MünsterländischeTageszeitung vom 25. Oktober 2018

Die "Sonntagsmaler" zeigen ihre Werke

Im Rahmen der Jubiläumsfeier 25-Jahre "Haus der Senioren", fand im Haus der Kath. Erwachsenbildung "Bildungswerk Cloppenburg" eine Bilderausstellung der Malgruppe "Sonntagsmaler" statt. Hier einige Bilder die im Foyer des Bildungswerkes ausgestellt wurden und dort noch im Monat November zu sehen sind.                                    Fotos: Derk van Groningen

Erntezeit - Thema der "Kleinen Reise in die Vergangenheit"

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Oktober 2018

Bei herrlichem Herbstwetter trafen sich wieder einmal viele Senioren/Innen zu einer „Reise in die Vergangenheit“ vor dem Alten Eingang zum Museumsdorf, wo sie von Frau Malinowski herzlich empfangen wurden.

 Es war zwei Tage nach dem Erntedankfest – und so lag es nahe, das Thema „Ernte“ noch einmal in den Vordergrund zu stellen. Mit viel Humor erklärte Frau Malinowski den Begriff „Essen wie ein Scheunendrescher“ oder erzählte von der Eichelmast der Schweine früher.

 Überhaupt „früher“ – Wann war früher? Als die Schweine noch drei Jahre gemästet wurden, bis sie schlachtreif waren? Als das Stroh noch auf dem Dielenboden der Scheune mit dem Dreschflegel gedroschen wurde? Vor 200 Jahren oder erst – gefühlt – gestern, als die Kartoffeln noch per Hand aufgesucht wer-den mussten? Das und Vieles mehr wurde auf dem Gang zur kleinen Dorfkirche diskutiert.

 Dort waren noch die Früchte des Feldes vor dem Altar ausgebreitet, und Frau Malinowski berichtete von den Bemühungen des Museumsdorfes, der Jugend von heute die Welt von gestern erfahrbar zu machen; dass z.B. die Kartoffeln nicht „gepflückt werden“ können, wie ein Kind kürzlich meinte.

Spontan stimmten die Teilnehmer der Exkursion als Danklied „Großer Gott, wir loben Dich …“ an, bevor dann eine zünftige Brotzeit im Haakenhof mit Kaffee und Schwarzbrot die kleine Reise in die Vergangenheit beendete. Alle TeilnehmerInnen verabschiedeten sich dankbar und zufrieden für einen gelungenen Nachmittag.

Münsterländische Tageszeitung vom 27.10.2018

Der Sonntag in der Familie - früher und Heute

Cloppenburg - Peter Maisel - Oktober 2018

 "Wie empfanden wir den Sonntag früher und wie heute"? hieß das Thema im Café Alzheimer im Haus der Senioren. Anni Siemer stellte den zahlreichen Besuchern diese Frage und erwartete deren Antworten.

 "Kaiser Wilhelm verordnete die staatliche Sonntagsruhe, weil diese die arbeitenden Menschen wieder "fit" machen sollte für die anstrengenden 6 Tage der kommenden Woche", führte die Referentin zunächst aus.

 Sie forderte die Anwesenden auf, zu erzählen, was ihnen als Kind am Sonntag gefiel bzw. nicht gefiel und wie sie ihn empfanden.

 Die Besucher beteiligten sich rege daran, über ihr Erleben des Sonntags als Kind zu berichten. Bei allen Berichten stand neben der Freude, nicht in die Schule zu müssen, im Vordergrund, dass die Pflicht zum Kirchgang eine Belastung darstellte. Dazu kam auch der Besuch der Andacht am Nachmittag. Von einigen Erzählern wurde auch noch die nachmittägliche Christenlehre genannt.

 Als positiv wurde zunächst empfunden, dass sonntags der Vater zu Hause war und mit den Kindern spielen konnte. Des weiteren wurden die gemeinsamen Mahlzeiten erwähnt und die Spaziergänge bzw. die Besucher im eigenen Haus oder die Besuche bei Bekannten und Verwandten.

 Schließlich spielte auch die besondere Kleidung am Sonn- und Feiertag in der damaligen Zeit eine sehr große Rolle. "Vor Palmsonntag bekamen wir immer neue Kleider", wusste eine Besucherin zu berichten." Die trugen wir dann am Sonntag zum Kirchgang und zum Spazierengehen und waren froh, die Alltagskleidung einmal nicht tragen zu müssen".

