Was war los im Haus der Senioren

Kleine Reise in die Vergangenheit der Landwirtschaft

Cloppenburg - Peter Maisel - Oktober 2017

Die letzte "Kleine Reise in die Vergangenheit" in diesem Jahr führte die Besucher in die Dr. Helmut Ottenjann-Halle im Museumsdorf. Sie beherbergt eine Dauerausstellung von Dampfmaschinen und Traktoren.

Museumsdorf, Bildungswerk und Café Alzheimer im Haus der Senioren führen die Veranstaltung gemeinsam durch. Die Besucherzahlen, mit steigender Tendenz, zeigen die Beliebtheit der Veranstaltung, die besonders auch dementiell erkrankten Menschen viel Freude bereitet.

"Diese Ausstellung zeigt eine außergewöhnliche Sammlung an landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts", erklärte Gästeführerin Ursula Moormann, die die Besuchergruppe willkommen hieß und durch die Ausstellung führte.

Bei einem Rundgang lernten die Besucher zum einen die Lebensumstände der vorindustriellen ländlichen Gesellschaft kennen. Zum anderen gewannen sie aber auch Einblicke in die Zeit, in der das Leben der Bevölkerung zunehmend von der Mechanisierung bestimmt wurde.

"Während um 1890 in unserer Region die Landwirtschaft noch Arbeitgeber für etwa die Hälfte der Bevölkerung war, gilt dies heute jedoch nur noch für circa 3 Prozent der Einwohner", so die Gästeführerin. "Das bedeutet allerdings auch, dass mit der Technik die Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft eigezogen ist", fuhr sie in ihren Ausführungen fort.

Besondere Aufmerksamkeit richteten die Besucher auf den eisenbereiften Lanz-Bulldog, einen Mähbinder und eine alte Dreschmaschine, in der eine Katze ihr Ende gefunden hatte, deren Skelett ausgestellt ist.

Nach der interessanten und lehrreichen Führung wurden bei einer gemütlichen Kaffeetafel die Eindrücke verarbeitet und in kleinen Gruppen über die Informationen gesprochen.

"Im nächsten Jahr werden wir diese Veranstaltungsreihe mit ihnen fortsetzen", versprach Museumspädagogin Maria Thien den Besuchern zum Abschied, und erntete dafür viel Beifall.

 

Fotos: Peter Maisel

Zu Besuch im Sonntagstreff im Haus der Senioren

Cloppenburg - Peter Maisel - Oktober 2017

Einige unterhaltsame Stunden bei Kaffee und Kuchen erleben am letzten Sonntag im Monat im Haus der Senioren die Besucher des Sonntagstreffs unter der Leitung von Traute Haseborg.

Die Besucher lieben die monatlichen Zusammenkünfte, „denn es gibt immer etwas zu erzählen. Falls doch einmal der Gesprächsstoff ausgehen sollte, greifen wir zu Brett- und Kartenspielen oder vertreiben uns die Zeit mit Gesang“, so die erfragte Meinung.

Besonders die „Geburtstagskinder“ freuen sich immer auf das Treffen, denn sie wissen, dass auf sie stets eine kleine Überraschung wartet. Dazu darf natürlich das Geburtstagsständchen nicht fehlen.

Die Weihnachtsfeier ist nur eine von besonderen „Feiertagen“ oder Jahreszeiten, an denen ein festlich gedeckter Tisch den Anwesenden ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Geborgenheit vermittelt.

Dabei erinnert man sich gern an diejenigen Teilnehmer, mit denen in den Jahren zum Teil Freundschaft geschlossen wurde; die aber aus den unterschiedlichsten Gründen an den Zusammenkünften nicht mehr teilnehmen können.                                                                                        Foto: Derk van Groningen

Seniorenredaktion im Haus der Senioren sucht "Textschreiber"

Cloppenburg - Peter Maisel - Oktober 2017

Die Sonderseite "Von Senioren für Senioren" in der Münsterländischen Tageszeitung erscheint immer am letzten Samstag im Monat. Die Leserinnen und Leser werden über das vielfältige Angebot an Veranstaltungen im Haus der Senioren, Geschwister-Scholl-Straße 15, informiert.

