“ im Haus der Senioren, ihre Ausführungen. Übersetzt bedeutet: basal = grundlegend, elementar; Stimulation = Anregung. "Der Mensch nimmt seine Umgebung über seine fünf Sinne: Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen wahr," so die Referentin. Bei gesunden Personen werden diese durch die Umwelt und die ständige Kommunikation mit anderen Mitmenschen im Gleichklang stimuliert; so entsteht Wohlbefinden. Eine besondere Rolle nimmt hier die Berührung ein. Über die Haut werden Empfindungen wie Kälte, Wärme, Druck, Schmerz und eine Vielfalt von Emotionen registriert. Berührung ist eine biologische Notwendigkeit. Schon der Embryo und das Neugeborene braucht diese positive Berührung für seine weitere körperliche und seelische Entwicklung." Bei Schwerkranken, pflegebedürftigen Menschen kommt es oft zu einer Reizverarmung. Dies kann im Allgemeinen und insbesondere in Bezug auf die Selbstwahrnehmung zu Orientierungsverlusten führen" erläuterte Gärtner weiter. Hier führt „Basale Stimulation“, richtig angewandt, zu verbesserter Wahrnehmung, größerer Zufriedenheit und mehr Lebensqualität. Dies gilt sowohl für die betroffene Person, als auch für Pflegende und Betreuende. Basale Stimulation kann in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. In der Pflege z.B. durch Waschungen, Lagerungstechniken und Einreibungen. Dadurch werden Reize auf der Haut erzeugt, die Wahrnehmung und Atmung unterstützen oder eine anregende bzw. beruhigende Wirkung erzielen. Ein Beispiel durften die Besucher am eigenen Leib erfahren, in dem sie sich gegenseitig eine „Rückenmassage“ verabreichten. Weiter hinkönnen die verschiedenen Sinne bei schwerkranken Patienten durch eine Vielzahl an Angeboten und Materialien direkt „am Bett“ angeregt werden. Für den Bereich des Gehörsinns sind dies zum Beispiel die Musik und gesprochene Texte. Das Sehen kann durch die Vielfalt und Farbenpracht der Pflanzen- und Tierweltangeregt werden. Durch verschiedene Düfte wird der Geruchssinn aktiviert. Zur Stimulierung des Geschmackssinnes kann die reizvolle und angenehme Nahrungsaufnahme beitragen. Der Tastsinn schließlich wird beispielsweise durch Anfassen/Ertasten von Gegenständen und unterschiedlichen Materialien gestärkt. Dies konnten die Besucher spielerisch testen." Insgesamt", so die Referentin, "bietet Basale Stimulation die Möglichkeit, Menschen, die in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt sind, besser begleiten und fördern zu können". Wenn die Sprache versagt, wird insbesondere die Berührung als Mittel zur Kommunikation eingesetzt. Eine Therapie orientiert sich an den Ressourcen (den noch vorhandenen Fähigkeiten) der betroffenen Person.

"Fit im Auto"

Fahrtraining mit Fahrlehrer für Senioren ab 65 Jahre

Unter diesem Titel wurde im Haus der Senioren für die Aktion durch Aushang geworben. Die Veranstaltung wird nicht vom Haus angeboten, sondern von der Kreisverkehrswacht. Peter Maisel, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Haus, testete das Angebot und berichtet hier davon:

"Bei der Aktion war allerdings neu, dass nach einem theoretischen Teil durch die Polizei neben dem Fahrtraining im eigenen Wagen auf dem Übungsplatz des Veranstalters auch Fahrten mit Fahrschulwagen im öffentlichen Straßenverkehr stattfinden sollten.

"Aha", war mein erster Gedanke, "jetzt will man also doch uns "Alten" an den Führerschein". Diese Befürchtung teilte ich für einen Moment mit vielen älteren Autofahrern.  Als "Ersatzmann" fuhr ich dann jedoch zum angesagten Termin auf das Übungsgelände.

Im ersten Teil der Veranstaltung hatte die Polizei das Wort. Ihr Vertreter, Achim Wach, sah die fragenden Blicke einiger Teilnehmer und beruhigte sie: "Wir wollen auf keinen Fall ihren Führerschein, sondern ihnen helfen, sich im stetig wachsenden Straßenverkehr sicherer zu fühlen!" Das klang beruhigend in den Ohren der Anwesenden.

Danach gab es wichtige Informationen zu gesetzlichen Änderungen in der Straßenverkehrsordnung unter anderem zum Überholverbot von haltenden Bussen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften, zum Kreisverkehr und zum Befahren von Radfahrwege. Hierzu gab es eifrige Diskussionsbeiträge, die oft in einem humorvollen Lacher endeten.  