 Für die meisten Besucher ist auch im Alter der sonntägliche Kirchgang noch eine Verpflichtung, wie die Erzählungen zeigten. Diese wird jedoch nicht mehr als so drückend empfunden wie früher, da man als Erwachsener sich ja entscheiden kann für oder gegen einen Sonntagskirchenbesuch.

 Gerade für Alleinlebende bietet dieser zudem die Möglichkeit, andere Menschen zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen und somit dem Alleinsein sich für kurze Zeit zu entziehen. Vor allem Neubürger genießen den Kirchgang, der ihnen in der alten Heimat verwehrt war.

 Viele, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Anwesende, äußerten sich dankbar für die Übertragung von Gottesdiensten im Fernsehen. Zum Hören von Gottes Wort und der Auslegung desselben bekommen sie die Möglichkeit, andere Gotteshäuser und Geistliche kennen zu lernen.

Mit einem humorvollen Gedicht endete der Nachmittag.

 

Zweiter Tanznachmittag im Café Alzheimer

Cloppenburg - Peter Maisel - September 2018

 "In einer kleinen Konditorei" hieß die Einladung zum  Tanznachmittag des Café Alzheimer, zu dem dieses seine ständigen Besucher ins Haus der Senioren eingeladen hatte. Dazu passend erklang das Lied "Aber bitte mit Sahne!", denn das abwechslungsreiche Angebot des Kuchenbuffets ließ keine Wünsche offen.

 Ermöglicht wurde diese Veranstaltung, die bereits zum zweiten Mal stattfand, durch eine großzügige Spende von der Cloppenburger Bürgerstiftung, mit der Elisabeth Terwelp die erfreuten Besucher überraschte. Den Dankesworten von Mechtild Veerkamp vom Förderverein und Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer, schlossen sich die Besucher mit starkem Beifall an.

 Im Laufe des Nachmittags spielte Walter Zurborg auf seinem Akkordeon viele bekannte Lieder und Melodien aus der "Jugendzeit" und führte die Besucher in einer Polonaise durch die Räumlichkeiten. Unterstützung fand er in Heiner Gärtner, der als "DJ" fungierte.

 Melodien und "Ohrwürmer" vom "Kriminaltango" über "So schön, schön war die Zeit" und "Mit 17 hat man noch Träume" bis "Er hat ein knallrotes Gummiboot" und "Die kleine Kneipe in unserer Straße" lockten die Besucher auf die Tanzfläche, die sich rasch füllte.

 Da Interpreten wie Rene Carol, Drafi Deutscher, Rita Pavone, Andrea Berg und ABBA, um nur einige zu nennen, zu hören waren, blieb zum Sitzen kaum Zeit.

 Texte  und Melodien waren noch sicher im Gedächtnis und wurden laut mitgesungen, was die Stimmung auf der Tanzfläche erhöhte. Wer eine gute Kondition hatte, ließ nur wenige Tänze aus; wer jedoch auf das Tanzen verzichten musste, hatte Spaß und Freude an der Ausgelassenheit der Tänzerinnen und Tänzer, am Hören der Melodien und am Mitschunkeln derselben.

 Der Aufforderung Gerhard Wendlands: "Tanze mit mir in den Morgen" wollten die Gäste jedoch nicht nachkommen; stattdessen hieß es bald: "Arrivederci, Hans". Ohne mehrere spontan geäußerte Liedwünsche durfte Walter Zurborg jedoch das Haus nicht verlassen, und die Besucher traten zufrieden den Heimweg an.

 Zufrieden zeigte sich das Organisationsteam besonders darüber, dass praktisch angewandte "Biographiearbeit" so viel Freude bereiten kann.

Foto: Peter Maisel

Ungebetener Besuch am Vormittag

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - September 2018

 Wer hätte das gedacht? Einbrecher lieben es, in den Vormittagsstunden auf Beutefang zu gehen – oder in den frühen Abendstunden! Wussten Sie schon, dass etwa alle zwei Minuten in Deutschland eingebrochen wird? Wussten Sie, dass Einbrecher oft Gelegenheitsdiebe sind? Sie lieben keine lauten Geräusche, sind oft nur mit einem Schraubenzieher unterwegs und sind keine Gewalttäter!

 Diese Tatsachen und noch viel mehr erläuterte Andreas Bonk, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta im Haus der Senioren. Mit Temperament und viel Engagement erklärte er, wie man mit oft einfachen Vorsichtsmaßnahmen potenzielle Einbrecher daran hindert, ins Haus zu kommen.

 Zunächst seien ein paar eigentlich selbstverständliche Regeln zu beachten: Beim Verlassen des Hauses keine Fenster auf Kipp stehen lassen – auch nicht im 1. Stock! Immer die Haustür abschließen! Keine Hausschlüssel im Außenbereich des Hauses deponieren!