Ins Leben gerufen wurde die Seite 1994 von Heinz Strickmann, Mitarbeiter der Tageszeitung. Seit dieser Zeit berichtet eine Gruppe von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Haus der Senioren als "Seniorenredaktion" in Wort und Bild über die Veranstaltungen des vergangenen Monats und kündigt die Veranstaltungen des kommenden Monats an.

Von besonderem Interesse sind dabei für die Leser auch die Berichte über Kontakte zu anderen Einrichtungen und Institutionen, wie zum Beispiel nach Oldenburg und Bremen oder auch Länder übergreifend nach Groningen.

Aus den unterschiedlichsten Gründen findet jedoch immer wieder ein Wechsel in der Zusammensetzung des Redaktionsteams statt. Damit aber die Arbeitskraft des Teams erhalten bleibt und der Fortbestand der Seniorenseite gesichert ist, müssen neue Kräfte für die Mitarbeit gewonnen werden.

Wer Spaß am Fotografieren und/oder an der Berichterstattung hätte, ist herzlich eingeladen, an einer Redaktionssitzung teilzunehmen, um das Team und dessen Arbeitsweise kennen zu lernen. Auch die Teilnahme eines Mitarbeiters der Zeitung, der dem Team Tipps und Anregungen für eine interessante Gestaltung der Texte und Fotos geben kann, ist von Zeit zu Zeit angesagt.

Die Sitzungen finden immer am 3. Mittwoch im Monat um 9.30 Uhr im Haus der Senioren statt. Weitere Informationen sind im Seniorenbüro während der Bürozeiten von montags bis freitags in der Zeit von 9 - 12 Uhr unter der Telefonnummer 04471/87688 erhältlich. 

Mit Klaus Deux auf einer Pilgerreise in Vézelay/Burgund

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - Oktober 2017

 

Noch immer zutiefst beeindruckt von seinem „Weg zum Wunder des Lichts“ berichtete Klaus Deux im Haus der Senioren von seiner Männerwallfahrt nach Vézelay in Burgund. Im Herbst 2013 hatte sich der Referent zusammen mit sieben Begleitern unter Leitung von Pfarrer Bernd Strickmann auf die 900 km lange Fahrt mit dem Bulli begeben, wo ihn eine „Woche der Stille und Besinnung“ erwartete. Die reizvolle Landschaft mit ihren kulturellen Höhepunkten – außer Vézelay besuchte die Gruppe auch die historische Zisterzienserabtei Fontenay – entschädigte für eine recht bescheidene Unterkunft im Sechs-Bett-Zimmer verbunden mit einem kargen Frühstück. In anschaulichen Bildern zeigte Klaus Deux den hübschen historischen Ort, der sich auf einem Hügel unterhalb der Basilika „Sainte Madeleine“ ausbreitet. Die Basilika wurde, so berichtete er, in der Zeit von 1120 bis 1140 errichtet. „1146 rief hier der Hl. Bernhard von Clairvaux zum Kreuzzug auf!“ 1979 wurde die Kirche ins Weltkulturerbe übernommen.

 

Der Referent führte seine Zuhörer einfühlsam in die Schönheit des romanischen Bauwerks ein, beginnend beim einzigartigen Hauptportal, weiter durch das  beeindruckende „Paradies“ und hinein in das lichtdurchflutete Hauptschiff mit seinem schmucklosen gotischen Chor. „Das war einfach beeindruckend, spektakulär!“ Die Fenster seien so angelegt, dass sich jeweils zur Sonnenwende (21.6. und 21.12.) neun Lichtflecken in der Mitte des unbestuhlten Raumes bilden würden. Von den figürlichen Darstellungen auf den 118 Säulenkapitellen, die die biblische Geschichte in griechisch-lateinischer Mythologie zeigen, erklärte Klaus Deux einige. Besonders bewegend die Darstellung vom erhängten Judas und später die von Jesus, der den toten Judas heimträgt – denn: „Stärker als alles Versagen ist die Liebe Jesu!“ so der Referent. Er erklärte auch die „Mystische Mühle“, ebenso beeindruckend wegen ihrer Schönheit und theologischen Tiefe der Aussage.