Im zweiten Teil der Veranstaltung absolvierte eine Gruppe auf dem Trainingsgelände diverse Übungen, während zwei andere Gruppen sich mit Fahrschulwagen durch den öffentlichen Straßenverkehr bewegten.

Für mich ging es auf dem Trainingsgelände weiter. Slalomfahren mit verschiedenen Geschwindigkeiten und das abrupte Bremsen auf nasser Fahrbahn waren für mich nicht ganz neu. Allerdings war die Reaktion des Fahrzeugs bei der Vollbremsung und das Quietschen der Reifen auf der nassen Fahrbahn etwas gewöhnungsbedürftig. Hierbei half auch nicht die Stimme des Fahrlehrers, die über Funk Anweisungen gab: "Beschleunigen sie, schön geradeaus blicken, Spur halten und lächeln". Wie sollte ich bei der Konzentration auch noch lächeln? Der Mut, das Bremspedal mit voller Kraft durchzutreten, wurde bei jeder Runde größer. Damit wuchs die Verlässlichkeit auf mein Reaktionsvermögen und mein Auto.

Als Beifahrer erlebte ich die erste Fahrt durch die Stadt. Etwas beklommen wurde mir jedoch bei dem Gedanken, Fehler zu machen. Dazu kam, dass es meine zweite Fahrt in einem Automatik-Fahrzeug sein würde.

Zum Weiterdenken blieb keine Zeit, denn die freundliche Stimme des Fahrlehrers sagte: "Jetzt sind sie dran. Sitzen sie richtig? Dann gurten sie sich an, stellen den linken Fuß zur Seite, treten die Bremse, drücken auf den Startknopf, schalten den Hebel auf "D" und geben etwas Gas!"

Alles klappte, und es wurde eine problemlose Fahrt. Alle vorherigen Bedenken waren verschwunden. Auf eventuelle Fehler hätte mich der Fahrlehrer aufmerksam gemacht.

Froh, entgegen aller Bedenken mitgemacht zu haben, kann ich nur jedem empfehlen, die Gelegenheit zur Teilnahme an einer Veranstaltung "Fit im Auto" zu nutzen. Sie bestätigt einem, noch genügend gewappnet zu sein für den Straßenverkehr."                    Foto: Hubert Kulgemeyer, MT

Dank für Engagement - Kursleiter waren ins "Haus der Senioren" eingeladen

Cloppenburg  - Peter Maisel - April 2018

Leiterinnen und Leiter von Kursen im Haus der Senioren waren von Elsbeth Südbeck, Vorsitzende des Vorstandes für das Haus der Senioren, und Theresia Ostrowski, Leiterin des Seniorenbüros, zu einem Treffen eingeladen worden.

Eine große Zahl der über 20 Angesprochenen war der Einladung gefolgt. Die Vorsitzende begrüßte die Gäste und mit ihnen auch eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürodienstes.

Sie brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass das Interesse an einer solchen Zusammenkunft so große Resonanz fand. Bei einer gemütlichen Kaffeetafel gab es Gelegenheit, die einzelnen Leiter/innen kennenzulernen, zumal in den letzten Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen ein zum Teil starker Wechsel in der Leitung der Kurse erfolgte.

Darüber hinaus hatten diejenigen, deren Tätigkeit überwiegend außerhalb des Hauses stattfindet, die Möglichkeit, das Haus bzw. Neuerungen in ihm kennen zu lernen.

Die Vorsitzende gab einen Überblick über die Neuerungen und vor allem über die Vielzahl der Kurse, die im Haus stattfinden. In dem Zusammenhang dankte sie allen, die sich in der Leitung eines Kurses engagieren.

Theresia Ostrowski, seit nunmehr fast einem Jahr Leiterin des Seniorenbüros, stellte sich und ihre Arbeit vor. Sie dankte ebenfalls allen Anwesenden für ihren ehrenamtlichen, engagierten Einsatz. Dabei lud sie zum Sommerfest für alle Ehrenamtlichen des Hauses ein, das am 14. August um 16 Uhr im Bildungswerk gefeiert wird, zu dem aber noch eine persönliche Einladung des Hauses erfolgt.

Auch auf den "Tag der Offenen Tür" im Haus der Senioren am 21. Oktober und auf eine Ausstellung der Malgruppe "Die Pinselquäler" im Bildungswerk, die zu gegebener Zeit in der Presse angekündigt werden, wies Theresia Ostrowski hin.

Nach dem offiziellen Teil gab es Gelegenheit, miteinander zu sprechen bzw. mit der Vorsitzenden und der Büroleiterin interne Angelegenheiten zu erörtern.                   