 Da der Faktor „Zeit“ bei den (versuchten) Einbrüchen eine große Rolle spiele, so erklärte Herr Bonk, gäbe es einfache technische und nicht zu teure Möglichkeiten, seine Habe zu sichern. Einbrecher würden zumeist den einfach-sten und schnellsten Zugang ins Haus/in die Wohnung suchen und oft schon nach drei Minuten vergeblicher Mühe aufgeben. „Auch wenn Sie meinen, ,Bei mir ist ja nichts zu holen‘, das schützt Sie nicht vor der Gefahr! Sichern Sie besonders Fenster, Terrassen- und Balkontüren!“

 Der Referent zeigte verschiedene zusätzliche einfache, aber auch teure Sicherungsmaßnahmen, die nachträglich in jedes Haus/jede Wohnung eingebaut werden können. Die Polizei käme gerne zur Beratung und könne auf vertrauens-würdige Firmen verweisen. Zudem fördere die KfW sicherungstechnische Maßnahmen!

 Andreas Bonk hinterließ eine „leicht“ verunsicherte Zuhörerschaft und gab noch den Tipp: „Erstellen Sie ein Liste Ihrer Wertgegenstände! Denken Sie auch mal über ein Bankschließfach nach!“

Andreas Bonk ist unter der Tel. Nr. 04471 1860-108 für Hilfesuchende zu erreichen.

Findus-Projekt im Frühstückstreff vorgestellt

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - September 2018

 Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Pettersson und Findus? Wer kennt sie nicht die Erzählungen vom alten, einsamen und etwas kauzigen Landwirt Pettersson und seinem fröhlichen kleinen Kater Findus? Beide bereichern sich im gegenseitigen Miteinander, heitern sich auf, besiegen ihre Ängste.

 „Findus“ so heißt auch ein Projekt, das Thomas Gehlenborg, Pastoralreferent der St. Andreas-Pfarrgemeinde, im Haus der Senioren vorstellte. „Findus“ oder auch – adaptiert aus dem Englischen – „find us“ ist ein Projekt, in das sich Erwachsene ehrenamtlich einbringen können, um Flüchtlingskindern mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 5 und 12 Jahren als Paten das neue Leben bei uns in Cloppenburg zu erleichtern.

 An den Anfang stellte der Referent einen kleinen Filmstreifen von der 1. Begegnung von Pettersson und Findus; genauso sollten die Paten ihren Schützlingen im gegenseitigen Kennenlernen Spaß am Leben in der neuen Umgebung vermitteln und selber Spaß und Zufriedenheit erwerben.

 „Findus“ sei ein Projekt der Pfarrgemeinde St. Andreas und der Gemeindecaritas im Dekanat Cloppenburg, das 2015 mit dem ersten großen Strom der Asylanten nach Deutschland entwickelt wurde, erklärte der Referent. Pettersson und sein kleiner Kater Findus halten zusammen wie ein echtes Team, egal was passiert – und zu ebensolchen Teams sollen nach und nach die kleinen Migrantenkinder und ihre Paten zusammenwachsen.

 Die Erwachsenen – die Findus-Paten – würden dafür zwei Stunden pro Woche investieren, in denen sie mit den Jungen und Mädchen schwimmen gehen, gemeinsam lesen oder malen, bei den Schulaufgaben helfen, Ausflüge machen oder auch musizieren, je nachdem, wozu beide Lust hätten. Dabei ginge es nicht darum, ein besonders großartiges Programm zu bieten, sondern einfach gemeinsam das neue Land, die neue Stadt, in der die Kinder nun leben, zu erkunden und mehr über Kultur und Sprache zu erfahren.

 Alle ehrenamtlichen „Paten“ würden auf diese Aufgabe vorbereitet und in monatlichen Treffen auch begleitet, vom Referenten selbst und von der Sozialarbeiterin des „CSW“ (Caritas-Sozialwerk) Betti Kemlein. Alle Kinder seien versichert, die Paten unterlägen der Schweigepflicht und dürften ihre Aktivitäten mit den Kindern auch nicht in den sozialen Netzwerken verbreiten.

 „Sie begleiten die Kinder mit ihrer Lebenserfahrung; die Kinder bereichern das Leben der Paten mit dem Blick in andere Kulturen!“ Die Kinder, die z. Zt. in Cloppenburg betreut werden, kommen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. „Die Erfahrungen sind bis jetzt ausnahmslos positiv und es läuft wirklich gut“, resümierte Thomas Gehlenborg.