 

Dreimal täglich (7.00, 12.30 und 18.00 Uhr) würden sich hier in der Basilika die Jerusalem-Brüder und -Schwestern zum Gebet und zur allabendlichen Feier der Hl. Messe (18.30 Uhr) versammeln. „Die Pilgergruppe durfte hier immer wieder teilnehmen“, denn es war ja eine „Exerzitienreise“, zu der sie sich auf den Weg gemacht hatten. Das einzigartige Licht zusammen mit der fantastischen Akustik bei den vierstimmigen Wechselgesängen der Ordensgemeinschaft hinterließen beim Referenten einen tiefen Eindruck. Durch Abspielen einer Tonbandaufnahme versuchte Klaus Deux die Zuhörer mitzunehmen in diese Stimmung! Alles in allem: „Vézelay ist ein magischer Ort, an dem man außerhalb von Zeit und Raum zur Selbstbesinnung und Einkehr finden kann!“

 

Gymnastik für die Hände

Cloppenburg - Peter Maisel - September 2017

Mit zunehmendem Alter nimmt die Gelenkigkeit der Gliedmaßen, insbesondere der Hände, stetig ab. Oft ist das mit Versteifung einzelner Glieder und Schmerzen verbunden. Der Gang zum Arzt sowie eine langwierige und aufwendige Therapie sind meistens die Folgen.

Damit es aber nicht soweit kommt, können regelmäßige Übungen mit kleinen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel einem kleinen Gymnastikball, dazu beitragen, dass der Versteifungsprozess sich verlangsamt und damit die Schmerzen in Grenzen gehalten werden.

Beim letzten Treffen des Café Alzheimer konnten die Besucher unter Anleitung von Gisela Gärtner und Anna Kort, Studentin der Gerontologie und Praktikantin im Haus der Senioren, einen kleinen Gymnastikball herstellen. Mit diesem wurden dann sofort entsprechende Übungen ausprobiert, die die Gelenkigkeit von Fingern und Händen trainierten.

Dabei zeigte sich, dass selbst die ältere Generation noch Freude am Spielen mit einem Ball hat und mit ihm umzugehen weiß. Wichtig ist, wie bei allen Dingen im Alter, die Motivation, etwas zu tun und nicht zu denken und zu sagen: "Ach, das kann ich ja in meinem Alter doch nicht mehr".

Daneben hatten die Besucher Gelegenheit, einem "Wunschbaum" ihre speziellen Wünsche für das "Alt-Sein" anzuvertrauen. Neben Wünschen für Gesundheit wurden unter anderem auch solche zum Zusammenleben und zur Lebensgestaltung im Alter geäußert. Einige Wünsche verdeutlichen das:  "Wenn ich alte bin, möchte ich immer noch Hobbys haben und Freunde treffen;  ... möchte ich, dass sich liebe Menschen um mich kümmern; ... möchte ich, dass ich gesund und zufrieden sterbe".

Die Antworten können dem Veranstalter wertvolle Hinweise für die Gestaltung von Zusammenkünften und Veranstaltungsabläufen geben. 