"Wie es früher war" - Ein uraltes Haus wurde zur neuen Heimat

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - April 2018

Bärbel Tönnies aus Löningen las im Haus der Senioren aus ihrem Buch „Wie es früher war“, das von ihren Kindheitserinnerungen während der Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg berichtet. Dieses Thema ist heute wie damals aktuell.

Die Autorin wurde 1941 in Schlesien geboren und musste im August 1946 zusammen mit ihrem Bruder (geb. 1935) und ihrer Mutter ihre Heimat Dittersdorf verlassen. Erst mit 70 Jahren fühlte sie sich fähig, dieses Buch „gegen das Vergessen“ – auf Anraten ihrer heranwachsenden Kinder – zu schreiben.

Vor zahlreichen interessierten Zuhörer(inne)n las sie ausschnittweise aus ihren Erinnerungen, immer wieder durch Nachfragen und angeregte Diskussionen unterbrochen.

Bereits 1945 war die Familie in die damalige Tschechoslowakei ausgewiesen worden; aber wieder in die Heimat zurückgekehrt. Die zweite Vertreibung im August 1946 war dann besser organisiert. „Man fühlte sich den Polen und den Russen ausgeliefert und wurde zunächst mit Pferd und Wagen und dann später in Viehwaggons der Bahn abtransportiert.“ – „Von den wenigen Habseligkeiten, die wir im Handwagen mitgenommen hatten, wurde bis auf eine kleine Metallkiste mit Papieren und Fotos bald alles gestohlen“, so die Referentin.

Über Frankfurt/Oder, Oeynhausen, Osnabrück und Essen sei ihre Gruppe nach drei Tagen in Löningen angekommen und von dem damaligen stellvertretenden Bürger-meister, Pfarrer Arlinghaus, begrüßt worden. „Alles war organisiert!“

Die Mutter war mit den zwei Kindern mit Pferd und Wagen nach Vehrensande weitergebracht worden. Über die ersten Eindrücke des kleinen Mädchens von der „neuen Heimat“ berichtete die Autorin rührend: „Ein uraltes Haus mit tief heruntergezogenem Dach und hohen Eichen drum-herum“ hatten ihm offensichtlich Angst gemacht. Hinzu kam eine „alte schwarzgekleidete Frau mit einer großen Schürze und einer komischen Kopfbedeckung“, die dem Kind zudem Furcht einflößte.

Frau Tönnies beschrieb, wie sich das Flüchtlingskind, das nur Hochdeutsch sprach, mit den Plattdeutsch sprechenden Nachbarskindern anfreundete. In Vehrensande seien sie sechs Jahre geblieben, danach siedelten sie sich am Haseknie in Löningen an; von da an gehörten sie zur Bauerschaft Angelbeck.

Die Zeit in der „neuen Heimat“ ging dahin, Schulbesuch und Ausbildung wurden abgeschlossen, aber die Sehnsucht nach „zu Hause“ blieb.

Mit bewegenden Worten berichtete Frau Tönnies von zwei Fahrten, die sie zusammen mit ihrem Bruder nach Schlesien unternahm. Besonders für ihren Bruder, der sich an viele Begebenheiten aufgrund seines höheren Alters besser erinnern konnte, seien das schmerzerfüllte Tage gewesen. Aber ihr hätten diese „Reisen in die Vergangenheit“ gutgetan. Denn: „Heute bin ich in Löningen angekommen! Hier bin ich glücklich!“ war ihr Fazit.

Und was haben die Zuhörer(innen) zwischen den Zeilen herausgespürt: Dankbarkeit für eine gute Aufnahme und schöne Kindertage in Vehrensande; Zufriedenheit über ihren Lebensweg in Löningen, der dem Flüchtlingskind leider eine höhere Schul- und Weiterbildung verwehrte und Stolz darauf, dass sie zusammen mit ihrem Mann ihren Kindern später jedoch derartige Chancen vermitteln konnte.

Personalwechsel beim "Entlastenden Dienst"

Im Monat April 2018 hat es ein Wechsel beim Entlastenden Dienst im Haus der Senioren gegeben.

Gisela Gärtner, Beraterin in der Pflege und Betreuung, wurde verabschiedet, ihre Nachfolgerin wurde Margret Abu-Ghazaleh, die ehemalige Leiterin der Berufsfachschule für Altenpflege beim St. Pius-Stift in Cloppenburg.

 

 

Foto: Martin Kessens
von links: Maria Albers (Leiterin des Entlastenden Dienstes), Gisela Gärtner, Ilona Heydt (Leiterin  des Bildungswerkes) und Margret Abu-Ghazaleh.