 Derk van Groningen, einer der Paten, berichtete von seinen Erfahrungen mit einer Familie aus Afghanistan, über die sprachlichen Probleme, die Probleme mit den Urkunden, die Probleme mit der Verständigung, aber auch über den gegenseitigen Respekt. „Wir sind wie ein Tandem!“

 Mit einem Plädoyer für mehr Nächstenliebe gegenüber den Flüchtenden, von denen in diesem Jahr schon mehr als 1500 im Mittelmeer ertrunken seien, beendete Herr Gehlenborg seinen Vortrag.

 Wer an dem Projekt teilnehmen möchte, erhält weitere Infos bei Betti Kemlein, Tel.  04471 9130574 und bei Thomas Gehlenborg, Tel.  04471 70149-24.

Kinder verwandelten Parkplatz in Töpferwerkstatt

Cloppenburg - Peter Maisel - September 2018

 Lebhaft ging es vor dem Haus der Senioren zu, als die Kinder des Waldkindergartens den Parkplatz vor dem Haus der Senioren für einige Stunden bevölkerten. Mit den Leiterinnen, Eltern und Ehrenamtlichen wurde bei schönem Wetter der Platz in eine "Töpferwerkstatt" verwandelt.

 An Zelttischen mussten die Kinder unter Anleitung zunächst Fliesen in Bruchstücke zerschlagen und anschließend in Fertig-Zement drücken, so dass bunte Mosaiktafeln entstanden. Danach wurden am nächsten Freitag Blumentöpfe ebenso verziert.

 Schließlich bemalten die kleinen KünstlerInnen große Baumscheiben, um aus ihnen Tabletts für Spiele herzustellen. Aus mit Zement gefüllten Einmalhandschuhen formten sie noch Hände, deren Finger sie zu einer hohlen Hand gestalteten.

 Mit Freude waren die Kinder bei der Arbeit, wobei ihnen die Erwachsenen hilfreich zur Seite standen. Am Ende der Aktion waren alle Beteiligten zufrieden, und die Kinder waren stolz auf die Ergebnisse ihres Fleißes.

 Die gefertigten Bastelsachen wurden am Tag der offenen Tür des Waldkindergartens zum Verkauf angeboten. Anlass war das 20-jährige Bestehen der Einrichtung in den Bührener Tannen, an dem auch viele Ehemalige teilnehmen und ihre Glückwünsche überbrachten.

 Leiterin Monika Schlichting zeigte sich noch begeistert von dem Verlauf und dem Besuch der Veranstaltung, als Ehrenamtliche des Seniorenbüros aus dem Haus der Senioren den Kindern in den Bührener Tannen einen Besuch abstatteten und zum Geburtstag gratulierten.

Die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher zu Besuch im Haus der Senioren

Cloppenburg  - Martin Kessens - August 2018

Von der Leistungsfähigkeit des Hauses der Senioren überzeugte sich die Bundestagsabgeordnete der CDU Silvia Breher bei einem Besuch auf ihrer Sommertour unter dem Motto „Tag der Generationen“.

 Vorstandsmitglieder, ehrenamtlich Tätige und Vertreter der CDU Fraktion im Stadtrat hießen sie herzlich willkommen. Vorsitzende Elsbeth Südbeck, die Leiterin des Hauses Theresia Ostrowski und die pädagogische Leiterin des Bildungswerkes Ilona Heydt stellten die mannigfachen Angebote für die ältere Generation vor. Die Politikerin war sichtlich erstaunt über so viel ehrenamtliches Engagement und sparte nicht mit Lob für die Ehrenamtlichen. Auch die Stadt Cloppenburg wurde in das Lob einbezogen, die die Seniorenarbeit nicht nur ideell sondern auch materiell unterstützt. So ist u.a. eine Erhöhung des Zuschuss für Seniorenveranstaltungen angedacht. Die Internetplattform für Seniorenangebote ist ein weiteres Beispiel für das Engagement der  jüngsten Stadt Deutschlands für die ältere Generation. Breher, die auch dem Ausschuss für Familie, Jugend Senioren und Frauen angehört, ermunterte die Senioren, sie rechtzeitig anzusprechen, wenn es um Projekte und weitere Vorhaben gehe.
Foto: Martin Kessens

CDU Stadtverband Vorsitzender Prof. Dr. Marco Beeken (2. Von rechts), dann Silvia Breher, Theresia Ostrwoski, Ilona Heydt, Elsbeth Südbeck und weitere Ehrenamtliche und CDU-Politiker/innen