Fotos: Peter Maisel

Stehauf-Menschen

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - September 2017
Im September referierte die ehemalige Büroleiterin des Hauses der Senioren, Frau Maria Albers, an ihrer alten Wirkungsstätte zum Thema „Stehauf-Menschen“. Sie begann gleich mit einer Bewegungstherapie. Alles, was den Menschen innerlich aufrege, solle er möglichst auch in Bewegung umsetzen: "Nicht die Faust nur in der Tasche ballen, sondern in die Luft recken! Nicht den Ärger – worüber auch immer – in sich hineinfressen, sondern ruhig einmal (oder auch mehrere Male) mit dem Fuß aufstampfen! Und wenn etwas zum Haare raufen sei, dann solle man sich auch mal die Haare raufen"! Es sei nie zu spät, sich an die schönen Dinge des Lebens zu erinnern, z.B. an eine schöne Kindheit, um daraus neue Kraft zu schöpfen! Schicksalsschlägen, von denen man nicht verschont bliebe, solle man möglichst mit einer Vorwärtsstrategie begegnen. Wichtig dabei seien aber für jeden Menschen emotionale Bindungen, die ihm Halt und Zuversicht geben können, sei es in der Familie, sei es zu guten Freunden. Den Herausforderungen des Lebens solle man mit der Mobilisierung aller körperlichen und geistigen Ressourcen begegnen! "Das Zauberwort heißt Resilienz“, so Maria Albers. Resilienz ist die Kraft, mit der man es vom Boden wieder auf die Beine schafft; Sie umfasst alle Kräfte, den Menschen wieder zu aktivieren, um das Leben in guten und in schlechten Zeiten meistern zu können! Ein resilienter Mensch sei ein "Stehauf-Mensch", der mit Zufriedenheit und Optimismus versuche, sein Leben zukunftsorientiert in die Hand zu nehmen, voller Verantwortungsbewusstsein sich selbst und anderen gegen-über. Wichtig sei aber vor allem eine Netzwerkorientierung, die es dem Menschen in schwierigen Situationen erlaube, nicht nur anderen zu helfen, sondern auch andere um Hilfe zu bitten! Nach diesen interessanten Ausführungen gab es noch eine angeregte Diskussion mit der Referentin, die dann mit dankbarem Applaus verabschiedet wurde.

Als Praktikantin im Haus der Senioren

Cloppenburg - Mechtild Ottenjann - September 2017

Anna Kort, Studentin der Gerontologie in Vechta, beendete am 22. September 2017 ein zehnwöchiges Praktikum im Haus der Senioren. Zum Abschluss ihrer Tätigkeit dort stellte sie sich einem Interview:

 HdS: Frau Kort, Sie haben nach dem Fach-Abi an der BBS am Museumsdorf ein Studium der Gerontologie in Vechta aufgenommen. Warum gerade Gerontologie?

Anna Kort: Nach einer zweijährigen Ausbildung zur Pflegeassistentin, habe ich mich entschieden, doch zu studieren, weil ich gerne mit älteren oder alten Menschen arbeite, aber durch das Studium noch einen anderen, besseren Zugang zu ihnen finden werde. Gerontologie ist ja die Wissenschaft vom Altern des Menschen. In einem Jahr werde ich meinen Bachelor-Abschluss machen.

 HdS: Warum haben Sie sich für Ihr Praktikum beim Haus der Senioren beworben?

Anna Kort: Ich wohne in Molbergen und habe im Internet eine möglichst ortsnahe Praktikumsstelle gesucht. Dabei bin ich auf die Homepage des Hauses der Senioren gestoßen. Diese war sehr informativ und hat mich sofort angesprochen!

 HdS: Welche Erfahrungen konnten Sie hier sammeln? In wieweit konnten Sie sich auch einbringen?

Frau Kort: Zunächst wurde ich von allen ausgesprochen freundlich willkommen geheißen. Im Haus der Senioren herrscht eine ausgesprochen herzliche und harmonische Atmosphäre. Ich erhielt Einblicke sowohl in die Büroarbeit, als auch in die Kurse, die hier angeboten werden. Alle Türen standen mir offen! Ich war sofort mitten drin! Ich durfte überall hineinschnuppern. Durch den persönlichen Kontakt zu vielen älteren Menschen konnte ich mein theoretisches Wissen durch praktische Erfahrungen anreichern. – Besonders engagieren durfte ich mich bei der Organisation des Sommerfestes, was sehr viel Spaß gemacht hat, und bei der Planung und Durchführung des Pfarrfestes der St. Andreas-Pfarrgemeinde. Dort entwickelte ich z.B. zusammen mit anderen meine Idee zu einem „Wunschbaum“, der z.Zt. noch ausgewertet wird.

 HdS: Haben Sie sich Gedanken gemacht über die Zukunft dieses Hauses? Gibt es  Verbesserungsvorschläge?