"Hochtied I"

Cloppenburg - Peter Maisel - April 2018

"Wer erinnert sich denn noch an seine Hochzeit"?, hatte Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer, die Besucher gefragt und sie aufgefordert, Fotos von dem "schönsten Tag" in ihrem Leben mit zubringen. Unter dem Titel "Hochtied" wurden bei der nächsten Zusammenkunft zahlreiche Fotos zur Ansicht ausgestellt. Dazu erzählten die Gäste ihre "Biographischen Geschichten" von den Vorbereitungen, den Feierlichkeiten und Gebräuchen, mit denen sie ihre Hochzeit erlebten. Die Erzählerinnen und Erzähler konnten sich sehr gut an die Erlebnisse rund um die Hochzeit erinnern und wussten sie der Runde nahe zubringen. Es wurde viel und herzhaft gelacht, wurde doch durch die Erzählungen die Vergangenheit wieder in Erinnerung gerufen. Dabei blieb es nicht aus, dass auch die weniger angenehmen Erinnerungen, wie etwa der Tod des Ehepartners, zur Sprache kamen. Die positive Stimmung überwog jedoch, vor allem, wenn über zum Teil recht kuriose Vorkommnisse und Begebenheiten für die Brautleute an ihrem Ehrentag bzw. beiden Hochzeitsreisen berichtet wurde. Dabei reichte die Palette der Erlebnisse von der mitreisenden Schwiegermutter über von Mäusen zerfressene Ehebetten, die für die Hochzeitsnacht notdürftig repariert werden mussten, bis zur Entführung der Braut und deren Folgen. Aus Ärger über die mangelhafte Versorgung mit warmem Wasser in den angefahrenen Unterkünften brach ein Paar sogar nach drei Tagen die Hochzeitsreise ab und kehrte enttäuscht heim. Gefeiert wurde in den meisten Fällen auf der Diele des Bauernhofes, in den die Brauteinheiratete. Selbst gebrannter Schluck und das geschlachtete Schwein sorgten neben den Musikanten und einer freundlichen und hilfsbereiten Nachbarschaft, für eine ausgelassene und schöne Feier.                                                                                     Foto: Peter Maisel

 

"Hier geht es sehr Lebendig zu"

Seit fünf Jahren läuft der theologische Gesprächskreis mit Dr. Christian Lüken 

Auch nach fünf Jahren und rund 50 Gesprächs- und Diskussionsrunden sind im theologischen Gesprächskreis im Haus der Senioren noch keine Routine, keine Langeweile und keine Abnutzungserscheinungen aufgetreten.

Es gibt keinen großen Vortrag, vielmehr wird nach einer kurzen Einführung in das Thema rege diskutiert. Jeder kann sich und seine Meinung dabei einbringen.
Foto und Text: Martin Kessens

"... dass mein Weg auch anderen Menschen helfen kann"

"Ich bin an meiner Krankheit gesund geworden" 

Aufmerksames Schwiegen herrschte beim Vortrag der Buchautorin und Künstlerin Imke Rosiejka im Haus der Senioren. 2002 von Panikattacken heimgesucht, hat die Autorin ihre Krankheit in zwei Büchern verarbeitet, aus denen sie den Zuhörern vorlas und dabei viel aus ihren Leben erzählte.

Sie habe neben der Schulmedizin alternative Heilme-thoden angewandt und sich so aus der Dunkelheit befreit. Viele Schulmediziner sähen nicht den  Zusam-menhang von Körper, Geist und Seele, sondern ver-schrieben nur Medikamente, ohne die Ursachen von Krankheiten bei den Patienten zu erforschen.

 

Foto und Text: Martin Kessens

Fast jeder dritte Tote wird verbrannt

Josef Drüding sprach beim Frühstückstreff über Bestattungen

 

Einen Appell richtete Josef Drüding von der Friedhofsverwaltung der St.-Andreas-Gemeinde an die Teilnehmer des Frühstückstreffs im Haus der Senioren: Man solle sich frühzeitig Gedanken um die eigene Beerdigung machen. Manchmal seien die Hinterbliebenen überfordert, entsprechende Formalitäten auszuführen, sagte er.

Auf den beiden Friedhöfen St. Andreas und St. Josef gibt es 4150 Grabstellen und jährlich finden etwa 200 Beerdigungen statt.

"Die Bestattungskultur hat sich geändert", fuhr er fort. Die Urnenbestattungen seien in den vergangenen Jahren von sieben auf 30 Prozent angewachsen. Anonyme Bestattungen seien nicht erwünscht, ebenso die Abdeckung des Grabes mit einer Platte. "Wir wollen auf den Friedhöfen keine Steinwüste", so Drüding.