 

Sommerfest der Ehrenamtlichen im Haus der Senioren

Cloppenburg - Martin Kessens - August 2018

Dank, Lob u nd Anerkennung für ehrenamtliche Tätigkeit  prägten das diesjährige Sommerfest des Hauses der Senioren im Foyer des Bildungswerkes Cloppenburg. Vorsitzende Elsbeth Südbeck sparte nicht mit Lob bei der Begrüßung der zahlreich erschienen ehrenamtlich Tätigen. Sie begrüßte besonders die pädagogische Leiterin des Hauses Ilona Heydt, den Vorsitzenden der Fördervereins Heinrich Havermann, sowie Vertreterinnen des Seniorenbeirats. Ohne ehrenamtlichen Einsatz, gäbe es das Haus der Senioren in dieser Form nicht, sagte sie. „Ehrenamt ist unbezahlt und unbezahlbar“.

Zum Gelingen des Festes trugen das Seniorenorchester  unter der Leitung von Bernhard Sibum sowie Dr. Joachim Tebel bei, der mit Seemannsliedern zum Rudelsingen animierte.

Einen besonderen musikalischen Leckerbissen präsentierten die Geschwister Franziska und Lena Behrenswert, die mit Geige und Gitarre drei populäre Musikstücke zum Besten gaben.

„Auf dem Gehaltskonto der Ehrenamtlichen stehen Wertschätzung, Respekt und Freude“, sagte die hauptamtliche Büroleiterin Theresia Ostrowski in ihrer Laudatio, diese widmeten Lebenszeit zum Wohle anderer.  „Das Haus der Senioren ist ein Ort, wo Begegnung stattfindet“.

Geehrt wurden für fünf Jahre Ehrenamt: Gaby Hermes-Imsieke (Gruppe Odense), Ishild Hildebrandt (Englisch), Dr. Christian Lüken (Theologischer Gesprächskreis),

Rudolf Lux (Computerclub und Pflege der Homepage), Ludger Prüllage (EDV-Sprechstunde), Martin Rickwärts (Cafe Alzheimer, Odense) und Irmgard Tiedeken (Odense):

Zehn Jahre Ehrenamt: Lidia Dehring-Pustlauk (Freundeskreis der Deutschen aus Russland), Traute Haseborg (Sonntagstreff),

Fünfzehn Jahre Ehrenamt: Elfie Bahlmann (Hausaufgabenhilfe für benachteiligte Kinder und Flüchtlingskinder), Anni Otten (Frühstückstreff), Rita Witte (Pflege alten Liedgut und Seniorenorchester)

Foto:Martin Kessens

 

Besucher aus Groningen im Haus der Senioren

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2018

Regen Kontakt über die Grenze zu den Niederlanden pflegen die Ehrenamtlichen des Seniorenbüros in Cloppenburg zu einer Gruppe von Ehrenamtlichen in Groningen, die unter dem Namen "Groningen Plus" agiert.

 Als Kontaktperson fungiert dabei immer Derk van Groningen, gebürtiger Niederländer und Ehrenamtlicher im Haus der Senioren. Bei den regelmäßigen Besuchen und Kontakten werden Erfahrungen in der Seniorenarbeit ausgetauscht und Projekte vorgestellt.

 Elsbeth Südbeck, Vorsitzende des Hauses der Senioren, und Theresia Ostrowski, Leiterin des Seniorenbüros, begrüßten die Gäste und einige Büromitarbeiter. Sie gaben ihrer Freude darüber Ausdruck, dass seit einigen Jahren der gute Kontakt besteht und so gegenseitig Anregungen für eine effektive Seniorenarbeit vermittelt werden können.

 Beim jetzigen Besuch wurde ein niederländisches Projekt vorgestellt, das unter dem Namen "Samen kunst verkennen" (Zusammen Kunst erkunden) stand und am 16. April der Öffentlichkeit in Groningen vorgestellt wurde. Harm Jansen hatte mit seinem Team die Vorarbeiten für das Projekt geleistet und stellte es an diesem Nachmittag in Cloppenburg vor.

 Ziel dieses Projektes war es, dass ältere Menschen, die nicht mehr gerne etwas unternehmen, durch selbst gewählte Themen mit "Gleichgesinnten" in Gruppen zusammenzuarbeiten sollten. Durch das gemeinsame Handeln und die gegenseitige Vorstellung der Arbeitsergebnisse sollten sie motiviert werden, wieder unternehmensfreudiger zu werden.