Frau Kort: Ich habe den Eindruck, dass die tollen Angebote des Hauses der Senioren an Kursen, Arbeitskreisen, Vortragsveranstaltungen noch viel zu wenig bekannt sind. Die Atmosphäre hier im Haus mit den vielen engagierten Ehrenamtlichen ist total freundlich, und die Angebote sind ausgesprochen vielschichtig. Es müsste wirklich mehr „getrommelt“ werden! Auch ich habe erst durch das Internet von diesem Haus erfahren. – Zudem müsste immer wieder darauf hingewiesen werden, dass das Haus „offen ist für alle“! – Vielleicht ist auch der Begriff „Haus der Senioren“ ein wenig irreführend. Es handelt sich hier ja nicht um ein Alten- oder Pflegeheim. Hier gehen die „jungen Alten“ ein und aus, tauschen gemeinsame Interessen aus, lernen das eine oder andere und gehen bereichert und zufrieden wieder nach Hause.

 HdS: Liebe Frau Kort, ich danke Ihnen für das offene Gespräch und wünsche Ihnen für die Zukunft   alles Gute und viel Erfolg beim Bachelor-Examen. Vielleicht „Auf Wiedersehen“ im Haus der Senioren!

Fotos: Derk van Groningen

Ehrungen auf dem Sommerfest 2017 für ehrenamtliche Mitarbeiter

Das traditionelle Sommerfest, an dem in diesem Jahr rund hundert Gäste teilnahmen, gehört zu den jährlichen öffentlichen Höhepunkten im Haus der Senioren. Das Vorbereitungsteam hatte sich auch diesmal alle Mühe gegeben, im Foyer des Bildungswerkes ein attraktives Programm zu gestalten, und konnte so durch einen unterhaltsamen Abend führen. Den Höhepunkt bildete die Ehrung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die seit fünf, zehn oder sogar fünfzehn Jahren im Haus der Senioren tätig sind. Zum Dank erhielten sie einen Blumenstrauß und eine Urkunde.

In ihrer Begrüßungsansprache hob die Vorsitzende Elsbeth Südbeck hervor, dass das Haus der Senioren die anfallenden Aufgaben ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht bewältigen könne. Sie engagierten sich in vielfältigen Bereichen und trügen so dazu bei, das Haus der Senioren mit Leben zu füllen. Bereichert wurde der Abend besonders durch vielfältige musikalische Darbietungen. So umrahmte die Senioren-Musikgruppe um Bernhard Sibum mit musikalischen Einlagen das Programm. Professor Joachim Tebel, der ehemalige Leiter von verschiedenen Cloppenburger Chören, dirigierte das gemeinsame Singen von bekanntem volkstümlichem Liedgut. Für eine besondere Abwechslung sorgte Klemens Aufgebauer, der als Bauchredner köstliche kleinere menschliche Schwächen aufs Korn nahm. Hans Karl Jäger, langjähriger 'Chef' im Haus der Senioren, brachte seinen Dank am Ende in den Worten zum Ausdruck: "Das war wieder einmal ein gelungenes Sommerfest!"

Autor: Dr. Hubert Gelhaus, Foto: Derk van Groningen

Kommunikation mit Klangschalen

Cloppenburg - Peter Maisel - August 2017

"Klingende Kommunikation mit Klangschalen" hieß das Thema einer Veranstaltung des  Café Alzheimer im Haus der Senioren. Christiane Priester war die Referentin dieses Nachmittags.

Die Besucher waren voller Erwartung auf neue Musikinstrumente, die sie hofften, zu sehen und zu hören bekommen. "Klangschalen funktionieren auf einer anderen Ebene als Musik und werden deshalb auch selten eingesetzt als bloßes Musikinstrument" erklärte Priester dann den Gästen zu Beginn ihrer Ausführungen. Weiter erläuterte sie Ursprung, Bauart und Herstellung der circa halbkugelförmigen Schalen. "Sie sind ursprünglich traditionelle Küchengeschirre im fernöstlichen Raum, unter anderem in Tibet, Nepal und Indien. In westlichen Ländern sind die aus Bronze getriebenen Schalen ein beliebtes Utensil in der Esoterik- und Meditationsszene", fuhr die Referentin in ihren Erläuterungen fort.

"Je nach Bauart können Klangschalen mit einem hölzernen Klöppel angeschlagen oder angerieben werden und erzeugen so Töne in unterschiedlicher Höhe oder Tiefe und Intensität, deren Wellen der Mensch wahrnehmen kann", erfuhren die Zuhörer.