Für 30 Jahre könne man eine Grabstelle erwerben, die Ruhezeit beträgt 25 Jahre, bevor eine Grabstelle neu belegt würde, sagt Drüding.    

 

                                                        Foto und Text: Martin Kessens

 


Eine kleine Reise in die Vergangenheit - 3 Veranstaltungen

Cloppenburg - Peter Maisel - März 2018

Unter dem Titel „Eine kleine Reise in die Vergangenheit“ bietet das Café Alzheimer im Haus der Senioren in der Geschwister-Scholl-Straße 15 seit 5 Jahren jahreszeitlich orientierte Veranstaltungen für "Menschen mit Demenz“ im Cloppenburger Museumsdorf an. Unterstützung gibt es dabei vom Haus der Senioren, dem Bildungswerk und dem Museumsdorf.

Erreichen wollen die Veranstalter mit dieser Maßnahme, dass die betroffenen Personen und ihre Betreuer/Innen für einige Stunden ihren „Alltagstrott“ vergessen. Bei diesen Begegnungen ergibt sich die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und sich über Gesundheits- bzw. Betreuungsprobleme von an Demenz erkrankten Menschen zu unterhalten und auszutauschen.

An drei Terminen werden die Besucher in Gruppen durch das Museumsdorf geführt und zu den entsprechenden Themen von Museumspädagoginnen mit Hintergrundwissen versorgt.

Für dieses Jahr sind die folgenden Termine, jeweils nachmittags um 15 Uhr, vorgesehen: Am Dienstag, 29. Mai, 15 Uhr, heißt das Thema "Maienspaziergang". Die Gäste werden das "Dorf" in seiner Frühlingspracht erleben.

Den jährlichen "Kirmestrubel" gibt es am Samstag, 7. Juli, 15 Uhr. Dem Mutigen stehen dann die Raupenbahn, das Pferdekarussell und das Riesenrad zur Belustigung zur Verfügung. Auch an das leibliche Wohl der Besucher ist gedacht.

Zur "Erntezeit" wird dann am Dienstag, dem 9. Oktober, 15 Uhr, eingeladen. Neben dem hauseigenen Garten mit seinen Früchten sind die arbeitsreiche und an-strengende Landarbeit in der damaligen Zeit Themen des Nachmittags.

Mit einem gemütlichen Kaffeetrinken endet der jeweilige interessante Nachmittag.

Ein Flyer mit den genannten Terminen und Themen liegt im Seniorenbüro des Hauses aus und ist dort während der Bürozeiten montags bis freitags von 9-12 Uhr erhältlich. Auch telefonisch können die Daten während der Bürozeiten erfragt werden und die Anmeldungen erfolgen unter der Telefonnummer: 04471/87688. Im Internet sind die Daten zu erfragen unter www.senioren-clp.de.

Hausaufgaben ja, aber es gibt keine Noten

Das "Haus der Senioren" bietet Sprachkurse in Englisch, Französisch und Spanisch an/Mit viel Spaß dabei

Montagmorgen im Haus der Senioren. Neben dem vielfach zu hörenden "Moin" ist auch ein "Bonjour, cava?". (Guten Morgen, wie geht's?) zu hören.
Das sind die "Franzosen", wie sie im Haus genannt werden. Deren Kurs beginnt um 10 Uhr für die fortgeschrittenen Anfänger/innen und für die Fortgeschrittenen um 11 Uhr.

 So macht Lernen Spaß: Die "Franzosen" mit Maria Franßen (rechts) lernen

nicht nur die Sprache, sondern auch etwas über "Land und Leute"

Gemeinsames Lernen: Englisch-Kurse mit Elsbeth Südbeck (stehend Zweite von rechts) laufen seit 2001 mit durchschnittlich 15 Teilnehmern.

Englisch I:   Do 1.und 3. Woche 10:00 Uhr

Englisch II:  Do 2.und 4. Woche 10:00 Uhr
           beide Kurse mit Frau Elsbeth Südbeck

Englisch III: jeden Montag 11:00Uhr, für                       Anfänger mit Frau Ishild Hildebrandt

Englisch IV: jeden Do 10:00 Uhr für Teilnehmer

        ohne Vorkenntnisse mit Frau Sigrid Meyer

 

Der Spanischkurs für Anfänger und Fortgeschrittene mit Frau Jenny Lemmermöhle findet 14-täglich mittwochs um 11:00 Uhr statt.

 

Fotos: Martin Kessens

Textauszüge aus der MT-Seniorenseite vom 24.02.2018