 40 Interessenten, die durch Flyer oder gezielte Ansprache geworben wurden, mussten sich nach Eingangsgesprächen in Gruppen zusammenfinden und über einen längeren Zeitraum am selben Thema arbeiten.

 So bildeten sich folgende Arbeitsgruppen: Zeichen, Malen, Kreative Keramik, Fotografieren, Theater/Kabarett, ein Kastanien- und Matthäusprojekt. An Hand einer Präsentation stellte Jansen den Besuchern die Themen und die Arbeitsweise der Gruppen vor. 

 Während der Arbeitszeit trafen sich die Gruppen mehrmals zu "Vollversammlungen", in denen Ideen ausgetauscht wurden; aber auch Gruppenmitglieder hatten die Möglichkeit, in eine andere Gruppe zu wechseln. Am Ende des Projektes stellten die jeweiligen Gruppen ihre Arbeitsergebnisse vor.

 In einem abschließenden Interview zeigte sich als Fazit: Die Teilnehmer waren froh, etwas gemacht zu haben, was sie selber wollten; sie durften kreativ arbeiten; nicht die Vorstellung ihrer Präsentation vor den anderen war für sie wichtig, sondern der Weg zum Abschluss und die Freude, zusammen etwas gemacht zu haben.
Eine Fortsetzung soll es geben unter dem Titel "Das Heft in die eigene Hand nehmen".

 Für die aufschlussreiche Darstellung des Projektes erhielten die Gäste aus den Niederlanden viele Dankensworte und verdienten Beifall.

 Von den Gastgebern erfuhren die Groninger Besucher, dass auch das Haus der Senioren mit einigen Projekten aufwarten konnte bzw. kann. Zu ihnen gehörten und gehören die Projekte Senioren als Zeitzeugen im Geschichtsunterricht an Gymnasien, das leider nicht mehr gefragt ist, Jung und Alt mit dem Waldkindergarten, Praktika von Gymnasiasten im Haus der Senioren bzw. mit interessierten Senioren und als neues Projekt "Ahnenforschung". 

Kirche und Kapelle im Museumsdorf besucht

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 201 

Zur ersten kleinen "Reise in die Vergangenheit" in diesem Jahr konnte Ursula Wichmann vom Café Alzheimer zwanzig Besucher am alten Eingang des Museumsdorfes willkommen heißen.

 Die Gruppe wurde von Gästeführerin Ursula Moormann zu einem kleinen Rundgang durch das "Dorf" begrüßt. Die erste Station war die kleine Kapelle aus Ankum, an der die meisten Besucher etwas achtlos vorübergehen.

 Die Besucher erfuhren etwas über die Herkunft des kleinen Heiligenhäuschens, das im Jahre 1735 in Ankum errichtet wurde und als Andachts- und Erinnerungsort diente. Es ist mit einem Ölbild der Hl. Margarethe und des Hl. Nikolaus, den Namenspatronen des Besitzerpaares, ausgestattet.

 In den Besitz des Museumsdorfes kam die Kapelle 1962 und beherbergt seit- dem auch eine Pieta.

 Die alte Fachwerkkirche, datiert in das Jahr 1699, war die zweite Station für die Besucher. Sie stammt aus Klein-Escherde im Landkreis Hildesheim und war als Gotteshaus zu klein geworden. 1977 gelangte sie in den Besitz des Museumsdorfes.

 Die Kirche ist komplett ausgestattet mit Gestühl, Uhren, Beichtstuhl, Harmonium und 14 Stationsbildern. "Da die Gemeinde Klein-Escherde für ihre neue Kirche den Altar, die große Glocke und die Skulpturen behielt, musste für Ersatz gesorgt werden," berichtete Ursula Moormann.

 So wurde der Altar aus der Kirche in Listernohl im Sauerland, die durch den Bau der Biggetalsperre abgerissen wurde, übernommen. Aus dem großen Skulpturen-Fundus des Museumsdorfes wurden verschiedene Figuren in der Kirche aufgestellt.   

 Mit einem Marienlied und dem anschließenden gemütlichen Kaffeetrinken im Quatmannshof wurde die kleine Reise in die Vergangenheit zur Zufriedenheit aller Beteiligten beendet.

Der Frühstückstreff besuchte den "Lokschuppen"

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juli 2018

 Nein, der Lokschuppen in Cloppenburg ist kein Lockschuppen! In diesen Wohnpark werden nicht die Alten und Pflegebedürftigen gelockt, sondern es handelt sich hier um eine attraktive Wohnanlage mit einem Angebot für Service-Wohnen, Pflege-Wohnen und Tagespflege, in die ein alter, unter Denkmalschutz stehender Lokschuppen integriert wurde!