Neben der Vorstellung verschiedener Geräte erklärte die Benutzerin deren Einsatz am menschlichen Körper zur Meditation, Entspannung und Massage. Danach durfte jeder Besucher mit Hilfe eines Luftballons in den Händen die von einer angeschlagenen Klangschale ausgehenden leisen Töne hören und deren Schallwellen spüren. 

Foto: Peter Maisel 

Wenn ich einmal dement werde

Cloppenburg - Peter Maisel - August 2017

Beim Frühstückstreff im Haus der Senioren stellte Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer, die Krankheit "Demenz" vor. "Demenz ist der Überbegriff für eine erworbene und irreversible Hirnleistungsschwäche", so Gärtner eingangs ihrer Ausführungen.

Sie nannte einige Demenzformen, unter anderem die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die Parkinson-Demenz und die Alzheimer-Demenz. Bei den weiteren Ausführungen beschränkte sie sich auf die letztere, da diese mit 70% die am häufigsten vorkommende Demenzform ist.

"Wichtig ist die genaue Diagnose, um demenzähnliche Symptome anderer Krankheiten zuzuordnen und ggf. behandeln zu können", erklärte die Referentin, bevor sie einige Symptome näher erläuterte.

Vorrangig betroffen ist das Kurzzeitgedächtnis bei den Erkrankten, während das Langzeitgedächtnis, die "Festplatte" des Gehirns, noch einige Zeit seinen Dienst absolviert. Erst beim fortgeschrittenen Krankheitsbild ist unter Umständen auch das Langzeitgedächtnis betroffen. Mit gezielten Therapieansätzen und einem biografischen Hintergrund können Erinnerungen "wiederbelebt und erhalten werden", so Gärtner.

Als weitere Symptome nannte sie unter anderem auch noch Sprach- und Wortfindungsschwierigkeiten, Desorientiertheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Angstzustände. Die einzelnen Auffälligkeiten und Auswirkungen auf den Betroffenen erklärte die Referentin an praktischen Beispielen.

Hilfreich im Umgang mit der Krankheit und dem Patienten ist die Änderung des Lebensstils, wobei viel Bewegung angestrebt werden sollte mit täglichen Spaziergängen  und evtl. Gartenarbeit; besonders aber ist auch die Musik ein empfehlenswertes Instrument im Umgang mit den Patienten, so Gärtner.

Im zweiten Teil der Veranstaltung erhielten die Besucher den Brief einer an Demenz erkrankten Person. Er ist ein Appell an die Gesunden, die Probleme früh genug zu erkennen und sich auf die betroffene Person in entsprechender Art und Weise einzustellen, oder anders ausgedrückt: „In den Schuhen des anderen zu gehen“. So kann für die Betroffenen das Leben noch länger lebenswert bleiben.

Cloppenburger Senioren im niederländischen Groningen

Etwa zwanzig Senioren aus dem Haus der Senioren weilten zu Gast bei einer befreundeten Partnerorganisation im niederländischen Groningen. Der Besuch diente vor allem der Kontaktpflege und einem informativen Gedankenaustausch über moderne Wohnformen im Alter Höhepunkt war eine speziell für die Cloppenburger abgestimmte Stadtführung. Nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt, sondern auch eher unbekannte, verborgene architektonische Schätze, die großes Staunen und Bewunderung hervorriefen.

 

Text: Elsbeth Südbeck, Foto: Derk van Groningen

 

Änderungen im Programm des Frühstückstreffs

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2017

Aufgrund einiger Änderungen im Programm des Frühstückstreffs veröffentlicht das Seniorenbüro noch einmal die Themen für die kommenden 6 Monate:

Martin Kessens, Leiter des Cloppenburger Bildungswerkes, wird den Besuchern am 1. August erneut zeigen, zu welchen Leistungen unser Gehirn fähig ist, wenn es entsprechend gefordert wird.

Am 15. August heißt das Thema "Wenn ich mal dement bin". Gisela Gärtner, Leiterin des Café Alzheimer im Haus der Senioren, wird Ausführungen zur Thematik "Demenz" und den richtigen Umgang mit der Krankheit machen.

Am 5. September berichtet Maria Albers darüber, wie man zum "Stehaufmännchen" wird, indem sie erklären wird, was uns stark macht.

Vor "ungeliebten Gästen", die sich an unserem Eigentum zu schaffen machen wollen, will Andreas Bonk am 19. September die Zuhörer warnen und ihnen Sicherungsmaßnahmen für ihre Häuser aufzeigen. Der Beauftragte für Kriminalitätsprävention innerhalb der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta ermittelte jahrelang im Bereich Einbruch, Raub und Erpressung.

"Der Weg zum Wunder des Lichts" heißt eine Veranstaltung am 17. Oktober, in der Klaus Deux über Vezelay berichtet. Die kleine französische Gemeinde ist ein bekannter Wallfahrtsort mit Benediktinerabtei und vielen Sehenswürdigkeiten.

Am 7. November gibt Josef Drüding von der Friedhofsverwaltung die Neuerungen im Friedhofswesen bekannt.

"Die Zeit wartet nicht auf dich" heißt es dann am 21. November mit Alexander Rolfes, Diplomtheologe und Sprechwissenschaftler von der Katholischen Akademie Stapelfeld, der den Besuchern des Hauses bereits bekannt ist.

Ein Wiedersehen mit Ökotrophologin Irene Oehl gibt es am 5. Dezember, und wir dürfengespannt sein, was sie uns "Schmackhaftes" zu bieten hat.

Die "singende" Schwester Ursula Lammerding aus dem Marienhain Vechta wird am 19. Dezember in bekannter Weise die Besucher auf die Weihnachtszeit einstimmen.

Essen und Trinken hält Leib und  Seele gesund

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2017

Zu einem Grillnachmittag hatte das Café Alzheimer die Besucher eingeladen. Organisiert hatte den Nachmittag Ursula Wichmann, die vom Party-Service Möller Unterstützung erhielt.

Mit diesem Nachmittag begann die Reihe der monatlichen Veranstaltungen, die das Programm für das zweite Halbjahr vorsieht.

Gisela Gärtner konnte wieder eine große Zahl Angehöriger von an Demenz erkrankter Patienten und einige Betroffene begrüßen, die der Einladung gefolgt waren. Schnell hatte man interessante Themen für eine Unterhaltung gefunden, so dass beim Warten auf das Essen keine Langeweile aufkam. 

In gemütlicher Runde genoss man dann nach einem Willkommenstrunk erfrischende Getränke, würzige Grillspezialitäten, schmackhafte Bratkartoffeln, Salate und ein Dessert. Lieder und Gedichte zum Thema Grillen, humorvoll vorgetragen, bereicherten den Nachmittag.

Schmunzeln entlockte den Gästen ein Scherzlied, bei dem nach der Melodie "Geh aus mein Herz und suche Freud" von anderen Liedern jeweils nur die erste Zeile gesungen wurde.

Aus gegebenem Anlass gab die Leiterin noch einige notwendige Programmänderungen bekannt. Die Gäste wurden informiert, dass das kleine Treffen im Juli ausfällt, beim zweiten Treffen im August Christiane Priester zum Thema "Klingende Kommunikation durch Klangschalen" ihre Ausführungen machen wird und für das große Treffen im November Ursula Willenborg als Referentin gewonnen werden konnte.  

Im Kirmestrubel auf der Dorfkirmes im Museumsdorf

Cloppenburg - Peter Maisel - Juli 2017

In Erinnerung an die eigene Kinder- und Jugendzeit schwelgten die Besucher einer "Kleinen Reise in die Vergangenheit" beim Besuch der "Historischen Dorfkirmes" im Museumsdorf. Gästeführerin Maria Thien begrüßte die Gruppe, und dann hieß es: "Ab in den Kirmestrubel".

Schnell ließen sich die Gäste von Jubel, Trubel und Heiterkeit anstecken. Der Geruch von gebrannten Mandeln, Pfefferkuchenherzen mit einer Liebeserklärung, Zuckerwatte und diverse Süßigkeiten sorgten für die richtige Einstimmung auf einem Rundgang.