 30 Interessierte folgten der Einladung an das Haus der Senioren zu einem Frühstück mit anschließender Führung durch die Anlage auf dem einstigen Gelände der Fa. „Landmaschinenhandel Bruns GmbH & Co KG“. Auf diesem 24.500 m² großen Grundstück entsteht die Pflegeeinrichtung „Wohnpark Lokschuppen“ mit insgesamt 6.900 m² Wohn- und Nutzfläche.

 Die erste Bauphase wurde im September 2017 abgeschlossen. Im Frühjahr 2018 kam ein weiteres Wohngebäude dazu. An der Gestaltung der Außenanlagen wird noch fleißig gearbeitet. Ziel des Wohnparks ist es, dass jeder Einzelne in diesem Wohn-park so selbstständig wie möglich leben, aber so viel Hilfe wie nötig erhalten soll; alles nach dem Motto: „Altersgerecht wohnen. Selbstbestimmt leben!“

 In drei Gruppen wurden die BesucherInnen durch die Gebäude geführt. Alle Fragen wurden beantwortet. Die Führung begann im denkmalgeschützten Lokschuppen, in den sogar alte Eisenbahnschienen integriert wurden: Er beherbergt heute ein Café, 20 Zimmer für die Tagespflege und ist auch eine Begegnungsstätte für Selbsthilfe-gruppen. Einige noch leerstehende Pflegezimmer wurden gezeigt, alle mit behindertengerechter Nasszelle und Pflegebett.

 Im Haus für die Langzeit-Pflegebedürftigen stehen 162 Pflegeplätze zur Verfügung, die als Einzelzimmer (20 qm), aber auch als Doppelzimmer (45 qm), z.B. für Ehepaare, bereitstehen. Hier wurden den Besuchern zwei beispielhafte Zimmer gezeigt, die von den Bewohnern mit eigenen Möbeln ausgestattet werden dürfen. Es gibt auch einen separaten Demenzbereich mit 22 Einzelzimmern, der aber nicht gezeigt wurde.

 Interessant war ein Gang in das erst jüngst fertiggestellte Wohngebäude mit 66 Wohnungen in einer Größe von 48 bis 65 qm, die komplett ausgestattet sind mit Bad und Küche. Hier können die Menschen in ihren persönlichen Räumen leben, die sie mieten und auch privat möblieren; hier können sie selbst bestimmt wohnen, jedoch bei Bedarf Hilfeleistungen abrufen, bekannt unter dem Schlagwort „betreutes Wohnen“.

 Die BesucherInnen waren erstaunt über die Vielfalt der Angebote. Diskutiert wurde viel über die Wohnqualität, die Pflege, die Ernährung und natürlich auch über die Kosten in den verschiedenen Bereichen. Gerne hätte man ein Gespräch mit dem einen oder anderen Bewohner der Anlage geführt, was aber in der Kürze der Zeit nicht möglich war. Alle BesucherInnen waren dankbar für die gebotenen Einblicke. Viele gingen nachdenklich fort. Es überwog jedoch der Grundtenor: „Zu Hause ist es am schönsten!“ und „Ich möchte so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben!“

Tagesfahrt der Senioren-Wanderer und - Radwanderer

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2018

 Die Teilnehmer der Wander- und Radwandergruppe aus dem Haus der Senioren trafen sich zum gemeinsamen Tagesausflug.

 In diesem Jahr ging es nach Emsbüren ins "Emsflower", Europas größte Beet-Pflanzengärtnerei. Die Besucher erfuhren während einer Führung zunächst die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens, das 1954 als kleine Gärtnerei von Jan Kuipers gegründet wurde.

 Weiter ging es zu einer Produktionsbesichtigung. Hier wurden von einer Besucherplattform aus Einblicke vermittelt in die derzeitige Produktion von Topf- und Beetpflanzen. Interessant war die Beobachtung der Stecklingsroboter, deren Arbeit die Produktionsmitarbeiter ergänzten bzw. korrigierten. Fast lautlos und darum so gespenstisch bewegten sich über eine Induktionsschleife Roboter, die Wagen aus der Produktionshalle zogen.

 Zusätzlich klärte Videomaterial über wichtige und interessante Produktionsschritte auf. "Dadurch", so der Gästeführer, "ist die Produktionsbesichtigung auch außerhalb der Saison interessant".

 Wer das Gelesene besser behalten kann als das Gehörte, wurde gut informiert durch Tafeln, die unter dem Slogan "Gut zu wissen!" Hintergrundwissen vermittelten: Im eigenen Naturholzkraftwerk werden jährlich 30.000 Tonnen Holz aus der Landschaftspflege verbrannt zum Heizen der Gewächshäuser und 400 Millionen Liter Regenwasser aus den Wasserbassins an die Pflanzen abgegeben zur Bewässerung.

 Beachtlich war zu erfahren, dass in einem Jahr in 520.000 Schubkarren Blumenerde aus 500 Millionen Pflanzensamen mehr als 500 schöne Pflanzensorten im Emsflower wachsen.

 Im Schaugewächshaus gedeihen verschiedene Sorten von Schnittblumen und Gemüse, in deren Produktionsweise die Besucher einen Einblick erhielten und für ihre Geduld beim Zuhören unter hochsommerlichen Temperaturen von Tomaten naschen durften .

 Über eintausend freifliegende Schmetterlinge gab es im Schmetterlingsgarten zu bestaunen und deren Lebenszyklus zu verfolgen.

 Nach dem Besuch des Tropengartens, in dem außergewöhnliche Pflanzen und Tiere zu Hause sind, wurde im Restaurant die Mittagspause eingelegt.

 Im angeschlossenen Gartencenter warteten neben diversen Gerätschaften zur Erleichterung der Gartenarbeit auch ein verlockend großes Angebot an Zierrat (Kitsch und Kunst) zur Verschönerung des Gartens auf Käufer. Animiert durch Sonderangebote und Rabatt-Aktionen wechselte so mancher Geldschein den Besitzer.

 Am Ende einer gelungenen Veranstaltung wurden die Organisatoren Gerd Wagner und Egon Druhmann mit viel Lob und Dankesworten bedacht.

Einsatz für mehr Pflegepersonal

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Juni 2018

Frau Petra Lübbers informierte im Haus der Senioren über den „Verein Perspektive: Pflege! e.V.“ und über ihre Tätigkeit für diesen Verein, der 2016 durch einen Fördermittelantrag der Gesundheitsregion Vechta, in enger Kooperation mit der Gesundheitsregion Cloppenburg, gegründet wurde. Dadurch entstand in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg eine bis heute nie dagewesene Kooperation der Institutionen und Einrichtungen, die sich speziell um pflegebedürftige Menschen kümmern. Petra Lübbers wurde als Projektkoordinatorin für den Landkreis Cloppenburg eingestellt. Sie kommt gebürtig aus Löningen, ist also in der Region „Oldenburger Münsterland“ verwurzelt. Frau Lübbers berichtete, dass bei der Gründung des Vereins im Landkreis Cloppenburg 17 Einrichtungen beteiligt gewesen seien und „heute sind es bereits 37: Altenheime, Krankenhäuser, Krankenkassen, ambulante Pflegedienste, berufsbildende Einrichtungen und Schulen – ein Pool von Institutionen aus dem Landkreis Cloppenburg“. Diese Vernetzung der verschiedenen Akteure sei einzigartig und zeige deutlich, dass die Einrichtungen etwas gegen den Fachkräftemangel hier in der Region unternehmen wollen. Der Vorstand des „Vereins Perspektive: Pflege! e.V. Cloppenburg“ arbeite ehrenamtlich. Vorstandsmitglieder seien Simone Klemme, Manfred Bockhorst, Maria Witte sowie seit seiner Pensionierung Martin Kessens als Schatzmeister. Frau Lübbers organisiert Projekttage, Workshops etc., um das Image der pflegenden Berufe aufzuwerten und mehr Fachkräfte einzuwerben! So haben z. B. an den Projekttagen im November 2017 viele „Schüler mitgewirkt, die mit professioneller Unterstützung Videos gedreht, Plakate entworfen und Beiträge für die sozialen Medien gestaltet haben, die als Werbematerial genutzt werden sollen“. Das Ziel sei es, das Image der Berufe in der Pflege zu verbessern und den Menschen im Landkreis aufzuzeigen, wieso es sich lohne, die Ausbildung hier im Landkreis zu machen und danach auch in den Einrichtungen des Landkreises zu arbeiten. An den sehr informativen und mit großer Begeisterung für das Thema dargebotenen Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an über die Situation besonders in Cloppenburg vor Ort. „Betreutes Wohnen“, „Wohnen im Alter“, „Wo gibt es Hilfe“ waren nur einige Themen, die angesprochen wurden. Frau Lübbers hat ihr Büro im Haus der Senioren und ist unter der Tel.-Nr. 04471/ 8503703 zu erreichen.