Die Vielfalt der historischen Geschäfte wie Schießbude, Riesenrad (Russische Schaukel), Kinder-Schiffschaukel und "Hau den Lukas" machten den Besuchern die Entscheidung für den Beginn zu einem Rundgang nicht gerade leicht.

Luftballonverkäufer und Clown, der kleine Flohzirkus und die Schaubude riefen Erinnerungen an die eigene Kindheit wach.

Ein "Hingucker" war das Alt-Ammerländer Pferdekarussell. Auf dem Fahrgeschäft, Baujahr 1898 und seit 1979 im Besitz des Museumsdorfes, befinden sich neben 20 hölzernen Pferden auch ein Schwein, ein Löwe und ein See-pferdchen. Wer es gemütlicher mochte, konnte die Fahrt auch in einer der zwei Kutschen oder Gondeln genießen. Das Herzstück des Karussells war jedoch die Orgel, die die dazugehörige Musik verbreitete.

Einige mutige Seniorinnen und Senioren wagten eine Fahrt in der Raupenbahn. Sie ist eine Variante der früheren Berg- und Talbahn, die es bereits um 1900 auf den Märkten gab.

Bei einer anschließenden Kaffeetafel, die in der Zinngießer-Werkstatt stattfand, erfuhren die Besucher noch Interessantes über das Zinngießen und die Herstellung von täglichen Gebrauchsgegenständen wie Löffeln, Kerzenständern oder Bierbechern aus dem Material. Organisatorin Ursula Wichmann und die Besucher waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

Fotos: Peter Maisel

Höchste Eisenbahn - Eine kleine Reise in die Vergangenheit

Cloppenburg- Peter Maisel - Mai 2017
Unter dem Titel "Höchste Eisenbahn" startete eine Gruppe von Senioren zu einer kleinen "Reise in die Vergangenheit" im Museumsdorf. Ihr Ziel war die Ausstellung '150 Jahre Eisenbahn in Oldenburg'. Die Gäste bekamen einen interessanten Einblick in die Gründung der "Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn" (GOE) und die Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke auf Oldenburger Boden im Jahre 1867."DasHerzogtum Oldenburg war bis dahin verkehrstechnisch schlecht erschlossen. Durch den Bau der Eisenbahn und die Anbindung an die Schienenstränge der Nachbarländer, konnten zum Beispiel Düngemittel und Viehfutter importiert und Oldenburger Erzeugnisse wie Fleisch- und Milchprodukte vor allem ins Ruhrgebiet exportiert werden", erläuterte die Gästeführerin. Doch nicht nur die Landwirtschaft nutzte diese Möglichkeit, sondern auch andere Oldenburgische Produzenten sahen im Export unter anderem von Torf, Ziegelsteinen, Fisch, Möbeln und diversen anderen Dingen eine Steigerung des Absatzes ihrer Produkte." Große Bedeutung hatte auch die Entwicklung des Tourismus", so die Gästeführerin, "Die Badegäste reisten mit der Bahn an die Küste und weiter auf die Inseln, so dass sich die Oldenburgische Insel Wangerooge zu einem attraktiven Seebadentwickeln konnte." Im Landesinnern nutzten die Sommerfrischler am Wochenende die Bahn für eine Fahrt ins Grüne. Das Ende des Ersten Weltkrieges brachte auch das Ende der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn. Der Siegeszug des Automobils nach dem zweiten Weltkrieg bedeutete für manche Bahnlinien und -bauten sogar das "Aus". Auf besonderes Interesse stießen bei den Besuchern die Ausführungen über den"Pingel Anton". Die Kleinbahn verkehrte zwischen Cloppenburg und Landesgrenze und ist vielen Cloppenburgern gut bekannt. Schmunzeln rief dabei auch die Tatsache hervor, dass die Lok immer wieder aus der schmalen Spur sprang und mühselig wieder aufgesetzt werden musste. Der Anblick von altem Reisegepäck, emaillierten Fahrplänen, Hinweistafeln und ein Foto vom Pingel Anton bei der Einfahrt in den Cloppenburger Kleinbahnhof boten Eisenbahnromantik pur. Eine gemütliche Kaffeetafel rundete den Besuch ab.                                                                       Fotos: Peter Maisel (5), Archiv Rudolf Lux (2)